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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Wift kämpft sich ins Spiel zurück

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Oberligist SG Wittorf/FTN dreht die Begegnung beim MTV Herzhorn nach schwachem Beginn und siegt mit 31:26.

Dank eines 31:26 (13:15)-Auswärtserfolges über den MTV Herzhorn bleiben die Handballer der SG Wittorf/FTN in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein weiter dick im Geschäft. Knapp eine Woche nach der bitteren 31:32-Pleite beim Spitzenreiter HSV Hamburg II fiel der Erfolg aber eher in die Kategorie „Arbeitssieg“.

Ohne den grippegeschwächten Rückraumshooter Lars Bente und den an Rückenproblemen laborierenden Schlussmann Oliver Titze fuhren die Neumünsteraner nach Steinburg. Aber die entscheidenden Gründe dafür, dass die Schwalestädter von Beginn an zunächst hinterherliefen, waren andere (4:6 aus Gästesicht/10.). „Wir bekamen in der Deckung einfach keinen Zugriff, und wenn wir vorne eine freie Chance hatten, sind wir am gegnerischen Torhüter gescheitert“, fasste Wifts Spielertrainer Yannik Stock die Probleme zusammen. Die Herzhorner profitierten von der Abschlussschwäche der Gäste und erhöhten den Vorsprung auf fünf Treffer (9:4/14.). Am Spielfeldrand brodelte Wift-Trainer Peter Bente und reagierte unmittelbar mit der Grünen Karte. In der Auszeit stellte er die Deckung von einer 6:0- auf eine 5:1-Variante mit Stock in der Spitze um. „Die Jungs sollten endlich aufwachen“, erklärte Peter Bente seinen Zug, und sein Kollege Stock bescheinigte den Erfolg: „Dadurch bekamen wir hinten mehr Aggressivität rein.“ Mit der gewonnenen Sicherheit in der Abwehr steigerten sich die Gäste auch im Angriffsspiel und legten zwischen der 26. (15:11 für Herzhorn) und der 39. Minute (18:15 für Wift) einen 7:0-Lauf hin. Damit kippten die Neumünsteraner die Partie und gingen bei dieser Serie erstmals in Führung. Besonders beflügelt schien Außenflitzer Florian Schmidtke zu sein, der mit einem Dreierpack die Treffer Nummer 15, 16 und 17 markierte. Nachdem sich die Herzhorner aus der Schockstarre befreit hatten, verlief die Partie in der Folgezeit sehr offen. Ebenso hielt es sich mit den Räumen auf beiden Seiten, denn durch diverse Zeitstrafen spielten beide Teams minutenlang fünf gegen fünf (21:21/49.).

Erst in den letzten gut zehn Minuten waren die entscheidenden Nuancen und die größeren Kraftreserven bei der SG, gleichzeitig ließ die Herzhorner Konzentration nach. Zudem war Wift-Torhüter Erik Quednau zur Stelle, wenn die Gastgeber versuchten, wieder zum Ausgleich zu kommen. Eigentlich sollte der 22-Jährige auf Grund von Knieproblemen gar nicht zum Einsatz kommen, aber nach zwölf Minuten löste er den bis dahin glücklosen André Hoffmann in der Kiste der Gäste ab und setzte mit einigen sehenswerten Paraden Akzente. Daraus resultierte ein Vorsprung von zwei Toren für die Wittorfer (26:24/56.), den sie in Unterzahl mit einem 3:0-Lauf sogar noch ausbauten (29:24/59.) und bis zum Schluss behaupteten.

„Es war ein Krampfspiel. Spielerisch haben wir nicht überzeugt, aber kämpferisch alles in die Waagschale geworfen und das Ding nach Hause geschaukelt“, resümierte Stock, ehe es für ihn und sein Team in die Neumünsteraner Holstenhallen ging, wo sich die SG Wift als einer der Nominierten auf die Bekanntgabe der „Mannschaft des Jahres“ freute. Am Ende des Tages reichte es für die „Bären“ dort nicht für den Sieg, sondern „nur“ zum zweiten Platz. Doch natürlich nahmen sie das Votum sportlich. „Jeder auf dem Podium hatte es verdient“, lobte Wittorfs Coach Peter Bente die Mitbewerber bei der Sportlerwahl.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Quednau, Hoffmann - Plöhn (2), Kobs (8/davon 3 Siebenmeter), Fängler (5), Kreft (6), Schmidtke (3), Lehmann, Binnewies, Henrich (3), Stock (4), Haß.
SR: Bruse/Engel (Suchsdorf/Bordesholm). – Zuschauer: 150. – Nächster Gegner: THW Kiel II (H/Sonnabend, 19 Uhr).



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