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Handball-Landesligen Mitte : Wift II leidet unter einem Albtraumstart

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SGBB-Frauen verlieren das Topspiel bei Fockbek/Nübbel. Auch Wifts Frauen und Nortorf gehen leer aus.

Einen alles andere als zufrieden stellenden Spieltag erlebten die fünf Neumünsteraner Vertreter in den Handball-Landesligen. Vier von ihnen verloren, lediglich die SG Bordesholm/Brügge II konnte in der Männerstaffel beim allerdings auch nicht „berühmten“ 29:29 gegen den Preetzer TSV II etwas Zählbares verbuchen.

Landesliga Frauen

Preetzer TSV – HSG 91 Nortorf 28:16 (12:7). Die anfangs offensive Preetzer Deckung spielte Nortorf in die Karten (2:4/8.). Preetz reagierte, fand über eine defensiver ausgerichtete Abwehr ins Spiel und glich aus (7:7/23.). Fortan ging den Gästen die Puste aus, wohingegen der PTSV-Zug Fahrt aufnahm. Durch einen 5:0-Lauf gingen die Einheimischen mit einem komfortablen 12:7-Vorsprung in die Kabine. Den konnten sie im zweiten Durchgang weiter ausbauen, denn das Nortorfer Team war stehend k. o. Bis zum Schluss profitierte Preetz immer wieder von der daraus resultierenden unkonzentrierten Nortorfer Spielweise und bestrafte Nachlässigkeiten mit einfachen Gegentoren (20:12/43.). HSG-Trainer Mario Schlüter lobte seine Defensive, sah aber „neben der konditionellen Schwäche Verbesserungspotenzial im Angriff“.

HSG 91 Nortorf (Tore in Klammern): Strebelow, Bruhn - Böhmfeldt (5/davon 2 Siebenmeter), Albrecht (1), Wettzel (3), Voß, Delfs (3), K. Fock (1), N. Fock (2), Clausen (1), Reese.

Nächster Gegner: HSG Mönkeberg/Schönkirchen (H/Sonntag, 17.30 Uhr).

HSG Fockbek/Nübbel – SG Bordesholm/Brügge 18:15 (9:9). Das Spitzenspiel zwischen dem weiter verlustpunktfreien Tabellenführer und seinem ärgsten Verfolger war durch hervorragende 6:0-Abwehrreihen auf beiden Seiten geprägt (3:3/15.). Die Gäste legten zwar vor (8:9/25.), nach den ersten 30 Minuten stand die Begegnung aber wieder pari (9:9). „Unsere Wurfausbeute von außen tendierte auch dank zahlreicher Aluminiumtreffer gegen null“, stellte SGBB-Trainer Eike Rix zur Pause fest. Nach dem Wechsel kamen die Einheimischen wesentlich frischer aus der Kabine und legten einen 3:0-Lauf hin (12:9/36.). Das brachte die SGBB komplett aus dem Tritt. Die Folge von zu wenig Durchschlagskraft im Rückraum und an dem Abwehrbollwerk verpuffenden Angriffshandlungen der Gäste waren drei geworfene Tore nach 25 Minuten in Hälfte zwei (17:12/55.). Bordesholm blieben zunehmend die Ideen aus, auch spielte der Gast ohne die nötige Bewegung – einfach zu statisch.

SG Bordesholm/Brügge: Saamen, Dumke - Möller, Schwardt (4), Klinke, Haß (1), Reinert (4), Petersen, Miskic (1), Wurr, Lütt, Bülck (4), Elwardt (1), Bruhn.

Nächster Gegner: Preetzer TSV (H/Donnerstag, 19.15 Uhr).

SG Wift – SG Lütjenburg/Dannau 19:20 (11:7). Die Begegnung startete verhalten (5:5/19.). Die Gäste versuchten viel über den Kreis und im eins gegen eins, scheiterten damit aber immer öfter an der beweglichen und zupackenden 6:0-Deckung der SG Wift. Die Gastgeberinnen kamen dadurch zu leichten Toren über Gegenstöße und setzten sich bis zur Pause auf 11:7 ab. In der zweiten Halbzeit drückten die Blau-Weißen weiter aufs Tempo und behaupteten ihre Führung (17:12/44.). Aber still und langsam schlichen sich die Gäste heran (18:15/52.). In dieser Phase vergaben die Frauen der SG Wift fünf „Hundertprozentige“. Das brachte die Gäste wieder zurück (19:19/58.). Es entwickelte sich wider Erwarten ein Krimi. Ab der 58. Minute spielte Wift in doppelter Unterzahl. Sowohl Wiebke Mundt (Rote Karte wegen Foulspiels) als auch Julia Langowski (dritte Zeitstrafe) wurden disqualifiziert. Trotzdem holten die Wittorferinnen einen Siebenmeter heraus, aber Nina Langowski erlag ihren Nerven, und mit der Schlusssirene markierten stattdessen die Gäste ihr 20:19-Siegtor. „Das war eine bittere Niederlage auf Grund fehlender Cleverness im Abschluss“, ärgerte sich Wift-Coach Thorsten Möller.

SG Wittorf/FTN: Voigt, Grabowski - Voßbeck, Hein, Meyer, Mundt (1), Goniwiecha (6), N. Langowski (5/3), Haberland (2), J. Langowski (4), Rostock (1), Bermbach, Hoffmann.

Nächster Gegner: TSV Owschlag II (A/Sonntag, 14 Uhr).

Landesliga Männer

SG Bordesholm/Brügge II – Preetzer TSV II 29:29 (17:13). Die Abwehr der SGBB II brauchte eine gute Viertelstunde, um die Kreisanspiele der Gäste in den Griff zu bekommen und die leichten Gegentore aus dem Rückraum abzustellen. Über die Station 13:13 (25.) gelangten die Hausherren zu einem 17:13-Pausenvorsprung. Nach dem Wiederanpfiff knüpften sie sofort an die vorherige Leistung an und zogen auf sechs Treffer davon (21:15/40.). Aber die Schusterstädter steckten nicht auf und lauerten permanent auf eine Möglichkeit zum Anschluss. Diese bot sich, als das Niveau des Bordesholmer Spiels mit einem Schlag abebbte. „Vielleicht hatte alle die Partie im Kopf schon gewonnen“, rätselte SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann. Dafür drehten jetzt die Gäste auf und schlossen Tor für Tor auf (29:29/59.). In Überzahl verpassten die Gastgeber in der letzten Minute den Siegtreffer. „Im Nachhinein können wir froh sein, dass wir beim letzten Angriff der Preetzer den einen Punkt noch verteidigt haben“, wusste auch Roßmann.

SG Bordesholm/Brügge II: Sternberg, Kühtz, Schrammböhmer - Zittlau (6), Molzow (5), Freese (11/6), Brunkhorst, Roßmann, Riefel (3), Reese, Schaumann (3), Tewes (1), Welz, Röscheisen.

Nächster Gegner: HSG Horst/Kiebitzreihe (A/Freitag, 20.30 Uhr).

SG Wittorf/FTN II – HSG Horst/Kiebitzreihe 23:30 (7:16). Gegen den neuen Tabellenführer war für Wifts „Zweite“ trotz aufopferungsvoll geführter zweiter Halbzeit kein Punkt zu holen. Den Fehlstart der Hausherren (0:6/11.) beendete Wift II-Coach Martin Glaubitz zwar mit einem Team-Time-Out, doch die Auswirkungen waren in der gesamten ersten Hälfte zu spüren. „Wir haben nicht stattgefunden“, beschrieb der Trainer die Darbietung. Einzig Pascal Feldmann im Tor verhinderte einen noch höheren Rückstand als 7:16 zur Pause. Danach zeigten die Blau-Weißen ein vollkommen anderes Gesicht. Mit einer offensiveren 5:1-Abwehr, an deren Spitze sich Marius Korten und Jasper Glaubitz aufopferten, entfachten sie einen Sturmlauf. Wift II erkämpfte sich Tor für Tor (10:17/35., 15:20/44.) und kam allen Widerständen zum Trotz in Schlagdistanz (22:24/57.). Der erneute Ballgewinn endete mit einem Fehlwurf, und die Referees ließen Vorteil laufen. Gegenüber wurde Kostja Wilken wegen seiner dritten Zeitstrafe disqualifiziert, und die Gäste trafen zum 22:25. „Damit war bei uns der Stecker raus“, sagte Martin Glaubitz.


SG Wittorf/FTN II: Hübner, Feldmann - Korten, Wilken (9), Woop, Schmidt (4), Kopp (3/2), Hoops (1), Schmidtke, Aust (2), Pohl, Schulz-Hildebrandt, J. Glaubitz (4), Schilling.

Nächster Gegner: TSV Kronshagen II (A/Sonnabend, 19.30 Uhr).

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