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Handball-Landesligen Mitte : Wift gewinnt Derby und verliert dennoch Platz 1

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wittorfs Frauen schlagen die SGBB mit 26:19. Bordesholms Männer siegen bei Wift II.

Zu einer brüderlichen Punkteverteilung kam es in den beiden Neumünster-Derbys der Handball-Landesligen. Während sich bei den Männern die SG Bordesholm/Brügge auswärts gegen die SG Wittorf/FTN II mit 26:24 behauptete, behielt bei den Frauen Wift im Duell mit der weiterhin punktlosen SGBB die Oberhand (26:19). Die Wittorferinnen mussten allerdings die Tabellenführung an die punktgleiche HSG Mönkeberg/Schönkirchen abtreten, die nach einem 25:13 gegen den Suchsdorfer SV das um drei Treffer bessere Torverhältnis aufweist. Bei den Männern glich Bordesholm/Brügge sein Punktekonto aus (4:4) – ein Vorhaben, das eigentlich auch Wift II (nunmehr 2:6) in die Tat umsetzen wollte.


Landesliga Männer

SG Wittorf/FTN II – SG Bordesholm/Brügge 24:26 (9:12). „Wir wollten mit viel Tempo spielen, das konnten wir jedoch nicht richtig umsetzen. Es war keine ansehnliche Partie in der ersten Halbzeit“, berichtete SGBB-Sprecher Hendrik Roßmann. Beide Teams taten sich in ihren Angriffsaktionen sehr schwer, sodass Torerfolge zunächst Mangelware darstellten, die Gäste dabei jedoch etwas besser in die Partie gefunden hatten (1:3/9.). Mit zwei bis drei Treffern Vorsprung für die SGBB plätscherte das Spiel bis zur Pausensirene vor sich hin (9:12). „Wir haben uns zu blöd angestellt, um das Spiel zu gewinnen“, ärgerte sich Wift II-Trainer Michael Schwarten über die Vielzahl an fehlerhaften Abschlüssen seiner Mannschaft. Nach dem Wechsel sah es so aus, als würden die Gäste einen deutlichen Sieg ansteuern (18:23/53.). Schwarten nahm eine Auszeit, um seine Truppe noch einmal wach zu rütteln. Für Wittorfs Sebastian Büchler war die Partie nach der dritten Zwei-Minuten-Zeitstrafe zu diesem Zeitpunkt zwar schon beendet (53.), dennoch kam Wift II nun wieder heran (23:25/58.). Die Gäste zeigten sich in der Schlussphase zunehmend nervös, retteten den knappen Sieg letztlich aber über die Zeit. „Wir haben vor allem im Angriff noch viel Luft nach oben. Es scheint aber so, als wenn wir auswärts leichter gewinnen können“, meinte Roßmann abschließend mit Blick auf den zweiten Saisonerfolg in der Fremde der zu Hause noch punktlosen SGBB. Schwarten dagegen zeigte sich nach der dritten Niederlage am Stück enttäuscht: „Der Sieg für die SGBB ist verdient. Wir stecken in der Tabelle nun tief unten drin. Und genau das wollten wir eigentlich nicht.“

SG Wittorf/FTN II: Thun, Wegner - Büchler (3 Tore), Dohm (6), Schilling (1), Massannek (2), Wilken (1), Schulz-Hildebrandt (6), D. Pohl (5), Rieper, O. Pohl.

SG Bordesholm/Brügge: Sternberg, Kühtz - Trede (2), Purrucker (2), Stange (1), Soboll (3), Böge, Komischke (1), Roßmann (1), Böge, Mertineit, Riefel (1), Arnold (2), Zittlau (9), Khotsakit (4).

Nächster Wift-Gegner: Büdelsdorfer TSV (A/Sonnabend, 18.30 Uhr). – Nächster SGBB-Gegner: THW Kiel III (H/Sonnabend, 18 Uhr).

Landesliga Frauen

SG Wittorf/FTN – SG Bordesholm/Brügge 26:19 (12:11). Während die Gastgeberinnen noch die richtige Abstimmung gegen den Bordesholmer 2:4-Positionsangriff suchten, behielt die SGBB dadurch in der Anfangsphase die Oberhand (5:3 aus Gästesicht/10.). Aber nach einer Viertelstunde hatte auch Wift Betriebstemperatur erreicht und drehte die Partie zum ersten Mal zu seinen Gunsten (7:6/15.). Im folgenden hart umkämpften und zähen Spielverlauf behaupteten die Einheimischen ihre knappe Führung bis zur Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff ließen beide Mannschaften diverse Möglichkeiten frei vor dem gegnerischen Tor oder vom Siebenmeterpunkt aus. Der entscheidende Unterschied bestand in der Folgezeit darin, dass es die SG Wift schaffte, ihre Fehlerquote zu reduzieren, wogegen sich die Unkonzentriertheiten der Gäste weiter häuften (16:13/40.). Dieser Umstand rächte sich in der Schlussphase, in der Wift enteilte (23:18/55.). „Bordesholm/Brügge war der erwartet starke Gegner, der noch seine Punkte holen wird. Dank einer weiter gesteigerten Mannschaftsleistung blieben diese Punkte diesmal bei uns“, fasste Heimtrainer Uwe Janzen zusammen. Sein Gegenüber Johannes Weinschütz zeigte sich mit der mannschaftlichen Entwicklung seiner SGBB sehr zufrieden: „Wir haben in den ersten 30 Minuten gut abgeliefert, auch stimmte der kämpferische Einsatz. Leider haben wir uns danach wieder alles selbst verbaut.“

SG Wift: Voigt - Voßbeck (2), Ca. Hoffmann, Goniwiecha (3), Beckmann (2), Bermbach, Mundt (3), Reimers, J. Langowski (6/davon 4 Siebenmeter), N. Langowski (1), Harder, Meyer, Haberland (2), Hansen (7).

SG Bordesholm/Brügge: Kern, Saamen - Sinn (2), Beckmann, Jensen (3), Reinert (1), Schwardt (5/3), Wielert (1), Lau (1), Miskic, Bülck (4), Wurr (1), Lütt (1).

Nächster Wift-Gegner: HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (A/Sonnabend, 18.45 Uhr). – Nächster SGBB-Gegner: Wellingdorfer TV (H/Sonnabend, 16 Uhr).

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