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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Wift fegt Hamburg-Nord mit 41:25 aus der Halle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner präsentieren sich in Torlaune und auch in der Defensive stark.

Mit einem Torfestival feierten die Oberligahandballer der SG Wittorf/FTN nach fünf Auswärtsspielen in Folge (inklusive Pokal) ihre Rückkehr vor das heimische Publikum. Die Neumünsteraner besiegten die SG Hamburg-Nord ungefährdet mit 41:25 (22:12) und warten somit weiterhin verlustpunktfrei auf dem zweiten Platz auf einen Fehltritt des Tabellenführers DHK Flensborg.

In den ersten elf Minuten legten die Hausherren vor, doch die Gäste antworteten. Die Hamburger gingen konsequent und energisch die erste und zweite Welle. Sie überraschten die sich im Rückzug befindlichen Blau-Weißen und erzielten nach jedem ihrer erfolgreichen Angriffe fast postwendend den Ausgleichstreffer (7:7/11.). Danach stabilisierte sich die Abwehrreihe von Wift, während das Tempospiel der Gäste in der seitlich sehr gut verschiebenden Deckung der Hausherren verpuffte. Die Defensive Wittorfs zwang die Hansestädter immer öfter ins Zeitspiel und zu unvorbereiteten Abschlüssen. Wie Geschenke nahm André Hoffmann (insgesamt mit 18 Paraden in 46 Minuten) die Hamburger Wurfversuche entgegen. „Unsere 6:0-Abwehr war eine Bank“, bescheinigte Wift-Trainer Peter Bente seiner Defensive eine Topleistung. Die „Bären“ kamen zu vielen einfachen Toren durch Tempogegenstöße und liefen heiß (17:7/21.). Selbst in Unterzahl schafften es die Neumünsteraner durch das Auflösen beider Außen, eine eigene Überzahlsituation zu schaffen und diese zu nutzen. Erst nach weiteren elf Minuten konnten die Gäste dem regelrechten Torwahnsinn der Schwalestädter Einhalt gebieten, aber den Abstand bis zur Pause nicht verringern. Im zweiten Durchgang änderte sich am Spielverlauf nichts. Die Hamburger verzweifelten an dem scheinbar unüberwindbaren Abwehrbollwerk der SG Wift, die im Gegenzug im eigenen Vorwärtsgang nach Belieben traf (30:16/43.). Besonders Thorben Plöhn, Reiner Kobs und Lars Bente stellten permanente Torgefahr dar und wurden immer wieder elegant von Regisseur Yannik Stock in Szene gesetzt. Bis zum Ende baute Wift den Vorsprung kontinuierlich aus, der Endstand von 41:25 bedeutete den größten Abstand zwischen beiden Teams in diesem Spiel zugleich.

„Durch unsere Breite sind wir sehr variabel aufgestellt, und es ist für den Gegner nicht damit getan, einen unserer Leute kurz zu nehmen“, sagte Peter Bente zur geschlossen guten Mannschaftsleistung, hob aber sofort den mahnenden Zeigefinger: „Trotzdem dürfen wir nicht überschwänglich werden, jetzt kommen noch andere Kaliber.“

In der Tat darf man auf den weiteren Saisonverlauf und zunächst einmal das nun folgende Duell mit dem Tabellendritten TSV Ellerbek gespannt sein. Die Pinneberger haben allerdings am Sonnabend völlig überraschend daheim gegen Aufsteiger TSV Mildstedt verloren (29:30) und weisen bei einer mehr absolvierten Partie bereits vier Minuspunkte auf, während Wifts Weste weiter rein ist.

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Quednau - Binnewies (1), Sellmer (3), L. Bente (7), Stock (3), Plöhn (9), Kobs (12/5 davon Siebenmeter), Rahn, P. Schroedter (3), Rostock (3), B. Schroedter.

SR: Laß/Schütze (Schleswig). – Zuschauer: 350. – Nächster Gegner: TSV Ellerbek (A/Sonnabend, 19.30 Uhr).

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erstellt am 03.Nov.2014 | 18:00 Uhr

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