Handball-Oberliga HH/SH Männer : Wift: Am Ende platzt der Knoten

Mit der HG Hamburg-Barmbek hatte die SG Wift eine harte Nuss zu knacken. Hier windet sich Torben Binnewies (links) um Gästeakteur Moritz Hesse herum.
Mit der HG Hamburg-Barmbek hatte die SG Wift eine harte Nuss zu knacken. Hier windet sich Torben Binnewies (links) um Gästeakteur Moritz Hesse herum.

Neumünsters Oberligist entscheidet eine lange Zeit enge Partie gegen Hamburg-Barmbek mit 28:25 für sich.

shz.de von
09. Februar 2015, 16:00 Uhr

Revanche geglückt: Die Männer der SG Wittorf/FTN besiegten die HG Hamburg-Barmbek in der „KSV-Hölle“ mit 28:25 (14:12), nachdem sie das Hinspiel noch mit 28:35 verloren hatte. Damit festigte die SG Wift ihren dritten Tabellenplatz in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein und ist auch nach dem fünften Ligaspiel im Jahr 2015 verlustpunktfrei.

Von Beginn wurde die Partie emotional und intensiv geführt. Die „Bären“ waren sofort präsent und auf Wiedergutmachung für die Schlappe in der Hansestadt aus. Seither hatten sie in keinem Spiel mehr Punkte abgeben müssen. Aber genau das wollten die Gäste verhindern und versuchten den Blau-Weißen mit ihrem kompromisslosen Zugriff in der Deckung zu imponieren. Allerdings bissen sie ihrerseits in der Wittorfer Defensive auf Granit. Deren Abwehrchef Reiner Kobs hielt seine Leute hinter Yannik Stock an der Spitze der 5:1-Deckung auf Trab. Als SG-Schlussmann Erik Quednau in der elften Minute seine Statistik auf bis dato sechs Paraden erhöhte, indem er seinen zweiten Siebenmeter entschärfte und anschließend auch noch den Nachwurf parierte, zog HG-Coach Holger Bockelmann beim Stand von 4:2 die Notbremse. Nach diesem Team-Time-Out nahm die Effektivität der Chancenverwertung bei der SG Wift rapide ab. Die Barmbeker hingegen kamen immer wieder zu einfachen Toren und holten den zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand (3:6 aus Gästesicht/14.) bis zum 9:9 in der 21. Minute auf. Dank einem 3:0-Lauf gingen die Blau-Weißen zur Pause jedoch wieder in Vorlage (14:12).

Nach dem Wechsel bewahrte Wifts Rückraumshooter Lars Bente vorerst das Polster mit seinen nun folgenden vier Treffern, ehe die Hamburger zwei Zeitstrafen gegen Wittorfs Thorben Plöhn zum erneuten Ausgleich nutzten (20:20/41.) und kurz darauf das zweite Mal im Spiel nach dem 0:1 die Führung verbuchten (20:21/44.). In der Folge wurden auf beiden Seiten Möglichkeiten liegen gelassen, bis Tim Rostock die Hanseaten mit einem blitzschnell ausgeführten Freiwurf überrumpelte – wieder Einstand. Es folgten endlose Minuten, in denen die „Bären“ Entscheidung erzwingen wollten und Stock ein Ballgewinn nach dem anderen gelang. Doch vorne wollte kein Ball den Weg in den gegnerischen Kasten finden. Der sonst so souveräne Stock vergab einen Tempogegenstoß, Haupttorschütze Lars Bente verpasste ebenfalls die Führung. Aber zum Glück für die SG Wift war im Tor immer wieder André Hoffmann zur Stelle. Drei Minuten vor dem Abpfiff ließ der eingewechselte Youngster Paul Schroedter dann schließlich das bangende Publikum jubeln und löste mit seinem Treffer den Knoten bei seinen Kameraden (24:23/57.). Wift gab den Vorsprung nicht mehr und baute diesen in der Endphase noch auf 28:25 aus.

„Dieses Mal haben wir von Anfang körperlich dagegen gehalten“, freute sich Wift-Coach Peter Schäfke über den couragierten Auftritt seiner Mannschaft, und sein Trainerpartner Peter Bente ergänzte: „Es war das erwartet schwierige Spiel. Wir hätten schon viel früher davonziehen müssen, haben aber zu viele Chancen vergeben. Dafür haben wir die Dinger dann wenigstens in der entscheidenden Schlussphase gemacht.“

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Hoffmann, Quednau - P. Schroedter (2), Binnewies, Lehmann (1), Koslowski , Sellmer (2), Stock (7), Plöhn (1), Kobs (5/davon 2 Siebenmeter), B. Schroedter, Rostock (1), L. Bente (9).

Schiedsrichter: Krüger/Schmidt (Büdelsdorfer TSV/HSG Tarp-Wanderup). – Zuschauer: 230. – Nächster Gegner: VfL Bad Schwartau II (H/Freitag, 20.15 Uhr).

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