Handball-Oberliga HH/SH Frauen : Wattenbek steht nach seinem Meisterstück kopf

Gleich drei Hamburgerinnen schüttelt in dieser Szene Wattenbeks Anne Zellmer (links) ab: Jana Zander, Jessica Inan und die zukünftige Wattenbekerin Selina Krolak (von links).
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Gleich drei Hamburgerinnen schüttelt in dieser Szene Wattenbeks Anne Zellmer (links) ab: Jana Zander, Jessica Inan und die zukünftige Wattenbekerin Selina Krolak (von links).

Der Drittligaaufsteiger gewinnt auch gegen seinen ärgsten Verfolger AMTV Hamburg.

shz.de von
02. Mai 2017, 15:00 Uhr

Nachdem der Drittligaaufstieg des TSV Wattenbek bereits festgestanden hatte, weil er als einziges Team der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein für die 3. Liga gemeldet hat, reichten die Handballerinnen nun auch die sportliche Legitimation nach. Im Topspiel besiegte der Ligaprimus den hartnäckigsten Verfolger AMTV Hamburg mit 36:29 (19:10). Damit krönten die „Peitschen“ ihre beeindruckende Saison am vorletzten Spieltag mit dem Gewinn des Meistertitels.

Mit ihrem enormen Tempospiel stellten die Gastgeberinnen von Beginn an klar, dass sie den Titel unbedingt nach dem letzten Spiel vor heimischer Kulisse am Langenheisch feiern wollten (7:1/10.). Die Wattenbeker 6:0-Defensive hatte das gebundene Angriffsspiel der Gäste vollkommen unter Kontrolle, dahinter entschärfte Torfrau Katharina Kaube alleine im ersten Durchgang 14 Würfe. Zudem glänzte Wattenbek mit einem exzellenten Rückzugsverhalten. Nahezu jeder AMTV-Gegenstoßversuch wurde antizipiert und abgelaufen (15:8/20.). „Genau das wurde vorher angesagt, und damit haben wir dem AMTV schnell den Schneid abgekauft“, erklärte Wattenbeks Co-Trainer Andreas Hörseljau, der den verhinderten Coach Andreas Juhra vertrat. Spätestens als der Spitzenreiter auf zehn Tore davonzog, war alles klar (20:10/31.).

Nach dem Abpfiff gab es dann kein Halten mehr. Die Mannschaft stimmte eine Lobeshymne zu Ehren von Juhra an, der Wattenbek schon vor zehn Jahren in die Oberliga geführt hatte. Obmann Ernst-Werner Jappe verkündete mit einer akrobatischen Einlage: „Heute steht Wattenbek kopf.“

TSV Wattenbek (Tore in Klammern): Kaube, Pahlisch - Lietzau (4), Zellmer (6), Pauli (5), Potratz (4 Siebenmeter), Harms (9), Panck (3), Stegmann (3), Zittlau (1), Schult, Schulte, Kühn (1).

Schiedsrichter: Doose/Kloth (Rendsburg/Kiel). – Zuschauer: 199. – Letzter Gegner 2016/17: HT Norderstedt (A/Sonnabend, 6. Mai, 16 Uhr).


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