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Fussball-Kreisliga Neumünster : Wasbek löst sich vom Tabellenende

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das bisherige Schlusslicht macht mit einem 4:3 in Bokhorst gleich zwei Plätze gut. Tungendorfs Zu-null-Serie geht weiter.

Fußball-Kreisliga-Spitzenreiter SV Tungendorf ist in beeindruckender Form. Am 24. Spieltag fertigte die Elf vom Süderdorfkamp den SV Husberg glatt mit 5:0 ab und feierte damit den fünften (!) Zu-null-Sieg in Serie. Grund zur Freude gab es auch beim bisherigen Schlusslicht SV Wasbek, das sich knapp mit 4:3 in Bokhorst durchsetzte, damit die Rote Laterne an den TuS Nortorf II (0:4 gegen den FC Torpedo) weiterleitete und sich zusätzlich noch am TSV Aukrug (0:2 gegen den TSV Gadeland II) vorbeischob. Eine dramatische Schlussphase gab es zwischen dem VfR II und dem SV Boostedt. Die Gäste drehten dabei noch einen 1:3-Rückstand in ein 4:3.

Aukrug – Gadeland II 0:2 (0:1)

TSV Aukrug: Unrath - Ralfs (63. Hausberger), Erfurt, Schlichting, Michalke, Tietz, A. Müller (53. S. Müller), H. Althaus, Bringmann, Rickert, Reinke-Allais.

TSV Gadeland II: Holstein - A. Törper, Knust (73. Slotosz), Scholz, Hinrichsen, Dose, Siegel, Hamann, Begas, Schlüter, Zibell (73. C. Lemke).

SR: Aydin (Wasbek). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 Begas (16.), 0:2 Tietz (84., Eigentor).

„Wir haben in den ersten 45 Minuten viel zu defensiv agiert und konnten im Spiel nach vorne überhaupt nicht das abrufen, was wir uns vorgestellt hatten“, zeigte sich Aukrugs Spielertrainer Klaus Tietz überhaupt nicht zufrieden mit dem Großteil des Auftritts seiner Equipe, die mit dem 0:1-Halbzeitstand noch gut bedient war. Doch nach dem Wiederbeginn präsentierten sich die Blau-Weißen ganz anders. Denn nun waren sie am Drücker und besaßen ihrerseits reichlich Ausgleichschancen. Die beste vergab Linus Hausberger knapp 20 Minuten vor Schluss, als er Gadeland II-Torwart Dennis Holstein schön umkurvt hatte und das Spielgerät in Richtung leeres Tor schob. Doch plötzlich kam Gästeakteur Jesper Hamann herbeigesprungen und kratzte das Leder noch von der Linie. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Das meinte auch Gadelands Trainer Björn Sehm. Wichtig ist, dass wir jetzt die positive Tendenz der vergangenen Wochen mitnehmen“, resümierte Tietz.

SG Padenstedt – Türkspor 7:2 (4:1)

SG Padenstedt: Stichert - Scheider, Anlauf, Ramm, Stöckhardt, C. Wilk (65. Hartwich), Barck, Breiholz, Steggewentze, Ma. Klein, Dittmann.

Neumünster Türkspor: Soyubelli - Kilic, Akyel (56. Bay), Karagül, Yagmur, Kuscu, Idrizi, G. Aktas, Keser, Ates, K. Korkmaz.

SR: Paetau (Bokhorst). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Scheider (12.), 2:0 Breiholz (19.), 3:0 Ma. Klein (23.), 3:1 Keser (40.), 4:1 Ma. Klein (41.), 5:1 Hartwich (67.), 5:2 Keser (83.), 6:2 Hartwich (86.), 7:2 Ramm (88.).

In einem fairen Duell zweier stark ersatzgeschwächter Teams konnte Padenstedt seine acht Ausfälle deutlich besser kompensieren als Türkspor seine. „Wir waren während des ganzen Spiels besser. Türkspor war überhaupt nicht präsent, und wir haben uns den Sieg auch in der Höhe ganz klar verdient“, befand SGP-Obmann Hans-Georg Eckert. Die gastgebenden „Orangen“ machten im ersten Durchgang ein sehr gutes Spiel und führten folgerichtig bereits in der 23. Minute mit 3:0. Dem konnte auch das „Geschenk“ (O-Ton Eckert) zum 3:1 durch Fatih Keser (40.) nichts entgegensetzen, denn Marcel Klein stellte umgehend den Drei-Tore-Abstand wieder her (41.). „Mit dem 3:0 war eigentlich schon alles klar. In der zweiten Halbzeit war es dann nicht mehr ganz so interessant, auch wenn wir noch einige Gelegenheiten hatten“, berichtete Eckert.

SV Bokhorst – SV Wasbek 3:4 (0:3)

SV Bokhorst: Butenschön - Stange, Blöcker, Gressmann (60. Wittwer), Fisse, Ryll, Quatfasel, Arndt, Ingwersen, Möbius, Glessmann (46. Thiesfeld).

SV Wasbek: Denis - Lenz, Sarikaya, Bülck, Gill, Stephan, Sopjani, Büttner (40. Link), Schmuck (65. Schümann), Wendt, Koch.

SR: Wronski (Bösdorf). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 Büttner (28.), 0:2 Büttner (35.), 0:3 Link (44.), 0:4 Koch (55.), 1:4 Quatfasel (66.), 2:4 Ingwersen (87.), 3:4 Möbius (90./+4).

„Das einzig Positive ist, dass wir nach dem 0:4-Rückstand nicht aufgegeben haben“, sagte der angefressene Bokhorster Obmann Andreas Delfs. Ihn störte besonders die verschlafene erste Hälfte, in der Wasbek zwar kein großartiges Übergewicht, dafür aber eine praktisch 100-prozentige Chancenverwertung aufwies. Daher ging es mit 0:3 aus Sicht des SVB in Kabine. Zwar kämpften und ackerten sich die Grün-Weißen auch nach dem 0:4 durch David Koch (55.) noch einmal auf 3:4 heran, „doch dafür können wir uns auch nichts kaufen“, meinte Delfs, der noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten für sein Team sah.

Husberg – Tungendorf 0:5 (0:3)

SV Bönebüttel-Husberg: Cakar - T. Witt (72. F. Witt), Jeske, Siedler, Marquardt (61. Kröger), Buhrmester, Fürst, Golland, Stoffers, Luth (76. Müllenbach), Velovic.

SV Tungendorf: Pohnke - Voss, A. Stölting, C. Stölting (65. Krauel), Czekay, Nupnau (61. Schlotfeldt), J. Künstler, Tan, Beck, Feigel, (68. Sarau), Ahlert.

SR: Sander (Padenstedt). – Zuschauer: 90. – Tore: 0:1 Czekay (4.), 0:2 Tan (23.), 0:3 Czekay (33.), 0:4 Sarau (85.), 0:5 Sarau (90.).

Mit einer sehr defensiven Grundausrichtung versuchte der SV Bönebüttel-Husberg, dem Ligaprimus das Leben schwer zu machen. Der SVT kam auch tatsächlich nicht so recht in den gewohnten Spielfluss. Doch verstand er es dennoch von Anfang an, die wenigen Lücken und Chancen eiskalt zu nutzen. „Der Spielverlauf mit den frühen Toren hat uns natürlich in die Karten gespielt“, bekannte daher Tungendorfs Übungsleiter Torsten Sötje. Die wenigen, aber zum Teil sehr guten Möglichkeiten der Husberger wusste der stark aufgelegte Gästekeeper Gerrit Pohnke zu verhindern. „Ich bin rundum zufrieden. Wir sind sehr konzentriert, und jeder weiß, worum es geht“, freute sich Sötje, der zudem die Leistung von Referee Thomas Sander aus Padenstedt lobte. Für Tungendorf war es im Übrigen eine gelungene Revanche. Schließlich war das 1:2 im Hinspiel eine der nur drei Saisonniederlagen der Blau-Weiß-Roten.

Ruthenberger SV – Gut Heil 0:1 (0:1)

Ruthenberger SV: Westphal - Munene, Kaya (78. Deniz), Meyer, Pfeifer (46. Schramm), Fischer (65. Albin), Yilmaz, Leinweber, Stawecki, Maier, Uzun.

SC Gut Heil: Reimer - Berger, Matthes, Ergel (44. Rüschmann), Esposito, G. Xhemajli, Bara, Reimers, Szyszkowski (82. Hansen), Saliuki, Babiak (44. A. Xhemajli).

SR: Kupka (Bokhorst). – Zuschauer: 40. – Tor: 0:1 Babiak (36.). – Bes. Vork.: Saliuki (Gut Heil) schießt Foulelfmeter übers Tor (68.).

Eigentlich hatte sich der Ruthenberger SV gegen den Tabellennachbarn Gut Heil viel vorgenommen, doch was blieb, war einzig Ernüchterung. „Bei uns war bis auf die Anfangsphase, in der wir noch die eine oder andere Chance hatten, das ganze Spiel nicht gut. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir ein Tor machen könnten“, gab der enttäuschte RSV-Coach Hans-Jürgen Bröcker zu Protokoll. Die Partie plätscherte über weite Strecken nur so dahin, und Gut Heil präsentierte sich, so Bröcker, „von zwei schlechten Teams als das weniger schlechte“. Nach der Pause waren die „Männer vom Wasserturm“ dann überlegen und hatten ein Chancenübergewicht, sodass die Begegnung auch für Bröcker „einen verdienten Sieger“ hatte.

TuS Nortorf II – FC Torpedo 0:4 (0:2)

TuS Nortorf II: Spilker - Bobsien, Grimm, Thielbörger (76. Klinker), Klammer Sierck, Steen, Nitsch, Sommerfeldt, Wagner, Heiden.

FC Torpedo 76: Rasch - Fund, Hein, Knoche, Gülbay, Borgert, Rantzsch (79. Berisha), Eggers (72. Schümann), Simsek, Gläske (72. Baumann), Grümmer.

SR: Z. Kurtoglu (Wittorf). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 Simsek (4.), 0:2 Gülbay (16.), 0:3 Gülbay (57.), 0:4 Grümmer (65.).

Die Vorzeichen waren für Nortorf II schon vor dem Anpfiff nicht besonders gut. Nicht nur, dass der Tabellenzweite Torpedo beim (neuen) Schlusslicht gastierte; die Blau-Weiß-Roten mussten auch noch gezwungenermaßen auf angeschlagene und kränkelnde Akteure sowie Altligaspieler zurückgreifen. Das Geschehen auf dem Platz war dementsprechend deutlich. „Wir sind mit dem 0:4 noch zufrieden. Torpedo hätte weitaus höher gewinnen können. Aber unser Torwart Mirko Spilker hat hervorragend gehalten“, berichtete der Co-Trainer des TuS Nortorf II, Timmy Rohweder, der aber auch nicht müde wurde, zu betonen, dass sich seine Elf den Umständen entsprechend teuer verkauft hat.

VfR II – SV Boostedt 3:4 (1:1)

VfR Neumünster II: Gabrielides - Beckmann, Seb. Fuhrmann, Amoako, Ju (46. Bogun), Gülbay, J. Fuhrmann, Si. Fuhrmann, Zschimmer, Hartmann (90. Prühs), Grothe.

SV Boostedt: Rousseau - Krämer, Lienhöft, Schröder, Tabert (58. Vogler), Schramm, Wehde, Lehmann (46. Eckhardt), Junkuhn, D. Fanasch, Wziontek (85. Kairies).

SR: Maschewski (Olympia). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Tabert (9.), 1:1 Seb. Fuhrmann (11.), 2:1 Hartmann (50.), 3:1 Grothe (57.), 3:2 Schramm (68.), 3:3 Schramm (71.), 3:4 Lienhöft (90./+3). – Rote Karte: Beckmann (VfR II/68., Tätlichkeit).

Die für VfR II-Coach Carsten Hinrichsen spielentscheidende Szene ereignete sich in der 68. Minute nach dem 3:2-Anschlusstreffer für die Gäste. „Boostedt wollte den Ball schnell haben und unser Spieler Lennart Beckmann ihn nicht hergeben. Dann wurde er geschubst, woraufhin er den Ball einem Boostedter an den Bauch geworfen hat“, schilderte Hinrichsen, der zwar keine Entschuldigung für Beckmanns Aktion suchen wollte, es aber auch gerne gesehen hätte, dass ebenso der Angriff auf Beckmann geahndet worden wäre. Anschließend nahm das Spiel, das bis dahin fest in den Händen der VfR-Reserve gelegen hatte, eine Wende. Nun witterte die Auswärtsmannschaft ihre Chance und markierte kurz darauf den Ausgleich (71.). Danach spielten beide Teams auf Sieg. Während der VfR II in der Schlussminute eine gute Kontermöglichkeit vergab, machte Peter Lienhöft im direkten Gegenstoß den Auswärtsdreier mit einem Sonntagsschuss in den Winkel perfekt.

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