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Handball-Kreisoberligen Mitte : WaBo hat die passende Lösung parat

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nortorfs Frauen sind beim Tabellenführer dicht dran. Bei den Männern profitiert Wift III von Gut Heils Niederlage.

Die HSG WaBo 2011 gab sich auch im vierten Saisonspiel keine Blöße und führt nach einem 27:24 im Kreisderby gegen die HSG 91 Nortorf weiterhin verlustpunktfrei die Tabelle der Frauenhandball-Kreisoberliga Mitte an. Ohne jeden Zähler hingegen bleibt der SV Tungendorf (12:16 beim TSV Wattenbek II), während Gut Heil mit einem 21:21 beim MTV Herzhorn II den ersten Punkt einsammelte. Chancenlos war die Bramstedter TS, die von ihrer 19:32-Packung bei der HSG Horst/Kiebitzreihe keinen Bericht übermittelte.

Bei den Männern hat sich ein Dreikampf an der Spitze entwickelt. Gut Heil verlor das Topspiel beim MTV Herzhorn II mit 25:31, sodass nun wieder der starke Neuling SG Wift III (34:23 gegen die SG Bordesholm/Brügge II) an der Spitze thront – punktgleich mit Herzhorn II und GHN. Mit einem 21:27 bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II kassierte indes die HSG 91 Nortorf im vierten Spiel die dritte Niederlage.

Kreisoberliga Männer

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II – HSG 91 Nortorf 27:21 (9:9). Erneut gestaltete Nortorf ein Spiel zu Beginn noch mit (5:5/18.). Doch nach einer knappen Dreiviertelstunde (17:15/44.) verloren die Gäste in Unterzahl den Anschluss (20:15/47.). Fortan stand sich die HSG 91 selbst im Weg. Zudem verwandelte sie nur fünf von insgesamt neun zugesprochenen Siebenmetern und haderte mit den Gegebenheiten in der Heidesandhalle. „Der Einsatz von Haftmittel ist dort natürlich auch ein Faktor, aber nicht der entscheidende Grund für unsere Niederlage“, zeigte sich Nortorfs Trainer Thies Ahlrichs über eine fehlende einheitliche Regelung über den Backe-Einsatz in der Kreisoberliga enttäuscht.

HSG 91 Nortorf (Tore in Klammern): D. Reese, Schulz - Rousseau, Förster (6/davon 5 Siebenmeter), Stricker (2), M. Reese (2), Siekert, Harbs, F. Reese (2), Bahr (1), Lang (2), Schoon, Janßen (3), Rohwer (3).

Nächster Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf II (H/Sonnabend, 17.15 Uhr).

MTV Herzhorn II – SC Gut Heil 31:25 (11:13). In der ersten Halbzeit arbeitete GHN im Kollektiv und stand gut in der Abwehr. Vorne spielten die Gäste, bis sich Chancen ergaben, und nutzten diese jeweils konsequent (7:5 aus Gästesicht/15.). Auch nach dem Wechsel konnten die „Rothosen“ ihren Zwei-Tore-Vorsprung anfangs behaupten (18:16 aus Gästesicht/38.). „Was danach folgte, bleibt ein Rätsel“, suchte GHN-Coach Mark Stammler nach einer Erklärung, wie daraus in elf Minuten ein 19:23-Rückstand entstand (49.). „Unsere Chancenverwertung war eine Katastrophe, während der Gegner aus den unmöglichsten Positionen traf“, schüttelte Stammler den Kopf.

SC Gut Heil Neumünster: Mannke, Brandt - Tietgen (6/1), Theen (2), Westphal, Velovic, Thomas (3), Neumann (5/2), Woop (2), Steinfeld (2), Hein, L. Müller (3), Hinz (2).

Nächster Gegner: HSG Störtal/Hummeln (A/Sonntag, 17.15 Uhr).

SG Wittorf/FTN III – SG Bordesholm/Brügge II 34:23 (14:12). Die Gäste verschleppten von Beginn an das Tempo, verwandelten ihre Möglichkeiten und verhinderten dadurch die Tempogegenstöße der Hausherren (7:7/19.). „Wir wussten: Wenn wir Tempo spielen, können wir nur hoch verlieren“, erklärte SGBB II-Trainer Eike Rix, der wegen erheblicher Ausfälle selbst auf dem Feld aktiv werden musste. Aber nach einem eindrucksvollen Kempa-Trick im ersten Durchgang war der Bordesholmer Zauber in der zweiten Hälfte verflogen. Rix und Co. scheiterten von Beginn an zu oft an der sehr agilen und stabilen Deckung der Blau-Weißen und fielen dem schnellen Umschaltspiel der SG Wift III zum Opfer (18:12/39.). Die Hausherren konterten ihren Kontrahenten aus – Gegenstoß folgte auf Gegenstoß. Spätestens eine Viertelstunde vor dem Ende lagen die Gäste aussichtslos zurück, und die Vorentscheidung war gefallen (23:13/44.). Wift III-Coach Michael Knapp und Rix waren sich nach der Partie einig. „Es war ein verdienter Sieg – auch in der Höhe“, äußerten sie sich unisono.

SG Wittorf/FTN III: Hübner, Göttsche - Klenz, Schelzig (3), Doose (1), Gau, Puphal (3), Mönke (2), Tomaschewski (10), Steffen (3), Borde (4), Aust (2), Schmitt (4), Reß (2/2).

SG Bordesholm/Brügge II: Möller, Nielsen - Lau (4/1), Thielsen (4/1), Fuhrmann (1), Glumm, Elwardt (1), Koch (7), Sarau (3/3), Scherwinski, Sheibels (2), Rix (1).

Nächster Wift III-Gegner: TSV Alt Duvenstedt (A/Sonnabend, 18 Uhr). – Nächster SGBB II-Gegner: MTV Herzhorn II (H/Sonntag, 18 Uhr).

Kreisoberliga Frauen

MTV Herzhorn II – SC Gut Heil Neumünster 21:21 (10:13). Die Gäste starteten sehr stark, führten mit 5:1 (8.). Doch im Laufe der ersten Halbzeit konnten die Neumünsteranerinnen ihre Spielkontrolle nicht zu einem größeren Vorsprung nutzen. „Leider haben wir zu viele Fahrkarten gelöst“, beschrieb GHN-Coach Ralf Metzlaff den Verlauf bis zur Pause, in der seine Truppe allerdings immerhin noch mit drei Toren Differenz vorne lag. In Hälfte zwei waren zwar weiterhin die Gäste die dominierende Mannschaft und sahen vier Minuten vor Schluss bei einer 21:17-Führung auch wie der sichere Sieger aus. Doch Herzhorn II mobilisierte noch einmal alle Kräfte und kam tatsächlich mit vier Treffern am Stück noch zu einem Punktgewinn, wobei der Ausgleich mit dem Schlusspfiff fiel.

SC Gut Heil Neumünster (übermittelt wurden nur die Torschützinnen): Suhr (3), C. Seidel (3), J. Seidel (3), Szymkowiak (3), Hänfler (3), Leitzke (2), B. Kroll (2), I. Kroll (1), Koeppen (1).
Nächster Gegner: Bramstedter TS (A/Sonntag, 18.30 Uhr).

HSG WaBo 2011 – HSG 91 Nortorf 27:24 (13:11). Der Tabellenführer kam vor heimischer Kulisse besser ins Spiel und setzte sich über 6:3 (11.) auf 9:5 (22.) ab. Bei den Gästen fand kaum Tempospiel statt, auch agierte die Abwehr zu verhalten. Trotzdem ließen sich die Nortorferinnen nicht abschütteln und schlossen bis zum Pausenpfiff wieder bis auf zwei Treffer auf. In der zweiten Halbzeit stellte die HSG 91 die Einheimischen mit einer offensiveren Abwehrvariante und Manndeckung vor neue Aufgaben (15:14/35.). Zwar hatte WaBo dafür eine passende Lösung parat, aber machte sich mit eigenem halbherzigen Abwehrverhalten das Leben schwer. Nortorf verwandelte konsequent die resultierenden Strafwürfe vom Punkt in Zählbares und blieb dran (19:18/47.), aber kam bis zuletzt nicht darüber hinaus (25:24/59.). „Wir wurden das erste Mal richtig gefordert. In den wichtigen Momenten haben wir eine entscheidende Schippe draufgelegt und so bewiesen, dass wir zu Recht Tabellenführer sind“, fasste WaBo-Trainer Tim Hildebrandt zufrieden zusammen. Sein Gegenüber Mario Schlüter bilanzierte: „Wir haben nicht schlecht gespielt, aber trotzdem nie das Erwartete umgesetzt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich meiner Mannschaft zu viel zutraue oder wir bereits am Limit spielen.“

HSG WaBo: Kanopka, Pendzig - Schultz (5/4), M. Henningsen (7), Knauft (7), Wegner (2/1), Harder (2), Heisch (3), Bass (1), Fümel, Kölsch.
HSG 91 Nortorf: Strebelow, Bruhn - K. Fock, Voß, Clausen, Hildebrandt (5/3), Stoffers (2), Wittmaack, Wollny (2), Böhmfeldt (12/9), N. Fock, Heutmann (2), Albrecht (1), Franck.
Nächster WaBo-Gegner: HSG Horst/Kiebitzreihe (A/Sonnabend, 16.15 Uhr). – Nächster Nortorf-Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf II (H/Sonnabend, 15.30 Uhr).

TSV Wattenbek II – SV Tungendorf 16:12 (6:4). Von diesem Spiel wurde lediglich die SVT-Statistik übermittelt.

SV Tungendorf: Gallus - Säring, Neumann (6), Holm (1), Wiese, Henne, Berndt, Dose (1), Zastrow (1), Ruzic, Riepen (1), Berg (2), Beucker.

Nächster Gegner: MTV Herzhorn II (H/Sonntag, 16.10 Uhr).

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