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Pferdesport : VR Classics werden immer jünger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Junioren Philip Koch aus Tasdorf und Teike Carstensen aus Sollwitt wollen in Neumünster am Thron der Springsportstars rütteln.

Als Philip Koch (17) und Teike Carstensen (16) zur Welt kamen, war das internationale Reitturnier VR Classics in den Neumünsteraner Holstenhallen fast 50 Jahre alt. Beide konnten vielleicht gerade laufen, als sie erstmals Turnierluft beim Kult-Ereignis des Pferdesports in Schleswig-Holstein schnuppern durften. Vom 12. bis zum 15. Februar wollen die beiden Junioren am Thron der Springsportstars aus 15 Nationen rütteln. „Riesig gefreut“ hat sich Teike Carstensen zu Hause im nordfriesischen Sollwittfeld, als die Startgenehmigung eintraf, und der Tasdorfer Philip Koch findet einfach, dass es „eine Riesenehre für Teike und mich“ sei.

Bei jedem internationalen Turnier in Deutschland werden zwei Jungtalente durch die Bundestrainer benannt, selten sind die Kandidaten so jung wie in Neumünster. Für Carstensen, die zuvor im Ponychampionat der Pferdestadt Neumünster und im Jugend-Team-Cup dabei war, ist es die internationale Premiere beim CSI. Natürlich kommt die ganze Familie mit: von der Oma bis zur Schwester. Munter plaudert die Siegerin des Bundesnachwuchschampionats 2014 drauflos: „Ich habe ein neues Pferd dabei: Cajado, einen elf Jahre alten Hengst, den der Holsteiner Verband mir zur Verfügung gestellt hat.“ Sie hat durchaus einen Plan: zum Beispiel den Profis zugucken, wie die in der Abreitehalle genau passend zum Sprung reiten oder überhaupt das Warm-Up gestalten. „Jeroen Dubbeldam galoppiert immer sehr lange“, hat die junge Amazone etwa beim Weltmeister beobachtet.

Sich etwas abgucken, das praktiziert auch Koch gern. Im vergangenen Jahr durfte er erstmals international bei den VR Classics starten. Der zweimalige Deutsche Meister der Junioren gewann 2014 den Nationenpreis im niederländischen Wierden und war im Championat von Redefin hoch platziert. Jetzt freut sich der Schüler des Humboldt-Gymnasiums auf das Turnier in Neumünster. „Ich bringe Cracker Jack und Candiro mit, die ich in Schwerin zum ersten Mal nach langer Pause geritten habe. Glücklicherweise habe ich verständnisvolle Lehrer, die es möglich machen, meinen Sport auszuüben.“ Nicht immer passt ein Turnier zum Stundenplan. Aber „das Gefühl, wenn alle mitfiebern, sogar die ganze Halle stöhnt, weil ich am letzten Sprung einen Fehler habe“, das möchte Philip Koch nicht missen – der Fehler allerdings ist verzichtbar ...

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