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FUSSBALL-KREISLIGA NEUMÜNSTER : Vier Teams punktgleich an der Spitze

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Boostedt bringt Padenstedt die erste Niederlage im Jahr 2013 bei. Auch der FC Torpedo schließt auf. VfR II gibt die Rote Laterne an Wasbek zurück.

Die Konstellation an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga bleibt sehr interessant. Während Ligaprimus SV Tungendorf spielfrei blieb (die Partie in Bokhorst wurde auf den 3. Oktober verlegt), verpasste es Verfolger SG Padenstedt durch eine 0:1-Niederlage gegen den SV Boostedt, die Tabellenführung zu übernehmen. Boostedt konnte dadurch genauso wie der siegreiche FC Torpedo 76 (5:3 beim TSV Aukrug) punktemäßig mit dem SVT und der SGP gleichziehen (je 18 Zähler). Nur zwei Punkte dahinter lauert der Fünftplatzierte PSV II, der sich knapp mit 1:0 bei Gut Heil durchsetzte. Wieder am Ende des Klassements angelangt ist der SV Wasbek, welcher im Kellerderby bei der VfR-Reserve unterlag (0:3).

Padenstedt – Boostedt 0:1 (0:0)

SG Padenstedt: Wöbcke - Andres (46. Voels), Burow, Stöckhardt, C. Wilk, Barck, Breiholz (82. Hinz), Steggewentze, Ma. Klein, Callsen (58. A. Wilk), Hartwich.

SV Boostedt: Gaycken - Krämer, Lienhöft, Schröder, Plath, Schramm, Kruse, Wehde (83. Lehmann), Junkuhn, D. Fanasch, Bohnhoff (79. Eckhardt).

SR: Geissler (Bad Segeberg). – Zuschauer: 70. – Tor: 0:1 Lienhöft (67.).

Nun ist es doch noch passiert: Die SG Padenstedt ereilte die erste Ligapleite im Jahr 2013. Gegen die tief stehenden und taktisch gut eingestellten Boostedter konnte die SGP bis zum gegnerischen Strafraum in Ruhe Fußball spielen, dort jedoch war Endstation. „Wir haben es nicht geschafft, unsere optische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Unser Sturm kam überhaupt nicht zur Entfaltung. Ein Unentschieden wäre aber gerechter gewesen“, resümierte SGP-Obmann Hans-Georg Eckert, der sich auf Grund der attraktiven Tabellenkonstellation ein ansehnlicheres Geschehen vorgestellt hatte.


SC Gut Heil – PSV II 0:1 (0:0)

SC Gut Heil: Reimer - Rüschmann, Matthes, Grund Ergel, G. Xhemajli, S. Bara (86. Tosyali), Hansen, Hyseni, Soldat, Babiak.

Polizei-SV Union II: Spantig - Adrian, Hoffmann, F. Schenzer, T. Valentin, Puphal, Seipt, Mercan (88. Reichow), Schreiber (65. Nützel), Zielinski, Topcu (65. Will).

SR: Sternberg (Wasbek). – Zuschauer: 35. – Tor: 0:1 Will (77.).

Gut Heils Obmann Dennis Keyser war nach Spielende kaum einzukriegen und suchte auch noch einmal das Gespräch mit Referee Torsten Sternberg (Wasbek). Auslöser war die Entstehung des entscheidenden Treffers von Sascha Will (77.). „Das war ganz klares Abseits. Der Schiedsrichter hat diese Partie entschieden“, schimpfte Keyser, der darin bereits die vierte Fehlentscheidung zu Ungunsten seiner „Rothosen“ binnen kürzester Zeit ausmachte. Der maue Kick gegen die „Ordnungshüter“, der für die Schaulustigen fast ausschließlich Mittelfeldgeplänkel bereithielt, hätte seiner Meinung nach keinen Gewinner verdient gehabt.



TSV Aukrug – FC Torpedo 3:5 (1:2)

TSV Aukrug: Schmuck - Rickert, Michalke, Tietz, Baltruschat, Muhlack (85. Müller), Braun (69. S. Althaus), H. Althaus, Bringmann, Jacobs, Erfurt.

FC Torpedo 76: Hagen - Harder, Fund (75. Matthis), Knoche, Gülbay, Borgert, Eggers, Uzun, Juckel (61. Baumann), Willers, Gläske (75. Schümann).

SR: Z. Kurtoglu (Wittorf). – Zuschauer: 45. – Tore: 0:1 Eggers (2., Handelfmeter), 0:2 Gülbay (25.), 1:2 C. Jacobs (33.), 1:3 Gülbay (60.), 1:4 Gülbay (67.), 1:5 Baumann (85.), 2:5 C. Jacobs (67.), 3:5 Müller (89.). – Gelb-Rote Karte: Baltruschat (Aukrug/71., Hand- und Foulspiel).

Durch einen umstrittenen Handelfmeter ging Torpedo schnell in Führung und warf damit die taktischen Überlegungen der Aukruger über den Haufen. Mit fortschreitender Spieldauer rechtfertigten die „Taubenträger“ die Führung aber und erhöhten auch folgerichtig. Dennoch gab sich der TSV Aukrug nicht auf und besaß vor der Pause mehrere Ausgleichschancen. Im zweiten Durchgang machten die nun deutlich stärkeren Gäste aber bald alles klar, sodass Aukrug nur noch Ergebniskosmetik betreiben konnte. „Kompliment an unsere Mannschaft, dass sie sich trotz Unterzahls entgegenstemmte und das Ergebnis in Grenzen hielt“, lobte Aukrugs Pressesprecher Michael Steuermann die Moral seiner „Zehn“.


Husberg – Gadeland II 2:2 (0:0)

SV Bönebüttel-Husberg: Schmidt - Jeske, Siedler (46. Heinrich), Marquardt, Fürst, Dittmer, Herbers, Stoffers (77. F. Witt), Tas, Velovic, von Ahrentschildt.

TSV Gadeland II: Macher - Slotosz (70. Kullick), Gräfe, A. Törper, Scholz, Hinrichsen, Dose, Hamann (77. Schlüter), Lenz, Schulz (61. Koch), Zibell.

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 70. – Tore: 0:1 Schulz (56.), 1:1 Marquardt (79.), 1:2 Lenz (87.), 2:2 Tas (90./+3). – Rote Karte: Dose (Gadeland II/20., Notbremse).

Die Vorgabe von Trainer Andreas Evers, einen ruhigen Spielaufbau aus einer sicheren Defensive heraus zu praktizieren, setzte Husberg über weite Strecken gut um. Doch angesichts der Tatsache, dass die Gäste bereits ab der 20. Minute nummerisch unterlegen agierten, lief zu wenig zusammen: „Für 70 Minuten Überzahl war das nicht genug. Wir haben nach vorne zu wenig Druck aufgebaut“, fand Evers, der sein Team aber für die gute Moral nach dem späten 1:2 lobte und auf Grund des Last-Minute-Ausgleichs durch Yasin Tas (90./+3) dann schließlich doch von einem „Punktgewinn“ sprach.


VfR II – SV Wasbek 3:0 (1:0)

VfR Neumünster II: Amoako - Beckmann, Seb. Fuhrmann (83. Ergel), Okyne (20. Yimele), Akcicek, Gülbay, Visan, Si. Fuhrmann (58. Hartmann), Yilmaz, Dumitrica, Ju.

SV Wasbek: Voigt - Dahmke, Gill, P. Rüdiger, von der Mehden (63. Slotosz), Lenz, Sopjani, Büttner (46. Packhäuser), Braker (86. M. Rüdiger), Schümann, Wollny.

SR: Kurnaz (Torpedo). – Zuschauer: 30. – Tore: 1:0 Beckmann (4., Foulelfmeter), 2:0 Yilmaz (70.), 3:0 Yilmaz (83.).

In einer sehr einseitigen Partie hatte der SV Wasbek dem VfR II nicht viel entgegenzusetzen und musste sich am Ende wohl noch glücklich schätzen, dass die Pleite nicht höher ausgefallen war. Denn vor dem Tor präsentierte sich die „Veilchen“-Reserve nicht gerade kaltschnäuzig. „Wir hätten im Abschluss viel konsequenter sein und um einige Treffer höher gewinnen müssen“, befand VfR II-Trainer Matthias Hansen. Seiner Aussage zufolge brachte der SVW wenig bis gar nichts zu Stande: „Wir waren während des ganzen Spiels überlegen. Wasbek hat nur einmal auf unser Tor geschossen und kam kaum in unsere Hälfte.“


Ruthenberg – Türkspor 4:2 (2:1)

Ruthenberger SV: F. Westphal - Schilling, Beisel, Bröcker, Schramm, Fischer (69. Brunst), Pfeifer (46. Wilm), Rall, Sienknecht, Maier, Acar (46. Eitner).

Neumünster Türkspor: Ceylan - Yagmur, Güngörenler, Erkam Simsek, Kuscu (74. Ensar Simsek), G. Aktas, Yurtseven (46. K. Korkmaz), Keser, Kan (46. Özdemir), Tas, Akyel.

SR: Paetau (Bokhorst). – Zuschauer: 25. – Tore: 1:0 Sienknecht (4.), 1:1 Güngörenler (10.), 2:1 Sienknecht (36.), 3:1 Rall (68.), 3:2 Güngörenler (83.), 4:2 Rall (84.). – Bes. Vork.: F. Westphal (Ruthenberg) pariert Foulelfmeter von Tas (78.).

In einem Spiel auf sehr gutem Kreisliganiveau kamen die wenigen Zuschauer voll auf ihre Kosten. Es ging rauf und runter, gab jede Menge Torraumszenen, und am Ende setzte sich das Team durch, das nicht nur mehr Chancen hatte, sondern auch den größeren Willen an den Tag legte. Ruthenbergs Vorsitzender Helmut Röhrs kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: „Es stimmte bei uns von hinten bis vorne. Wir haben eine tolle Mannschaftsleitung gezeigt.“ Sonderlob gab es nicht nur für den überragenden Dieter Rall, sondern auch für Keeper Florian Westphal, der nicht nur einen Foulelfmeter von Yavuz Tas parierte (78.), sondern auch ansonsten eine starke Leistung bot.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 13:00 Uhr

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