Jugendfussball : VfR wahrt allerletzte Titelchance

Guter Mann: Kaltenkirchens Luis Eising (Mitte) behauptet sich mit vollem Durchsetzungsvermögen gegen Yasin Diler (rechts) vom VfR. Dessen Teamkamerad Rune Kulig schaut derweil besorgt in Richtung Rasensport-Gefahrenzone.
Guter Mann: Kaltenkirchens Luis Eising (Mitte) behauptet sich mit vollem Durchsetzungsvermögen gegen Yasin Diler (rechts) vom VfR. Dessen Teamkamerad Rune Kulig schaut derweil besorgt in Richtung Rasensport-Gefahrenzone.

Rasensport gewinnt in der A-Junioren-Landesliga gegen Pansdorf knapp. SVT bietet dem D-Junioren-Meister Paroli.

shz.de von
12. Juni 2018, 11:00 Uhr

Kurz vor Beginn der Fußball-WM ist für Neumünsters in der Verbandsliga Süd-West spielenden D-Jugend-Kicker die Punktrunde beendet. Die Spieler des VfR, die gegen die Kaltenkirchener TS mit 1:3 unterlagen, dürfen nun die Beine hochlegen. Der SV Tungendorf, der daheim dem Meister SV Henstedt-Ulzburg mit 3:4 unterlag, möchte am 29. Juni im Pokalfinale bei der SG Boostedt/Großenaspe die Saison noch mit einem Titel veredeln. Dieser ist für die A-Junioren des VfR, die den TSV Pansdorf mit 2:1 in die Schranken wiesen, in der Landesliga Holstein immer noch im Bereich des Möglichen. Dafür müsste Rasensport aber die beiden noch ausstehenden Spiele gegen den VfL Oldesloe und den Tabellenzweiten Preetzer TSV aller Voraussicht nach gewinnen und von einem Ausrutscher des TSV Bargteheide profitieren. Der Spitzenreiter muss bei der SG Rönnau/Segeberg antreten und darf maximal nur ein Unentschieden erzielen, wenn Rasensport noch vorbeiziehen will.

A-Junioren

VfR Neumünster – TSV Pansdorf 2:1 (1:0). Durch den Sieg hat Rasensport seine theoretischen Titelchancen gewahrt. „Wir spielen unsere Spiele und gucken dann, was am Ende dabei herauskommt“, sagte VfR-Coach Abdul Yilmaz nüchtern. Für Yilmaz und seinen Trainerkollegen Emmanuel Amoako genieße die Entwicklung der Spieler – trotz durchaus vorhandener sportlicher Ambitionen – weiterhin Priorität. Und diese Entwicklung sei positiv. Das zeigte auch das Duell mit dem starken Tabellensechsten. Die Heimelf dominierte, versäumte es jedoch abermals, früher für die Entscheidung zu sorgen. „So blieb das Spiel lange recht offen, gerade weil generell nach einem Standard ja immer etwas passieren kann“, sagte Yilmaz. Das Gegentor zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Janik Jalas fiel passend zu seiner Aussage nach einem solchen Standard in der 49. Minute (Eckstoß). Dass diese eine Unachtsamkeit aber keine Punktverluste zur Folge hatte, lag auch an Sefa Cakir und Magnus Philippsen. Erstgenannter hatte mit einer schönen Einzelleistung für das 1:0 gesorgt (28.), der eingewechselte Philippsen nach Eamon Schäffers Flanke per Kopfball das siegbringende 2:1 markiert (55.).

VfR Neumünster: Papadoudis – Hirsch, Möller, Kracht, Bührmann, Becker, Milz, Prien, Rantzsch, Schäffer, Cakir; eingewechselt: Scheithauer, Philippsen, Kruse, Thullesen.

Nächster Gegner: VfL Oldesloe (A/morgen, 19 Uhr).

D-Junioren

SV Tungendorf – SV Henstedt-Ulzburg 3:4 (3:4). Ohne den urlaubenden Chefcoach Felix Ahlert lieferte der von Co-Trainer Jens Schulze betreute SVT dem Ligaprimus einen großen Kampf. Die Gäste, im Hinspiel noch souveräner 3:1-Sieger, mühten sich zum Sieg, der HU den Titel bescherte. „Man hat unserem Gegner den Druck, gegen uns siegen zu müssen, schon angemerkt“, sagte Schulze. Dessen Team verlangte dem Favoriten alles ab. „Es war wirklich eine intensive und hochklassige Begegnung“, meinte Schulze und zeigte sich insbesondere beeindruckt vom Auftreten seiner Mannschaft. Diese fand nur gegen einen Angreifer der Gäste, der alle vier Treffer seines Teams erzielte (6./12./17./26.), kein Gegenmittel. Spielerisch aber stellten die Gastgeber sogar das bessere Team. Ein Remis hätte den Kräfteverhältnissen eher entsprochen. Doch die Tore von Lukas Freitag (5./8.) und Kjell Habeck (29.) reichten am Ende nicht ganz. „Wir haben dennoch eine tolle Entwicklung genommen. Das hat man auch diesmal wieder gesehen“, war Schulze trotz der knappen Niederlage zufrieden.

SV Tungendorf: Sielaff – Lucassen, Jacholke, Koepsell, Evers, Bernabei, Jansa, Freitag, Schulze; eingewechselt: Habeck.
Nächster Gegner: SG Boostedt/Großenaspe (A/Freitag, 29. Juni, 17 Uhr/Kreispokalfinale).

VfR Neumünster – Kaltenkirchener TS 1:3 (0:1). Auch die letztlich siegreiche KT schielte noch mit einem Auge in Richtung Titelgewinn. Zwar erledigten die Segeberger ihre Hausaufgaben, waren aber auf Mithilfe des SV Tungendorf angewiesen, der gegen Henstedt-Ulzburg aber knapp das Nachsehen hatte. Der Sieg der Gäste war hart erkämpft, weil sich der VfR, der einen Tag zuvor den ALS-Cup in Rencks Park gewonnen hatte, als hartnäckiger Konkurrent erwies. „Wir standen hinten gut, haben im Mittelfeld gut verschoben, nur unsere Torchancen nicht genutzt“, bilanzierte Rasensport-Trainer David von der Mehden. Zwei Mal Maxim Jedich und Linus Goldmann hatten vor dem 0:1, das in der 22. Minute fiel, die Chance auf den Führungstreffer ausgelassen. „Nach dem Wechsel haben wir uns dann allerdings nur noch wenige klare Gelegenheiten erspielt“, räumte auch der VfR-Coach ein, dass der Erfolg für Kaltenkirchen nicht unverdient war. „Joker“ Paul Boxberger gelang kurz vor dem Spielende immerhin mit seinem Treffer zum 1:3 noch die verdiente Ergebniskosmetik (58.).

VfR Neumünster: Hansen – Peters, Bente, Keidel, von der Mehden, Diler, Jedich, Kulig, Goldmann; eingewechselt: Goldboom, Boxberger, Radajewski.

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