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Fussball-Regionalliga Nord : VfR-Trainer Erkenbrecher nach erstem Sieg begeistert: „Ein Fußballwunder“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ist bei den Rasensportlern jetzt der Knoten geplatzt? Torwart Hesse fungiert als Glücksbringer.

Sieben Jahre hatte er in verschiedenen Positionen für den VfL Wolfsburg gearbeitet, sieben Mal hatte er mit seinem jetzigen Verein VfR Neumünster vergeblich auf den ersten Sieg gehofft. Gestern war es endlich so weit: Ausgerechnet im Duell mit seinem Ex-Club und dem Titelaspiranten Nummer 1 zugleich gelang Rasensport-Trainer Uwe Erkenbrecher der erste „Dreier“. Der 59-Jährige sprach gar von einem „Fußballwunder“ in einem „sehr emotionalen Spiel, das für mich auch etwas Besonderes war“. Erkenbrecher wollte mit seiner Freude verständlicherweise nicht hinterm Berg halten. „Dieser Erfolg ist ein tolles Erlebnis, das wir genießen“, bekannte er – ohne jedoch seinen Ex-Verein zu vergessen: „Ich halte Wolfsburg II im Titelrennen die Daumen.“ Bei seiner aktuellen Mannschaft habe besonders die Einstellung gestimmt, erklärte Erkenbrecher. „Wir haben alles in die Waagschale geworfen und auch das nötige Quäntchen Glück gehabt, unter anderem bei den insgesamt 28 Standards gegen uns“, betonte der Übungsleiter, der mit dem VfR auf Platz 15 kletterte und dabei die 30-Punkte-Marke knackte.

Mit vier Umstellungen war Erkenbrecher ein hohes Risiko gegangen, unter anderem brachte er den wieder genesenen Stammkeeper Marcus Hesse für den zuletzt – mit Ausnahme des Cloppenburg-Spiels (1:2) – definitiv nicht enttäuschenden Marc Aaron Kassler. „Hesse hat mit seinen Führungsqualitäten einen sehr großen Anteil am Sieg über Wolfsburg II“, meinte der Coach. Der 30-jährige Schlussmann fungierte zudem als eine Art Glücksbringer, hatte Hesse doch auch beim bislang letzten Sieg, einem 2:0 beim VfB Oldenburg am 8. Dezember des Vorjahres, zwischen den Pfosten gestanden, ehe er anschließend wegen einer Knie-OP ein weiteres Mal lange ausgefallen war. Es war jener 8. Dezember, an dem Wolfsburg II übrigens bis gestern letztmals verloren hatte (0:2 gegen Goslar). So schloss sich also ein Kreis.

Der prominente Gästecoach Valérien Ismaël trug die Pleite mit Fassung („Es gibt halt solche Tage.“) und sprach angesichts des komfortablen Vier-Punkte-Vorsprungs seiner Truppe davon, die VfL-Reserve habe einen Joker aus der Hand gegeben. „Wir haben allerdings nach wie vor alles selbst in der Hand“, meinte der Deutsch-Franzose, der neben seinem Kapitän Julian Klamt (Gelbsperre) auch den zweitbesten Torschützen Justin Eilers (17 Saisontreffer) ersetzen musste. „Bei Eilers wollten wir kein Risiko eingehen, nachdem er einen Schlag aufs Knie bekommen hatte. Schließlich hatte die Partie in Neumünster für uns keinen Endspielcharakter.“

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erstellt am 05.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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