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Fussball-Regionalliga Nord : VfR kündigt Personalien an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Morgen sollen Neuzugänge vorgestellt werden. Jakubowski lassen die Braunschweiger Bierduschen kalt.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2014 | 18:00 Uhr

„Was ist denn nun mit Wilhelmshaven?“ Mehr als einmal ist unsere Redaktion in den vergangenen Tagen und Wochen gefragt worden, welche Auswirkungen die (Sport-)Gerichtsprozesse der Jadestädter auf den VfR haben würden. Immer wieder mussten die Rasensport-Fans beschwichtigt werden: Sollte der SVW noch vor irgendeinem Richter dieser Welt Gnade finden, würde die Regionalliga Nord 2014/15 mit 19 Teams spielen. Derlei Thesen können den Lila-Weißen nun egal sein, denn sie haben dank eines 1:1 bei Braunschweig II endgültig auch sportlich die Klasse gehalten.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, mit einer Mannschaft jemals eine solche Saison gespielt zu haben“, sagte VfR-Trainer Uwe Erkenbrecher, der nach dem Aus von Ervin Lamce und anschließend Helmut Szpadzinski in den letzten elf Saisonspielen als Hauptverantwortlicher agierte und in diesem Zeitraum acht Pünktchen holte. Es reichte zum Klassenerhalt, weil andere noch schwächer waren und die Unzulänglichkeiten der „Veilchen“ nicht zu nutzen wussten. Ganze 32 Tore reichten Rasensport zum Ligaverbleib – drei weniger als im Vorjahr, als der VfR noch stolzer Sechster geworden war. „Uns fehlt eine Waffe“, stellte Erkenbrecher nach dem finalen Auftritt fest. „Wir waren klar überlegen, doch zu wenig effektiv“, meinte der 59-Jährige. Aber Erkenbrecher sah auch Positives. Er bezeichnete sein Mittelfeld mit Christian Rave, Finn Thomas und Kevin Schulz als „homogen und stabil“, nannte es „eine gute Basis“. Ein Sonderlob bekam Verteidiger Yannik Jakubowski, der vor den Augen von Braunschweigs Profitrainer Torsten Lieberknecht überzeugte. „Ich hatte gedacht, Lieberknecht würde Jakubowski gleich mit einem Zweitligavertrag ausstatten“, schmunzelte Erkenbrecher und ergänzte: „Es kann doch nicht sein, dass Jakubowski nun unterklassig weiterkicken will.“ Der 23-Jährige wird nach eigenem Bekunden wohl zum Kieler Kreisligameister FC Kilia wechseln. Jakubowski, der von Eintracht-Fans während der zweiten Halbzeit und auch nach dem Abpfiff aufs Korn genommen wurde, ließen die Bierduschen kalt. „Das interessierte mich nicht“, sagte der Ex-Holsteiner. Rückblickend auf die schwierige Spielzeit bilanzierte Jakubowski: „Wir können jetzt einen Strich machen, da wir sportlich nicht abgestiegen sind. Aber die Saison sollte eine Lehre für uns alle sein – für uns Spieler und den Verein.“

Beim VfR soll jetzt die „Neuzeit“ eingeläutet werden. Auf einer morgigen Pressekonferenz werden weitere Personalien bekannt gegeben, unter anderem dürfte die Vertragsverlängerung mit Erkenbrecher thematisiert werden. Zudem sollen laut Noch-Vereinsboss Detlef Klusemann ein gestandener Torhüter (Holstein Kiels Daniel Strähle?) als Ersatz für den zu Stahl Riesa zurückkehrenden Marcus Hesse sowie ein Feldspieler vorgestellt werden. Einer der Letzteren könnte Mittelfeldmann Emanuel Bento oder Angreifer Haris Huseni (beide SV Eichede) sein. Erkenbrecher betonte derweil noch einmal ausdrücklich, dass sowohl Verteidiger Amando Aust als auch Mittelfeldspieler Kevin Schulz unbedingt gehalten werden sollen.

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