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Fussball-Regionalliga Nord : VfR hat einen klaren Auftrag

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner müssen beim Tabellenletzten FT Braunschweig dreifach punkten.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2014 | 19:30 Uhr

Innerhalb von nur acht Tagen bekommt es der VfR Neumünster mit den beiden Extremen der Fußball-Regionalliga Nord zu tun. Ehe sich in der kommenden Woche der souveräne Spitzenreiter Hamburger SV II an der Geerdtsstraße vorstellt, muss Rasensport (10 Punkte/13:21 Tore) morgen im Rahmen des zwölften Spieltags beim Schlusslicht FT Braunschweig (6/9:23) ran. Der Anpfiff im Prinzenpark ertönt um 15 Uhr.

Als es vor der Saison darum ging, die Namen der heißesten Abstiegskandidaten zu benennen, da standen Lila-Weiß und der amtierende Vizemeister der Oberliga Niedersachsen bei vielen ganz oben auf der Liste. Wahnsinnig falsch lag ganz offensichtlich niemand, der das getippt hatte. Die gastgebenden Freien Turner, die die seltenen Vereinsfarben Braun-Weiß gewählt haben, kassierten zuletzt ein 1:7 beim ETSV Weiche, hinterließen in Flensburg einen desolaten Eindruck. „Aber genau das macht unseren morgigen Gastgeber so gefährlich“, weiß auch VfR-Trainer Uwe Erkenbrecher, dass der angeschlagene Boxer FT Braunschweig ein undankbarer Kontrahent ist. Überdies haben die von Uwe Walther trainierten Niedersachsen auch schon Ergebnisse hingelegt, die für großes Erstaunen sorgten: Beim VfB Oldenburg entführten sie nach einem 0:3-Pausenrückstand noch ein 3:3, bei Hannover 96 II gab es nach einem 0:1 zur Halbzeit noch einen 2:1-Sieg. Dennoch: Das Team der FT Braunschweig ist für Regionalligaverhältnisse eine Mannschaft der Namenlosen oder – wie Erkenbrecher sie bezeichnet – „eine Gute-Laune-Truppe in einem Gute-Laune-Verein mit einer wunderschönen Sportanlage“. Den klangvollsten Namen im Kader hat Torhüter Daniel Reck. Der 25-Jährige ist der Sohn des langjährigen Erstligakeepers Oliver Reck (Werder Bremen, Schalke 04), der heute den Zweitligaclub Fortuna Düsseldorf trainiert. Überregionale Beachtung erlangten die Freien Turner Mitte August, als sie im DFB-Pokal gegen den Erstligaaufsteiger 1. FC Köln antraten und sich beim 0:4 ordentlich verkauften. Zudem dürfen sie sich auf die Fahne schreiben, innerhalb von nur einem Jahr von der Landes- in die Regionalliga durchmarschiert zu sein.

„Wir müssen gut arbeiten, besser sein und die Punkte einfahren“, lautet die Marschroute von VfR-Coach Erkenbrecher, der einen „Dreier“ in Braunschweig als „klaren Auftrag“ bezeichnet. „Schließlich müssen wir aufpassen, dass wir nicht den Kontakt zum Tabellenmittelfeld verlieren“, ergänzt der 59-Jährige, dessen Elf aus den vergangenen vier Partien nur einen einzigen Zähler geholt hat.

Knifflig könnte die Aufgabe für Rasensport deswegen sein, weil drei Stammkräfte in der Defensive ausfallen: Bodo Bönigk, Patrick Nagel und Nils Winter. Besonders bitter ist die Situation Nagels. Der Kapitän hatte seine Innenbanddehnung im Knie gerade überstanden, da trat er in dieser Woche beim Training in ein Loch und knickte um. Seine Zwangspause verlängert sich also voraussichtlich um ein bis zwei Wochen. Noch nicht endgültig entschieden ist beim VfR die Personalie Conrad Azong. Der vereinslose, zuletzt für den SC Victoria Hamburg tätige Angreifer wird möglicherweise in der kommenden Woche einen Vertrag an der Geerdtsstraße unterzeichnen.

VfR Neumünster: Springer - Zekjiri, Gavric, Olthoff, Durak - Schlagelambers - Laabus, Ingreso, Tenno - Bento (Abou-Khalil), Kramer. – Auf der Bank: Kassler - Schäfke, Pino Tellez, Grothe, Alioua, Kuscu (Aboagye). – Es fehlen: Bönigk (Gelbsperre), Harrer (Zerrung), Nagel (Knöchelverletzung), Winter (Oberschenkelprellung). – SR: Senning (Marklohe). – Letzte Duelle: Der VfR trifft erstmals in seiner Vereinsgeschichte auf die FT Braunschweig. – Courier-Tipp: VfR gewinnt mit 2:1. – Außerdem spielen (in Klammern Courier-Tipps): heute, 14 Uhr: Hamburger SV II – Hannover 96 II (2:2); morgen, 14 Uhr: FC Eintracht Norderstedt – Werder Bremen II (2:3), Goslarer SC 08 – BV Cloppenburg (2:1); morgen, 15 Uhr: VfB Oldenburg – Lüneburger SK Hansa (1:2); Montag, 20.15 Uhr (live im TV bei Sport 1): SV Meppen – FC St. Pauli II (1:1). – Gestern Abend spielten: TSV Havelse – BSV Schwarz-Weiß Rehden 3:0, VfB Lübeck – Eintracht Braunschweig II 0:1. – Bereits zuvor absolviert: ETSV Weiche Flensburg – VfL Wolfsburg II 3:2.

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