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FUSSBALL-REGIONALLIGA NORD : VfR gibt langsam Rätsel auf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Rasensportler verlieren auch ihr viertes Heimspiel. Spitzenreiter Goslarer SC trifft bei seinem 4:0 vor 575 zahlenden Zuschauern bereits vor der Pause drei Mal.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Neumünster | Zu Hause ist es immer noch am schönsten – sollte man meinen. Doch das scheint für den VfR Neumünster derzeit nicht zu gelten. Im vierten Heimspiel in der laufenden Saison in der Fußball-Regionalliga Nord setzte es gestern die vierte Niederlage. Gegen den Tabellenführer Goslarer SC 08 unterlagen die „Veilchen“ mit 0:4 (0:3) und kassierten dabei bereits die Saison-Gegentore Nummer 11 bis 14 auf eigenem Geläuf. VfR-Trainer Ervin Lamce setzte dabei auf dieselbe Startelf, die noch eine Woche zuvor beim SC Victoria Hamburg in überzeugender Manier den ersten Sieg der Spielzeit 2013/14 eingeleitet hatte (3:1).

Gleich zu Beginn hatten die Gastgeber gestern eine Schrecksekunde zu überstehen, als Innenverteidiger Amando Aust einen Kopfball von GSC-Angreifer Marius Kleinsorge mit allerletztem Einsatz von der Linie kratzen konnte (3.). Der Torjubel der Gäste war da noch verfrüht. Auch die Neumünsteraner beteiligten sich durchaus mit Offensivdrang an dem flotten Beginn. Doch die Distanzschüsse von Ali Moslehe (5./8.) und der Dropkick von Ermir Zekjiri (9.) verfehlten das Tor der Gäste mehr oder weniger knapp. Dann war der am langen Pfosten postierte Hannes Schäfke zu überrascht, um mit einer an Freund und Feind bis zum VfR-Innenverteidiger durchrauschenden Moslehe-Ecke mehr anzufangen als einen Bruststopper, der letztlich am Tor vorbeitrudelte (11.). Doch insgesamt präsentierte sich der VfR relativ flügellahm. Nur durch das Zentrum wurde es annähernd gefährlich für die stabil wirkenden Gäste.

Doch die sorgten in der 21. Minute erst einmal für Ruhe. VfR-Keeper Jannis Gabrielides parierte zuerst zwar noch gegen Kleinsorge, doch Sergej Evljuskin staubte zum 0:1 ab. Noch bevor die Lila-Weißen den Rückstand so richtig verdaut hatten, bekamen sie schon den nächsten Treffer „reingewürgt“. Aus spitzem Winkel zog Garrit Golombek ab, der sich zuvor gegen drei Neumünsteraner durchgesetzt hatte. Gabrielides parierte den Ball nach vorne, diesmal nutzte Kleinsorge die Gunst der Stunde (27.). Der VfR-Schlussmann sah auch weitere sechs Minuten später unglücklich aus, als eine Freistoßflanke von Sven Hartwig ungehindert zu Innenverteidiger Kevin Kahlert gelangte, der ebenso ungehindert für das 0:3 sorgte. Ausschlaggebend in dieser Szene war jedoch der am kurzen Pfosten postierte Patrick Nagel, der unbedrängt über den Ball schlug. Hoffnung aufseiten der Rasensportler hätte Ali Moslehe aufkeimen lassen können. Doch da er sich den Ball zu weit vorlegte, nachdem Zekjiri einen Pass von Aust geschickt verlängert hatte, konnte GSC-Keeper Marc Brosius zur Ecke abwehren (37.). Auf der anderen Seite hatte der VfR Glück, als ein Freistoß von Hartwig knapp am Tor vorbeisegelte (44.).

Dass der VfR das Spiel nicht kampflos würde abgeben wollen, zeigte gleich in der ersten Minute nach dem Seitentausch der mutige Volleyversuch von Kevin Ingreso, den Brosius stark zur Ecke abwehrte. Auch gelang es den Platzherren, die Partie ausgeglichen zu gestalten, doch immer wieder wurde zu sehr das Spiel durch die Mitte forciert, anstatt die Flügel zu reanimieren. Die bombensichere GSC-Defensive ließ so gut wie gar nichts zu. Das 0:4 verhinderte zunächst der nicht überzeugende Schiedsrichter Eric Müller (Bremen), der bei einem Kahlert-Treffer nach Gabrielides-Unsicherheit ein Handspiel des Goslarers gesehen haben wollte (63.). Dennoch durfte der kantige GSC-Abwehrspieler einen Doppelpack bejubeln, als er mit einem wuchtigen Kopfball nach Hartwig-Ecke für den Endstand sorgte (78.). Dem VfR war nicht einmal der Ehrentreffer vergönnt. Denn ein abgefälschter Rave-Schuss klatschte an die Latte, den abprallenden Ball brachte Christopher Kramer aus kürzester Distanz nicht im leeren Gästetor unter (90.).

VfR – Goslarer SC 08: 0:4 (0:3)

VfR Neumünster: Gabrielides - Jakubowski, Aust, Schäfke, Nagel - K. Schulz - Thomas (69. Rave), Ingreso (76. Schlagelambers), Zekjiri (58. Kramer), Moslehe - Harrer.

Goslarer SC: Brosius - Hofmann, Hotic, Kahlert, Vaughan - Fischer, Hartwig - Golombek, Evljuskin, Karabulut - Kleinsorge.

Beste Spieler: Fehlanzeige - Kahlert, Kleinsorge, Hartwig.

Schiedsrichter: Müller (Bremen).

Zuschauer: 575 zahlende.

Tore: 0:1 Evljuskin (21.), 0:2 Kleinsorge (27.), 0:3 Kahlert (33.), 0:4 Kahlert (78.).

Gelbe Karten: Ingreso (26., Foulspiel), Thomas (43., Foulspiel), Zekjiri (54., Foulspiel), K. Schulz (57. Foulspiel), Schäfke (60., Foulspiel), Aust (alle VfR/75., Foulspiel).

Spielwertung: ausreichend.

Nächster VfR-Gegner: Werder Bremen II (A/Sonnabend, 14 Uhr).

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