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Regionalliga Nord : VfR gegen Cloppenburg: Fußball zum Abgewöhnen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die fatale Niederlagenserie der Rasensportler erfährt mit dem gestrigen 1:2 ein siebtes Kapitel.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 11:00 Uhr

Beim Fußball-Regionalligisten VfR Neumünster ist weiter kein Ende der Negativserie in Sicht. Das gestrige 1:2 (0:1) gegen den BV Cloppenburg war bereits die siebte Pleite in Serie (davon fünf unter Neu-Coach Uwe Erkenbrecher), wodurch die „Veilchen“ sowohl im Jahr 2014 als auch in ihrer Historie gegen Cloppenburg sieglos bleiben (jetzt zwei Remis und acht Niederlagen). Der BVC konnte dagegen seine Erfolglosigkeit nach sieben Spielen ohne „Dreier“ beenden.

Das einzige neue Gesicht im Vergleich zur 0:3-Pleite zuvor in Rehden blieb beim VfR Gentian Durak, der für Felix Schlagelambers ins Team rutschte. Dass dies die einzige Änderung blieb, stieß nicht überall auf Zustimmung. Denn den ersten Aufreger gab es bereits vor dem Anpfiff, als Patrick Christophersen in der Mannschaftsbesprechung erfuhr, dass er zunächst auf der Bank Platz nehmen sollte. Der Allrounder verschwand daraufhin kommentarlos vom VfR-Gelände. Er verpasste so die Gedenkminute für den früheren VfR-Kapitän der 1970er- und 80er Jahre, Michael Klein, sowie für die ebenfalls plötzlich verstorbene langjährige VfR-Spartenleiterin im Tischtennis, Karin Armbrust.

Die ersten nennenswerten Szenen der Partie passten einmal mehr zur derzeitigen Verfassung von Rasensport. Denn während VfR-Akteur Kevin Ingreso nach unfreiwilliger Vorlage von Gästeverteidiger David Niemeyer nur ein harmloses Schüsschen losließ (11.), wurde auf der anderen Seite dermaßen unterstützend zur Seite gestanden, dass dem Gegner gar nichts anderes übrig blieb, als das Geschenk anzunehmen. Dabei schlug Cloppenburgs Milad Faqiryar, der VfR-Schlussmann Marc Aaron Kassler bereits in der zehnten Minute mit einem Schuss auf den kurzen Pfosten geprüft hatte, den Ball zunächst planlos nach vorne. Das anschließende Laufduell mit Tim Wernke brach VfR-Abwehrmann Yannik Jakubowski dann vorzeitig ab, da Kassler bereits aus seinem Tor herausgeeilt war und zuerst an den Ball zu kommen schien. Doch der 19-Jährige schlug über das Leder, sodass der durchlaufende Wernke nur noch einzuschieben brauchte (22.). Was die beiden Teams auch sonst ablieferten, kam einer Beleidigung für das Auge gleich, die sich mit dem starken Wind keinesfalls entschuldigen ließ. So kam Faqiryar nur dank eines Schnitzers von Neumünsters Ingreso zu einer weiteren Möglichkeit (38./gehalten von Kassler). Bezeichnend für das VfR-Spiel war es, dass selbst ein Freistoß aus hervorragender Position zur Lachnummer verkam, weil sich Ingreso, Durak und Marco Schultz über die Art der Ausführung uneinig waren (42.).

Auch nach der Pause wurde man das Gefühl nicht los, die schlechteste Partie zu sehen, die auf der altehrwürdigen Anlage am Stadtwald jemals ausgetragen wurde. Ein Spielfluss war zu keiner Zeit erkennbar, stattdessen gab es jede Menge Fehlpässe und Unterbrechungen hüben wie drüben. Rasensport konnte sich zwar ein optisches Übergewicht erarbeiten, aber keinerlei Nutzen daraus ziehen. Weder Zekjiris Versuch aus 18 Metern (56./drüber) noch der flache Fernschuss von Jakubowski (68.) brachten BVC-Keeper Stefan Tilling in Bedrängnis. Stattdessen wurde auf der Gegenseite erneut tatkräftig unterstützt. Denn nach einem Freistoß von Kristian Westerveld stieg VfR-Kapitän Finn Thomas gar nicht erst zum Kopfball hoch, sodass Gästeverteidiger Moritz Steidten problemlos zum dritten Mal hintereinander in einem Spiel gegen die „Veilchen“ treffen konnte (0:2/78.). Kurz darauf hätten die Niedersachsen durch Tino Scherping (80./Innenpfosten) beinahe noch auf 3:0 erhöht. Nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Bodo Bönigk (90.) kam keine Hoffnung mehr auf, denn der Abpfiff folgte quasi auf dem Fuße.

VfR – BV Cloppenburg 1:2 (0:1)

VfR Neumünster: Kassler - Thomas, Jakubowski, Bönigk, Durak (73. Zschimmer) - Rave, K. Schulz - M. Schultz, Ingreso (60. Ju), Michalowski - Zekjiri (86. Grothe).

BV Cloppenburg: Tilling - Gerdes, Hofmann, Niemeyer, Steidten - Westerveld, Willen - Wangler, Beermann (76. Scherping), Faqiryar (65. Kosenkow) - Wernke (82. Bennert).

Beste Spieler: Fehlanzeige - Gerdes, Steidten. – SR: Porsch (Barsbüttel). – Zuschauer: 416. – Tore: 0:1 Wernke (22.), 0:2 Steidten (78.), 1:2 Bönigk (90.). – Gelbe Karten: Rave (36., Unsportlichkeit), Ingreso (48., Foulspiel/5.), Zekjiri (71., Foulspiel) – Wangler (36. Unsportlichkeit). – Spielwertung: ungenügend. – Nächster VfR-Gegner: ETSV Weiche Flensburg (H/Sonnabend, 15 Uhr).

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