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Fussball-Regionalliga Nord : VfR: Die Pflicht nach der Pokal-Kür

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Morgen stellt sich der Vorjahresdritte VfB Oldenburg mit viel versprechenden Neuzugängen an der Geerdtsstraße vor.

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2014 | 18:00 Uhr

Nach dem Pokal ist vor der Meisterschaft: Für die Fußballer des VfR geht es Schlag auf Schlag weiter. Nur drei Tage nach dem SHFV-Pokal-Viertelfinale beim Preetzer TSV (4:0) erwartet Rasensport morgen um 14 Uhr am zweiten Spieltag der neuen Regionalligasaison den Vorjahresdritten VfB Oldenburg. Während Lila-Weiß mit einer 1:2-Niederlage bei Eintracht Norderstedt in die Serie startete, gelang dem einstigen Zweitligisten beim 1:1 gegen Hannover 96 II wenigstens ein Teilerfolg.

Dem VfB Oldenburg dürfte beim morgigen Auftritt an der Geerdtsstraße ebenfalls noch ein Pokalfight in den Knochen stecken. Die Blau-Weißen gastierten am Mittwochabend in der Qualifikationsrunde des niedersächsischen Wettbewerbs beim Ligakonkurrenten BV Cloppenburg und legten ebenfalls eine anständige Generalprobe hin: Oldenburg setzte sich mit 7:5 nach Elfmeterschießen durch. Nach Ablauf der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden. VfR-Coach Uwe Erkenbrecher ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit seinem Co-Trainer Nikica Vrcic im Rahmen der Rückreise vom Kongress in Mannheim den morgigen Gast zu beobachten. „Oldenburg ist technisch gut und in der Offensive stark besetzt. Die Handschrift des neuen Trainers ist erkennbar“, lautet sein Urteil. Eben jener neue Trainer heißt Kristian Arambasic und erlangte in der Vorsaison bundesweit Berühmtheit, weil er vor dem DFB-Spiel seines vorherigen Clubs SG Aumund-Vegesack gegen 1899 Hoffenheim eine flammende Rede vom Allerfeinsten gehalten hatte. Der 36-Jährige verlor zwar mit dem Bremen-Ligisten am Ende mit 0:9, doch sein Name blieb hängen. Und so erinnerte man sich in Oldenburg an Arambasic, nachdem klar war, dass der bisherige Coach Alexander Nouri in den Stab des großen Nachbarn Werder Bremen wechseln würde. Insgesamt zwölf zum Teil schwer wiegende Abgänge gilt es für ihn beim VfB zu kompensieren. Unter anderem wechselte der Regionalliga-Torschützenkönig Addy-Waku Menga zurück zum Drittligisten VfL Osnabrück. Mit 15 „Neuen“ haben sich die Oldenburger verstärkt, wobei der vom Drittligaclub Hallescher FC geholte Pierre Merkel in Mengas Bresche springen soll. Doch auch der ebenfalls aus der 3. Liga transferierte Malte Grashoff (Preußen Münster) soll eine tragende Rolle übernehmen, ebenso wie drei Kicker aus der „Konkursmasse“ des SV Wilhelmshaven, der als VfR-Schreck bekannte Moritz Steidten (vom BV Cloppenburg) und nicht zuletzt ein Ex-Neumünsteraner: Florent Aziri. Er spielte in der Jugend bei Gut Heil, beim Polizei-SV Union und in Tungendorf, ehe eine wahre Odyssee einsetzte, die ihn zuletzt zum albanischen Vertreter Besa Kavaje verschlagen hatte. Die Oldenburger erinnerten sich neben Arambasic ebenso an den 25-Jährigen und reaktivierten Aziri prompt.

Auch der VfR hat Infos vom Transfermarkt zu bieten: Der dritte Torwart Jannis Gabrielides wechselt mit sofortiger Wirkung zum Nordost-Regionalligisten Viktoria Berlin, während ein sehnlichst erwarteter Innenverteidiger laut Erkenbrecher in der kommenden Woche einen Vertrag unterschreiben soll. „Das soll es aber noch nicht gewesen sein. Denn quantitativ reicht es bei uns nach wie vor nicht für eine komplette Saison“, meint der VfR-Trainer. Immerhin ist als weitere Alternative der aus der A-Jugend aufgerückte und für die Reserve vorgesehene Orhan Kuscu zurzeit in den Trainingsbetrieb der Ligamannschaft eingebunden.

Zu Ehren des vor knapp zwei Wochen verstorbenen langjährigen Freundes und Förderers des VfR, Jens Hollenbach, wird Rasensport morgen mit Trauerflor spielen. Ferner wird vor dem Anpfiff eine Gedenkminute eingelegt.


VfR Neumünster: Springer - Winter, Olthoff, Bönigk, Nagel - Tenno, Ingreso - Bento, Laabus, Alioua - Kramer. – Auf der Bank: Kassler - Durak, Pino Tellez, Schlagelambers (Grothe), Abou-Khalil, Zekjiri, Zschimmer. – Es fehlen: Harrer (Knorpelschaden im Knie), Schäfke (stößt praktikumsbedingt erst Anfang September zum Kader). – SR: Hass (Hamburg). – Duelle 2013/14: In Neumünster verlor der VfR mit 1:3, in Oldenburg jedoch siegte Rasensport mit 2:0. – Courier-Tipp: 1:1. – Ferner spielen (in Klammern Courier-Tipps): heute, 13 Uhr: Hannover 96 II – ETSV Weiche Flensburg (2:1); heute, 14 Uhr: Hamburger SV II – FC Eintracht Norderstedt (2:1); heute, 16 Uhr: FT Braunschweig – BV Cloppenburg (1:1); morgen, 14 Uhr: FC St. Pauli II – VfL Wolfsburg II (1:2), TSV Havelse – VfB Lübeck (2:2); morgen, 15 Uhr: BSV Schwarz-Weiß Rehden – Lüneburger SK Hansa (3:1).

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