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Fussball : VfR darf für eine weitere Saison in der Regionalliga planen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Norddeutsche Fußball-Verband erteilt den Neumünsteranern die Lizenz für die Spielserie 2014/15.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Für Insider war es ein formaler Akt, aber dennoch war es gleichzeitig ein Brustlöser: Der Norddeutsche Fußball-Verband erteilte gestern auch dem VfR Neumünster die Lizenz für die Regionalligasaison 2014/15. Während dem nächsten Rasensport-Gegner SV Wilhelmshaven die Spielberechtigung verweigert wurde – die Jadestädter können allerdings noch einmal nachbessern – und mehrere niedersächsische Aufstiegskandidaten im sicherheitstechnischen Bereich (Stadien) Auflagen zu erfüllen haben, wurde Lila-Weiß durchgewunken.

„Das zeigt, dass wir als Vorstand wieder einmal gute Arbeit geleistet haben“, sprach VfR-Boss Detlef Klusemann gestern ein durchaus berechtigtes Eigenlob für sich und seine Mitstreiter aus. Gerade er hat anstrengende Wochen hinter sich. „Die vergangenen Monate waren auf Grund etlicher Anfeindungen nicht einfach“, bekannte der 50-Jährige, der nach dem umstrittenen Abgang von (Ex-)Trainer Ervin Lamce Anfang Februar zum Ziel diverser Verbalangriffe geworden war. „Ich bin ein Demokrat und kein Diktator“, wehrte sich Klusemann gegen jene, die ihm eine Alleinherrschaft an der Geerdtsstraße vorwerfen. Die jüngsten sportlichen Erfolgserlebnisse (Siege gegen Wolfsburg II und in Eichede, dazu der Klassenerhalt) haben dafür gesorgt, dass es auch um den Vereinsvorsitzenden wieder ruhiger geworden ist. „Die Kritiker sind zu Schulterklopfern geworden. Das ist irgendwie abenteuerlich“, schüttelte Klusemann den Kopf.

Jetzt wolle er nur noch nach vorne schauen. „Und zwar mit Trainer Uwe Erkenbrecher, den wir unbedingt halten wollen“, verriet der VfR-Chef. Entsprechende Gespräche laufen, auch werde die Spielerakquise intensiviert. „Kaum ist der Klassenerhalt dingfest, flattern dir auch schon die Anfragen auf den Tisch“, sieht sich Klusemann aktuell einem Berg an Spielerbewerbungen gegenüber. Im aktuellen Kader laufen die Verträge etlicher Leistungsträger aus. Unbedingt gehalten werden sollen nach Patrick Nagel (hat um ein Jahr verlängert) auch Torwart Marcus Hesse, Verteidiger Amando Aust und Allrounder Kevin Schulz. „Wir haben mit ihnen Gespräche geführt, warten jetzt auf eine Reaktion seitens der Spieler“, sagte Klusemann. Ungewiss ist dagegen die Zukunft von Kapitän Finn Thomas, mit dem jegliche Verhandlungen auf Eis liegen.

Rasensport wird mit einem Etat von knapp 400 000 Euro in die neue Saison gehen. Besonders im organisatorischen Bereich solle es, so Klusemann, viele Veränderungen geben. Gut möglich also, dass dem Wunschzettel von Trainer Erkenbrecher („Beim VfR herrscht in allen Belangen ein Minimalmaß an Professionalität.“) Rechnung getragen wird. „Erkenbrecher tut uns mit seiner Erfahrung und Einstellung gut, er kann uns weiterbringen“, betonte Klusemann.

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