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Fussball-Regionalliga Nord : VfR-Boss Klusemann gibt zu: „Ich bin kein Diplomat“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der scheidende Vereinsvorsitzende räumt Fehler ein, sieht seine Mission aber dnenoch als erfüllt an.

Der Zeitpunkt dieser Nachricht kam irgendwie überraschend, doch sind die Beweggründe nachvollziehbar. Detlef Klusemann wird im August nach dann knapp zweieinhalb Jahren an der Vereinsspitze nicht wieder als 1. Vorsitzender des VfR Neumünster kandidieren. Mit ihm werden sich auch die genauso lange im Amt befindlichen Jörg Zenker (3. Vorsitzender) und Heiko Moschell (Jugendleiter) aus ihren Ämtern verabschieden. Klusemann stand unserer Redaktion Rede und Antwort.

Im März 2012 wurden Sie gewählt. Sind Sie etwa jetzt schon amtsmüde?

Klusemann: Keineswegs. Ich bin voller Tatendrang, ziehe das Ding bis August durch.

Wie definieren Sie „Ding“?

Hauptsächlich geht es natürlich aktuell um die Gespräche mit Trainer Uwe Erkenbrecher, der gehalten werden soll, und mit den Spielern – jene, deren Verträge auslaufen und jene, die wir zu uns holen möchten.

Warum werden Sie nicht wieder kandidieren?

Meine Firma hat in den vergangenen zwei Jahren darunter gelitten, dass ich mich stark um den VfR kümmern musste. Ich war für jeden und alle in Vereinsangelegenheiten der erste Ansprechpartner. Auch wurde ich für alles im Club verantwortlich gemacht. Das möchte ich zukünftig nicht mehr sein. In vorderster Front wird man mich ab August nicht mehr sehen.

Sie wurden besonders nach dem Aus von Trainer Ervin Lamce Anfang Februar scharf kritisiert. Waren nicht doch die Anfeindungen eher für Ihren Schritt ausschlaggebend?

Die Anfeindungen waren nicht schön, aber meine Entscheidung betreffend sekundär.

Gibt es Fehler, die Sie sich selbst während Ihrer Amtszeit ankreiden?

Ich bin kein Diplomat. Das war und ist ein Manko. Auf der anderen Seite fahre ich aber auch stets eine gerade Linie.

Welches Fazit ziehen Sie ein Vierteljahr vor Ihrem Abtritt?

Ich bin damals ins Amt gewählt worden, um den Verein in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Ich glaube, das ist mir gemeinsam mit meinem Vorstandsteam auch gelungen.

Als Ihr Nachfolger gilt der jetzige 2. Vorsitzende Gerd Grümmer ...

Wir im Vorstand haben diverse Möglichkeiten durchgespielt, entschieden ist noch nichts.

Es heißt, Sie bleiben dem Verein beratend erhalten ...

Das stimmt. Ich habe doch auch viel Energie und Geld in den VfR gesteckt. Da ist doch wohl klar, dass ich möchte, dass es vernünftig weitergeht. Ich sehe die Zukunft des Clubs im Übrigen positiv.

Welche Aufgaben werden Sie nach Ihrem Abgang beim VfR übernehmen?

Ich werde mich weiter um die Rechtsangelegenheiten kümmern. Das ist mit dem jetzigen und verbleibenden Vorstand auch bereits so abgesprochen.

Kommen wir noch einmal zur aktuellen sportlichen Situation: Werden Spieler aus dem Regionalligakader morgen vor der Partie gegen Wilhelmshaven vor eigenem Publikum verabschiedet?

Nein. Das haben wir im vergangenen nicht gemacht und werden es auch dieses Jahr nicht tun.

In der Szene werden die Wechsel von Felix Schlagelambers zu Eutin 08 und Marco Schultz zu Eintracht Norderstedt diskutiert ...

Schlagelambers wechselt? Das ist doch Unfug. Zumal er einen bis 2015 laufenden Vertrag besitzt. Der würde nur gehen, wenn die Ablösesumme stimmt. Von Schultz’ Abgang habe ich bislang ebenfalls nichts gehört. Mit uns vom Vorstand jedenfalls hat er nicht gesprochen.

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erstellt am 17.Mai.2014 | 18:00 Uhr

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