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Regionalliga Nord : VfR: Bloß kein Hurra-Fußball

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Rasensportler gastieren am Sonntag beim BSV Schwarz-Weiß Rehden – mit einer defensiveren Ausrichtung als zuletzt.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2014 | 18:30 Uhr

Irgendwo zwischen Baum und Borke bewegt sich aktuell der VfR. Neumünsters Fußball-Regionalligist steht abermals vor einer Partie mit wegweisendem Charakter. Als Tabellenelfter tritt Rasensport (9 Punkte/10:13 Tore) am neunten Spieltag beim zu Hause noch sieglosen Dreizehnten BSV Rehden (7/9:13) an. Der Anpfiff im Landkreis Diepholz erfolgt morgen um 15 Uhr.

„Ein Sechs-Punkte-Spiel ist das für mich nicht“, wiegelt VfR-Trainer Uwe Erkenbrecher ab. Vielmehr sei es tabellarisch eine Partie auf Augenhöhe, erklärt der 59-Jährige. „Wenn es überhaupt gefühlt sechs Punkte gibt, dann nur gegen die Topteams. Da wäre vielleicht ein Zähler gegen den Tabellenführer HSV II sechs wert“, meint der Coach.

Beim VfR ging es in den vergangenen Tagen darum, das 2:7 gegen Eintracht Braunschweig II aufzuarbeiten. Es war ein Resultat mit absolutem Seltenheitswert. Kaum zu glauben, aber wahr: Zuletzt hatte Rasensport vor mehr als 50 (!) Jahren in einem Meisterschaftsspiel daheim mehr als ein halbes Dutzend Gegentore gefangen: Am 2. September 1962 gab es in der damals erstklassigen Oberliga Nord ein 1:7 gegen den Hamburger SV. Eine höhere Heimpleite als die jüngste hatte es zuletzt am 9. Mai 1993 gegeben: ein 0:6 in der Verbandsliga (heute SH-Liga) gegen den VfB Lübeck. „Das sind schöne Statistiken, die mich aber nicht weiter interessieren“, will sich Erkenbrecher nicht mit grauen Vorzeiten befassen. Für ihn sei deutlich wichtiger, dass sein Team die Klatsche gegen Braunschweig II weggesteckt und wieder gut trainiert hat. „Auch hat mir unser Offensivspiel in der Partie gegen die Eintracht-Reserve gefallen“, sagt Erkenbrecher. Apropos: Der VfR soll morgen etwas defensiver agieren. „Denn wir müssen uns stabilisieren und vom Hurra-Fußball Abstand nehmen. Es wird nun darauf ankommen, das Punktesammeln nach dem Eichhörnchenprinzip zu verinnerlichen. Daher wäre ich in Rehden mit einem Remis bereits zufrieden“, lautet Erkenbrechers Marschroute.

Bei Gastgeber Rehden sitzt seit Saisonbeginn ein bekannter Name auf der Trainerbank: Der Ex-Magdeburger Andreas Petersen, dessen Sohn Nils bei Werder Bremen in der Bundesliga spielt. Er muss morgen zwei wichtige Akteure ersetzen: Innenverteidiger Stefan Heyken (Sehnenanriss unter dem Fuß) und den häufig überragenden Mittelfeldstrategen Kevin Artmann (Innenbandanriss im Knie). „Es ist für uns sicher kein Nachteil, dass Artmann nicht spielen kann. Doch wir wollen die Stärken unseres Gegners nicht an nur einem Akteur festmachen“, sagt VfR-Coach Erkenbrecher.


VfR: Springer - Winter, Gavric (Olthoff), Bönigk, Nagel - Tenno, Ingreso - Durak, Laabus, Abou-Khalil - Kramer. – Auf der Bank: Kassler - Schäfke, Pino Tellez, Schlagelambers (?/Pferdekuss), Zekjiri (?/Zerrung), Bento, Alioua, Zschimmer, eventuell Harrer. – Es fehlen: Aboagye (nicht im Kader), Grothe (Studienfahrt), Kuscu (Knöchelverletzung). SR: Schlüwe (Laatzen). – Duelle 2013/14: In Neumünster hieß es 1:1, in Rehden verlor der VfR mit 0:3. – Courier-Tipp: VfR verliert mit 1:2. – Außerdem spielen (in Klammern Courier-Tipps): heute, 14 Uhr: VfL Wolfsburg II – Goslarer SC 08 (3:1), ETSV Weiche – Eintracht Norderstedt (2:1), FC St. Pauli II – Hannover 96 II (1:2); morgen, 14 Uhr: Werder Bremen II – TSV Havelse (2:0); morgen, 15 Uhr: VfB Oldenburg – FT Braunschweig (4:1); gestern Abend spielten: BV Cloppenburg – SV Meppen 4:0; bereits zuvor ausgetragen: Lüneburger SK Hansa – VfB Lübeck 2:3; verlegt auf Dienstag, 23. September, 16.30 Uhr: Eintracht Braunschweig II – Hannover 96 II.

 

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