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Jahreshauptversammlung : Überraschung bei Olympia: Horst Pohl bleibt doch 1. Vorsitzender

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Traditionsverein vom Forstweg bleibt alles beim Alten.

Mit einem Paukenschlag eröffnete Horst Pohl, 1. Vorsitzender des MTSV Olympia, auf der Jahreshauptversammlung seines Vereins die geplante und mit Spannung erwartete Wahl zu seiner Nachfolge. „Wir haben niemanden gefunden, der jünger ist als ich und überdies einige Ideen zur Weiterentwicklung des Vereins hat. Deshalb habe ich mich entschlossen, doch noch einmal für den Vereinsvorsitz zu kandidieren, obwohl ich gesagt hatte, dass ich nach sechs Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl stehen würde“, erklärte er den 38 anwesenden Vereinsmitgliedern. Diese nahmen sein Statement mit sichtbarer Erleichterung und mit Beifall zur Kenntnis. Sie wählten Horst Pohl bei drei Enthaltungen für zwei weitere Jahre zu ihrem 1. Vorsitzenden. Zur Wahl des in der Szene heiß gehandelten Nachfolgers Egon Sievers kam es also nicht.

Zuvor hatte Pohl der Versammlung berichtet, dass die finanzielle Konsolidierung weiter vorangetrieben werden konnte, sodass sich die Verbindlichkeiten des Vereins nun auf 81 400 Euro belaufen (im Vorjahr 97 500 Euro). Er führte diese Entwicklung einmal auf den Wechsel zu einer anderen Bank zurück, wodurch der Verein eine deutlich geringere Zinsbelastung zu tragen habe. Zum anderen konnten die Energiekosten durch die Erneuerung der Heizungs- und Heißwasseranlage erheblich gesenkt werden. „Und ein ganz dickes Faustpfand ist natürlich unsere Tennishalle, durch die wir erhebliche Einnahmen generieren“, stellte Pohl fest. Die Mitgliederzahl bleibt seit Jahren recht konstant (derzeit etwa 590). Ein leidiges Thema sei aber die Zahlungsmoral.

Klärende Informationen gab Pohl der Versammlung auch hinsichtlich der Zukunft des Vereins, über die es in der Gerüchteküche zuletzt ordentlich brodelte. „Da werden ja hanebüchene Dinge erzählt“, betonte der Vorsitzende. Es sei langfristig geplant, den A-Platz, für den Ende 2018 der Pachtvertrag mit der Stadt ausläuft, aufzugeben. Die Fußballer müssten dann ins Städtische Stadion ausweichen, wo ein neuer Kunstrasenplatz hergerichtet werden soll. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit der Stadt seien auf einem guten Weg, so Horst Pohl.

Die weiteren anstehenden Wahlen gingen reibungslos über die Bühne; es gab keine Gegenstimmen, vereinzelt Enthaltungen. Lediglich der Posten des Platzwartes blieb unbesetzt.

Bei den Ehrungen stand Horst Timm, der auf eine 70-jährige Mitgliedschaft bei Olympia zurückblicken kann und in dieser Zeit bis heute verschiedenste Ämter im Verein und in Verbänden innehatte, besonders im Mittelpunkt. „Du bist zwar passives Mitglied, aber passiv habe ich dich nie erlebt“, stellte Monika Rathlev als Vorsitzende des Ältestenrats fest und ergänzte: „Über viele Jahre hinweg hast du das Vereinsleben mit geprägt.“ Timm seinerseits beklagte die Abwesenheit von Vertretern der Politik und das Nichterscheinen von Sönke Capell (Kreissportverband), der über den Sportentwicklungsplan berichten sollte. Außerdem mahnte er an, dass der Verein sich nach der weitgehenden Konsolidierung der Finanzen nun verstärkt wieder um die Erhöhung der Mitgliederzahlen bemühen solle.

Wahlen: 1. Vorsitzender: Horst Pohl (Wiederwahl = Ww.); 3. Vorsitzender: Heiko Kittelmann (Neuwahl = Nw., zuvor vakant); Sportwart: Heiko Schröder (Ww.); Pressewart: Jürgen Kunstmann (Ww.); Platzwart: vakant; 2. Kassenprüferin: Ok Pohl (Nw., für Dietmar Reinke); Mitglieder für den Ältestenrat: Monika Rathlev, Hans Schubert.

Ehrungen: goldene Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft: Elfriede Kunstmann, Wolfgang Heyden, Dietmar Krafczyk, Uwe Timm, Dr. Wolfgang Bruhn, Hans-Peter Müller; goldene Ehrennadel mit Zahl für 50-jährige Mitgliedschaft: Jörg Will; Ehrenbecher für 60-jährige Mitgliedschaft: Anne Marie Piske, Günter Koll, Werner Neumann; Präsentkorb für 70-jährige Mitgliedschaft: Horst Timm; silberne Leistungsnadel: Konstantin Halster, Erik Krauberg und Theo Laser (Deutsche Meister 2014 im Vollkontakt-Wushu), Dr. Ulrich Klopsch (jahrelang erfolgreich in der Leichtathletik); bronzene Leistungsnadel: Jonas Schunemann und Leon-Gabriel Mißfeldt (deutsche Vizemeister 2014 im Wushu-Vollkontakt), Andre Saltymakov (Vierter bei den deutschen Meisterschaften im Wushu-Taolu) sowie Roman Wagner (freiwilliger Helfer bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi sowie Mitarbeiter beim LSV-Projekt „Integration durch Sport“).



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