Handball-Oberliga MJA : Tungendorf verspielt leichtfertig einen Auswärtssieg

Schleswig-Holsteins Handballer werden ab der kommenden Saison in neuen Spielklassen um den Ball kämpfen.
Schleswig-Holsteins Handballer werden ab der kommenden Saison in neuen Spielklassen um den Ball kämpfen.

Der SVT-Nachwuchs muss sich beim TuS Esingen mit einer unnötigen Punkteteilung (30:30) zufrieden geben.

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12. November 2013, 11:00 Uhr

In allerletzter Sekunde verspielten die A-Jugend-Oberligahandballer des SV Tungendorf beim TuS Esingen den Sieg und mussten ein ebenso ärgerliches wie unnötiges 30:30-Remis hinnehmen.

Gewarnt von gerade einmal einer Niederlage der Gastgeber gegen den Spitzenreiter MTV Lübeck, starteten die Tungendorfer vorsichtig in die Partie – auf Grund des eigenen Punktgewinns gegen jene Lübecker am vorigen Spieltag (24:24) aber auch umso selbstbewusster. Die Gäste ließen lediglich das 1:0 durch Esingen zu, glichen aus und waren fortan immer in Führung. Über sein 13:6 (18.) nahm der SVT eine Fünf-Tore-Führung von 16:11 mit in die Pause. Da Tungendorf genau wusste, dass es das Spiel und den Gegner im Griff hat, sahen Trainer Arnd Näthke und Co-Trainer Marco Thun „keine Veranlassung, etwas ändern zu müssen, und appellierten an die Jungs, weiter geduldig und mutig zu agieren“, verriet Thun. Das klappte bis zur 38. Minute und der 20:13-Führung. Dann riss der Faden. Spielmacher Nils Hendrik Näthke wurde nun kurz gedeckt. Der Tungendorfer Aufbau brauchte zu lange, um sich auf diese Situation einzustellen. Die Einheimischen spielten sich in einen Rausch und egalisierten in der 45. Minute zum 20:20. Das rüttelte die Tungendorfer wieder wach, sodass sie Esingen nie eine Führung gewährten und sich in der 55. Minute erneut (auf 27:24) absetzten. Beim 30:29 für den Gast hatte der SVT in Überzahl den Ball, und es waren noch gut 20 Sekunden zu spielen. „Zu unserem Entsetzen mussten Arnd Näthke und ich mit ansehen, wie wir ohne Not und Anzeigen eines möglichen Zeitspiels einen Risikopass an den Kreis wagen, dieser abgefangen wird und in einem Gegenstoß der Esinger endet, den wir eine Sekunde vor dem Ende nur auf Kosten eines Siebenmeters unterbinden können“, schilderte Thun den Schlusskrimi. Der fällige Strafwurf führte zum 30:30. „Wir hätten bei unseren Jungs mit der Erfahrung aus mehreren Jahren Oberliga erwartet, dass der Sieg nicht derart leichtfertig verspielt wird“, zeigte Thun sich enttäuscht.


SV Tungendorf (Tore in Klammern): Kühtz, Leppin - Ehlers (1), Korten, Lücht (7), Kutzner, Jordt (1), Mathiesen (2), Weithoff (5), Näthke (4), Trede, Ruf (5), Arnold (5). – Nächster Gegner: Lübeck 1876 (H/Sonnabend, 16.30 Uhr).

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