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FRAUENHANDBALL-KREISOBERLIGA MITTE : Tungendorf sorgt im Derby für klare Verhältnisse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SG Wift II zieht beim SVT den Kürzeren, während Wift III mit einer indiskutablen Leistung in Horst aufwartet.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 23:00 Uhr

Freud und Leid lagen bei den Frauen-Kreisoberligateams des Kreishandballverbandes Neumünster dicht beieinander. Während sich der SV Tungendorf über einen 23:15-Derbysieg gegen die SG Wittorf/FTN II und die HSG 91 Nortorf über einen 19:15-Auswärtserfolg beim MTV Herzhorn freuen konnten, gab es für die anderen Vertreter nicht viel zu lachen. Die HSG WaBo 2011 unterlag mit 21:28 bei der SG Kollmar/Neuendorf, der FC Torpedo musste sich mit 13:17 beim Münsterdorfer SV II geschlagen geben. Am schlimmsten traf es jedoch die SG Wittorf/FTN III, die mit 5:21 bei der HSG Horst/Kiebitzreihe unter die Räder kam.

MTV Herzhorn – HSG 91 Nortorf 15:19 (10:11). Die Freude über den Auswärtssieg hielt sich bei Nortorfs Trainer Jörg Clausen in Grenzen. „Schlecht gespielt, aber trotzdem gewonnen“, lautete seine Zusammenfassung. Die Gastgeberinnen hatten arge Personalprobleme und lediglich eine Auswechselspielerin auf der Bank. Doch in der ersten Hälfte wurde vonseiten des MTV kräftemäßig alles aufgeboten, und so bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe. Den 6:8-Rückstand in der 20. Minute konnte Nortorf bis zur Pause in eine 11:10-Führung wandeln. „Wir haben den Gegner danach immer auf Abstand gehalten, obwohl bei uns nicht viel zusammenlief. Am Ende hatte Herzhorn keine Luft mehr und konnte nicht mehr verteidigen. Unser Sieg war beim 18:14 vier Minuten vor Schluss in der Tasche“, erklärte Clausen.

HSG 91 (Tore in Klammern): Bubenheim - Suhr, Albrecht (6), Fischer, Fock, Hoffmann, Ebbesen (3), Bajorat (2), Clausen, Voss (3), Wollny, Reese (5).

HSG Horst/Kiebitzeihe – SG Wittorf/FTN III 21:5 (14:2). Die weite Fahrt nach Horst hätte sich Wift III-Trainer Harald Sucura schenken können, so bitter war die Niederlage, die sein Team dort einstecken musste. „Das war indiskutabel. Horst/Kiebitzreihe war schon schlecht, aber wir waren noch schlechter“, versuchte Sucura erst gar nicht irgendetwas schön zu reden. In einem „Spiel der Artigkeiten“ (O-Ton Sucura) wurden gerade einmal drei Gelbe Karten, nicht eine einzige Zeitstrafe und insgesamt auch nur sechs Strafwürfe verteilt. Mangels Alternativen konnte Sucura auf dem Spielfeld nicht viel eingreifen, dort wurden im Übrigen die Bälle viel zu leichtfertig vergeben. Insgesamt 14 Tempogegenstoßtore musste Torfrau Nicole Ibs hinnehmen, das Rückzugsverhalten ihrer Kolleginnen ließ dabei sehr zu wünschen übrig. „Zwei Leute sind mitgelaufen, der Rest hat sich das angeschaut“, kritisierte der Wift III-Trainer. Nach dem ernüchternden 2:14-Pausenrückstand zeigte sich zumindest die Abwehr etwas aggressiver und konnte damit das Tempospiel der HSG etwas unterbinden, sonst wäre das Ergebnis noch schlimmer ausgefallen.

SG Wittorf/FTN III: Ibs - Bach (1), Bromm, Dencker, Jensen, Kindt, Langmaack (3), Rasch, Vasel (1).

SG Kollmar/Neuendorf – HSG WaBo 28:21 (13:10). Mit dem Verlauf der ersten Halbzeit zeigte sich WaBo-Trainer Roland Knöchel noch einigermaßen zufrieden. „Das war soweit ganz okay. Wegen des Drei-Tore-Rückstandes zur Pause habe ich mir keine großen Sorgen gemacht“, verriet der Coach. Doch nach dem Wiederbeginn gab es eine vierminütige Torflaute, nach dem Treffer zum 12:15 aus Gästesicht (38.) folgte eine erneute Ladehemmung bis zum 12:20-Rückstand in der 43. Minute. „Das war der Knackpunkt. Ich konnte wechseln, was und wen ich wollte. Die Abwehr war einfach schlecht, und im Angriff hat nichts hingehauen. Wir haben dem Gegner voll in die Hände gespielt“, fasste Knöchel zusammen. Mit der spielerischen Leistung der letzten zehn Minuten war er dann jedoch immerhin wieder etwas versöhnt, auch wenn es nichts mehr an der Niederlage änderte.

HSG WaBo 2011: Gundlach - Schultz (2), Witten (4), Dallmeyer (1), Schawohl, M. Henningsen (4); Heisch (1), Baer (1), S. Henningsen, Könnecke (3), Griese (2), Lietzau (1), Harder (2).


SV Tungendorf – SG Wittorf/FTN II 23:15 (11:8). Die Freude über den Sieg war im Lager der Tungendorferinnen groß. Von Beginn an hatte der SVT das Heft in der Hand, ließ die SG Wift II darin zwar mal mitblättern, gab es jedoch nicht her. Einzig beim 6:6 in der 20. Minute waren die Gäste einmal dran , anschließend stellte Tungendorf einen Drei-Tore-Abstand bis zum Pausenpfiff her. „Wir sind nicht so gut in die zweite Halbzeit gekommen, hatten die gegnerische Kreisläuferin nicht im Griff und bekamen viele Siebenmeter gegen uns. Dazu kamen noch einige Tempogegenstöße, die wir nicht verhindert haben“, erklärte Wift II-Sprecherin Natascha Duske den Grund für die Niederlage. SVT-Coach Mario Schlüter freute sich zwar über den Auftritt seines Teams, bemängelte jedoch die phasenweise aufgetretene Nervosität und einige Fehlentscheidungen bei den Spielzügen. „Aber wir haben uns weiterentwickelt und treten als Mannschaft auf. Konditionell waren wir Wift II ab der 40. Minute überlegen. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient“, fand Schlüter letztlich dann doch warme Worte.

SV Tungendorf: Hornauf, Jüngling - Riepen (2), Berndt, Berg, J. Müller, W. Müller, Hildebrandt (2), Spethmann (1), Einfeldt, Schwardt (14), Dose (1), Krebs (2), Höche (1).

SG Wittorf/FTN II: Duske - Gau (2), Wendt, Reher, Behrend (5), Küster, Möller (3), Gosch, Griese, Westphal (2), Kolmorgen (1), Hänfler (2).

Münsterdorfer SV II – FC Torpedo 17:13 (9:8). Dank einer konzentrierten und engagierten Abwehrleistung gegen die Münsterdorfer Kreisläuferin hatten die Gäste das Spiel bis zur 20. Minute mit einer 6:3-Führung noch gut im Griff. Die folgende Auszeit der Einheimischen jedoch kippte die Partie und führte zu einem 8:9-Rückstand der Rot-Weißen zur Pause. „Die zweite Halbzeit war dann richtig chaotisch. Unsere Chancen wurden einfach nicht genutzt, dazu mussten wir neun Zeitstrafen und neun Strafwürfe gegen uns verkraften. Von unseren vier Strafwürfen fand nur einer ins Ziel. Doch trotz aller Umstände muss man eben mehr als 13 Tore werfen, um zu gewinnen“, übermittelte Torpedos Trainer Jochen Uhlemann.

FC Torpedo: Kern - Böhmfeld (1), Petersen (4), Steffens, S. Delfs (2), Ohrt (2), Stoffers (1), K. Uhlemann (2), Ruzic (1), Holm, M. Delfs.

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