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Tungendorf mit Rumpfteam Derbysieger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Handball-Kreisoberligen: Ersatzgeschwächter SVT triumphiert mit 33:28 in Nortorf / Bramstedts Frauen beenden schlimme Negativserie / WaBo im Pech

Nach acht Niederlagen in Folge hat die Bramstedter TS ihren freien Fall in der Frauenhandball-Kreisoberliga gestoppt. Im Derby gegen den SV Tungendorf gab es einen klaren 27:18-Sieg. Ebenfalls erfolgreich waren Gut Heils Frauen, die bereits ihr letztes Saisonspiel absolvierten und mit 20:16 bei der HSG Kremperheide/Münsterdorf II gewannen, sowie die Männer des SV Tungendorf, die sich in einem weiteren Derby bei der HSG 91 Nortorf mit 33:28 durchsetzten und noch auf den Klassenverbleib hoffen dürfen. Der SVT ist mittlerweile mit der HSG Fockbek/Nübbel punktgleich, da dem selbst ernannten „grün-weißen Ballett“ wegen Schiedsrichtermangels vier Zähler abgezogen wurden.

Kreisoberliga Männer

Kremperheide/Münst. II – SC Gut Heil 33:28 (16:13). Bis zum 11:11 (21.) gestaltete Gut Heil das Spiel offen. „Das lag nicht an uns, sondern eher am Wurfpech der Münsterdorfer“, erklärte GHN-Trainer Mark Stammler. Im zweiten Durchgang gelang es den Gästen nicht, den knappen Zwei-Tore-Rückstand, mit dem es in die Pause gegangen war, aufzuholen. Immer wieder nutzten die Gastgeber das GHN-Spiel „mit angezogener Handbremse“ (O-Ton Stammler) zu erfolgreichen Tempogegenstößen (23:18, 40.; 29:22, 51.). „Wir haben es dem Gegner sehr leicht gemacht“, meinte Stammler und bemängelte auch die fünf Zeitstrafen für sein Team in Hälfte zwei.

SC Gut Heil (Tore in Klammern): Kandzora, Köll - Tietgen (10), Knapp (1), Thomas (5), Velovic (1), Haupt, Kripgans (3), Neumann (2), Steffens (3), Rohwedder (2), Hess (1).

Nächster Gegner: TSV Alt Duvenstedt II (H/Sonnabend, 16.45 Uhr).

HSG 91 Nortorf – SV Tungendorf 28:33 (13:18). Während die Tungendorfer auf Grund zahlreicher Ausfälle mit einer Rumpfmannschaft anreisten, konnte Nortorf nahezu aus dem Vollen schöpfen. Auf dem Spielfeld jedoch stellten sich die Kräfteverhältnisse anders dar: Tungendorf dominierte die erste Hälfte, lag – abgesehen vom 2:2, 3:3 und 5:5 – stets in Führung. Nach 30 Minuten betrug der Vorsprung bereits fünf Tore. „Wir haben uns zu häufig mit Schiedsrichterentscheidungen beschäftigt“, berichtete HSG-Betreuer Kevin Rhode. Die Einheimischen ließen sich jedoch nicht abschütteln und bewiesen Kampfgeist. Über 16:18 (33.) arbeitete sich das Team von Trainer Thies Ahlrichs bis auf ein Tor heran (25:26, 50.). Die Schlussphase gehörte aber wieder den effektiv und abwehrstark auftretenden Gästen, die schließlich auch zwei Punkte entführten.

HSG 91 Nortorf: Schulz, D. Reese - Rumpf (1), Harbs (2), Förster (4), Pohl (6), M. Reese, Jahnke (2), Fahrenbach (1), Rohwer (4), F. Reese (2), Klindt (5), Ulrich, Siebken (1).

SV Tungendorf: Korten - Bottke, M. Kraft (9), Henkel (7), D. Kraft (4), Gass (9), Deutschmann (2), Dose (2).

Nächster HSG-Gegner: Herzhorn II (A/Sonntag, 18.45 Uhr). – Nächster SVT-Gegner: SG Kollmar/Neuendorf (H/Sonnabend, 18.30 Uhr).


Kreisoberliga Frauen
HSG Horst/Kiebitzreihe – HSG WaBo 2011 25:24 (9:11). Gerade einmal sieben Feldspielerinnen standen WaBo-Coach Tim Hildebrandt auf Grund verletzungsbedingter Ausfälle zur Verfügung. „Das hielt uns aber nicht davon ab, unser Tempospiel aufzuziehen“, durfte Hildebrandt zufrieden mit ansehen, wie sein Team im ersten Durchgang stets eine knappe Führung verteidigte und mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause ging. Nachdem die Gäste die Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit gar auf 15:11 ausgebaut hatten, war die Rote Karte für Kira Knauft, bis dahin eine der besten Werferinnen WaBos, der Knackpunkt. „Die Kraft ließ nach, zumal wir keine Auswechselspielerin mehr hatten“, erklärte Hildebrandt. 15 Minuten vor dem Ende glich Horst zum 20:20 aus, setzte sich danach auf 23:21 ab. WaBo kämpfte sich trotz zweier Zeitstrafen in der Endphase noch einmal zum Ausgleich (24:24), doch das entscheidende letzte Tor gehörte Horst/Kiebitzreihe.


HSG WaBo 2011: Kanopka - Knauft (6), M. Henningsen (8), Heisch (2), Harder (2), Könnecke (1), Witten (5), S. Henningsen.

Nächster Gegner: HSG Kremperheide/Münsterd. II (H/Sonntag, 17 Uhr).

HSG Störtal Hummeln – SG Wittorf/FTN II 23:21 (10:10). Der scheidende Wift-II-Coach Ingo Schmich, der beim letzten Saisonspiel seines Teams am kommenden Wochenende beruflich verhindert sein wird, hätte sich gerne mit einem Sieg verabschiedet, doch am Ende reichte es nicht ganz. Kein Team konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen, beide Mannschaften lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und lagen zur Pause mit 10:10 gleichauf. „Unser Manko waren die vielen vergebenen Chancen“, wusste Schmich, warum das Pendel in der zweiten Hälfte zu Gunsten des Gegners ausschlug. Von zwölf Siebenmeterversuchen fanden nur vier den Weg ins Tor der Gastgeberinnen. „Am Ende hat die HSG durch unser Unvermögen gewonnen. Nichtsdestotrotz danke ich meinen Frauen für zwei sehr schöne Jahre“, sagte Schmich.

SG Wittorf/FTN II: Duske, Andrews - Griese (2), Schultz (2), Behrend (7), Westphal, Gosch, Lucht, Gau (2), Harder (2), Bente (4), Damlos (2), Westendorff.

Nächster Wift-II-Gegner: Horst/Kiebitzreihe (H/Sonnabend, 17 Uhr).


Bramstedter TS – SV Tungendorf 27:18 (12:9). Zwar brauchten die Gastgeberinnen einige Zeit, um in die Begegnung zu finden, doch aus einer immer stabiler werdenden Abwehr heraus und mit einer laut Trainer Jörn Giesecke „überragenden“ Swantje Jantzen im Tor zog die BT ein temporeiches Spiel auf und setzte sich bis zur Pause auf 12:9 ab. „Das Ziel für den zweiten Durchgang war es, das Tempo hoch zu halten“, erklärte Giesecke, dessen Team die Vorgabe nach der Pause umsetzte. Auch auf taktische Umstellungen Tungendorfs fand die BT die passenden Antworten und setzte sich letztlich verdientermaßen klar durch. Im letzten Saisonspiel gegen Herzhorn II reicht dem Giesecke-Team nun ein Unentschieden, um nicht von der gleitenden Skala betroffen zu sein.

Bramstedter TS: Jantzen - Kay (4), L. Maczeyzik (2), T. Lapöhn (1), Knödler (2), I. Blume, S. Maczeyzik, Binnewies (5), B. Lapöhn, Ueck (9), Mehrens (4).

SV Tungendorf: Hornauf - Riepen (2), Berndt (4), Berg (2), Schlüter, C. Holm, Loose (1), La. Zastrow, L. Holm (2), Dose (1), Neumann (6).

Nächster BT-Gegner: MTV Herzhorn II (A/Sonntag, 17 Uhr). – Nächster SVT-Gegner: SG Kollmar/Neuendorf (H/Sonnabend, 17 Uhr).

Kremperheide/Münsterdorf II – SC Gut Heil 16:20 (7:9). Für das letzte Punktspiel der Saison hatte sich Gut Heil einiges vorgenommen, doch bei der Umsetzung haperte es zunächst. „Bis zum 5:5 in der 21. Minute fielen beide Mannschaften eher durch technische Fehler im Angriff und ‚freundliche‘ Zurückhaltung in der Abwehr auf“, sah GHN-Coach Thies Kroll eine zähe Anfangsphase. Gegen Ende der ersten Hälfte kam Gut Heil besser ins Spiel, erarbeitete sich eine 9:7-Pausenführung. Auch der Start in die zweite Halbzeit verlief schleppend. Erst nach dem 12:12 (40.) zeigten die Gäste ihr schöneres Gesicht. Dem druckvollen Angriffsspiel und der beweglichen, aggressiven Abwehr hatte die HSG II nun nicht mehr viel entgegenzusetzen – der 20:16-Sieg der Neumünsteranerinnen war somit verdient. „Der fünfte Tabellenplatz bedeutet für einen Aufsteiger ein überaus achtbares Ergebnis“, zog Kroll ein positives Fazit.

SC Gut Heil Neumünster: Szymkowiak - Ebbesen (2), Hinz, B. Kroll (2), Hochberg, Rathjen (7), Koeppen (1), I. Kroll (4), Suhr (4).

 

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