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Fussball-Verbandsliga Süd-West : Tungendorf marschiert, Torpedo poltert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der SVT gewinnt auch in Wahlstedt. Die „Taubenträger“ hadern mit den Bedingungen in Kaltenkirchen, während Nortorf seine 0:5-Vorjahrespleite wiederholt.

Der SV Tungendorf sorgt in der Fußball-Verbandsliga Süd-West weiterhin für Furore. Der Aufsteiger gewann am Mittwochabend auch sein drittes Saisonspiel mit 4:2 in Wahlstedt und ist vorerst Dritter. Nichts zu holen gab es für den TuS Nortorf, der beim SV Todesfelde II mit 0:5 unterging und auf Platz 12 abrutschte. Punktlos bleibt derweil der FC Torpedo, der nach einer 1:2-Niederlage in Kaltenkirchen weiterhin Vorletzter ist.

SV Wahlstedt – SV Tungendorf 2:4 (2:1)

SV Wahlstedt: Behmerburg - Cörek, Alexander Braun jr., Seemund (70. Bolz), Kreft (83. Griese), S. Bossert, Timmermann, Latendorf, Alexander Braun sen., Kuckuck (70. Polak), R. Bossert.

SV Tungendorf: Pohnke - Krauel, Torben Schlotfeldt, A. Stölting, Voss - Tim Schlotfeldt (57. Tan), C. Stölting (53. Feigel), Beck, Ahlert - Sarau (89. Wuchinger), Czekay.

SR: Rosenthal (Lübeck). – Zuschauer: 100. – Tore: 0:1 Sarau (5.), 1:1 S. Bossert (29.), 2:1 Timmermann (41.), 2:2, 2:3 Czekay (61., 63.), 2:4 Tan (88.). – Nächster Tungendorf-Gegner: VfR Horst (H/morgen, 15 Uhr).

Der SV Tungendorf rockt weiterhin die Verbandsliga und gewann auch das Duell der Aufsteiger. Dabei schienen die Voraussetzungen für einen Auswärtssieg denkbar ungünstig, denn auf Grund der anhaltenden Regenfälle fand die Partie auf dem für die Gäste ungewohnten Kunstrasenplatz statt. Doch weit gefehlt, aus einer stabilen Defensive konterte der SVT geschickt und ging früh durch Lasse Sarau in Führung (5.). Zwar drehten Sebastian Bossert nach einem Offensivballverlust der Gäste (29.) und Nico Timmermann per Kopf nach einem Eckball (41.) die Partie noch vor der Pause zu Gunsten des SV Wahlstedt. Doch in der Kabine bündelte der SVT abermals alle Kräfte. Nach einer Stunde folgten dann die furiosen drei Minuten des Torben Czekay, der zunächst nach einer scharfen Hereingabe von Sarau zum 2:2 ausglich (61.), um in der 63. Minute nach einem Schussversuch von Tanyel Tan im Nachsetzen zum 3:2 für Rot-Blau abzustauben. Zwei Minuten vor dem Abpfiff machte Tan den Sack zu. Diesmal traf er im zweiten Anlauf, nachdem Czekays vorheriger Abschluss noch geblockt werden konnte (88.). „Auf Grund der zweiten Halbzeit haben wir eine spannende Partie verdient gewonnen“, freute sich Tungendorfs Trainer Torsten Sötje.

Kaltenkirchener TS – FC Torpedo 2:1 (1:1)

Kaltenkirchener TS: Wiermann - Bröcker, Laczkowski (32. Geibel-Hoffmann), Lippke, Kruse, Niemeyer, Mike, Böhm, Seker (68. Yener), Schäfer (81. Ahlers), Issahk.

FC Torpedo 76 Neumünster: Rasch - Harder, Hauberg, Justin, Rantzsch (61. Matthis) - Hein, Attia (31. Hagen), D. Michalowski, Korkmaz (46. Gläske), Grümmer - E. Gülbay.

SR: Zamek (Ahrensburg). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Kruse (2., Foulelfmeter), 1:1 Gläske (68.), 2:1 Niemeyer (77.). – Rote Karte: Rasch (Torpedo/30. Notbremse). – Bes. Vork.: Laczkowski (Kaltenkirchen) schießt Foulelfmeter über das Tor (31.) – Nächster Torpedo-Gegner: SV Tungendorf (H/Sonnabend, 30. August, 15 Uhr).

Torpedos Co-Trainer Frank Hein war auch eine gute Stunde nach dem Abpfiff noch „auf 180“. Im Besonderen die Rote Karte gegen seinen Keeper Christoph Rasch (30.) brachte den 46-Jährigen auf die Palme: „Unser Torwart ist zuerst am Ball und hält diesen fest. Erst dann fliegt der Angreifer über ihn rüber. Die Schiedsrichter entscheiden mit zweierlei Maß.“ Malte Hagen rückte zwischen die Pfosten und sah den aus dieser Szene resultierenden Strafstoß weit über sein Tor fliegen. Kurios: Der Fehlschütze David Laczkowski musste direkt im Anschluss verletzt ausgewechselt werden. Zu diesem Zeitpunkt führte die KT bereits mit 1:0, denn Tobias Kruse hatte schon in der zweiten Minute mit dem Kopf die Führung erzielt. Die Gäste aber blieben im Spiel und wehrten sich in Unterzahl mit Leibeskräften gegen die drohende Niederlage. Und in der Tat gelang Yannik Gläske mit einem tollen Schuss aus 20 Metern der verdiente Ausgleich (68.). Die intakte Moral der „Taubenträger“ wurde allerdings abermals nicht belohnt, denn Vincent Niemeyer bejubelte neun Minuten später den 2:1-Siegtreffer für Kaltenkirchen. Erst einmal in Rage polterte Hein auch über die Rahmenbedingungen am Marschweg: „Während der Gastgeber sich auf dem Kunstrasenplatz lange Zeit aufwärmen konnte, war unsere Seite des Platzes bis kurz vor dem Anpfiff noch mit trainierenden Jugendmannschaften belegt. Das war nicht unser Tag.“

SV Todesfelde II – TuS Nortorf 5:0 (2:0)

SV Todesfelde II: Reimers - Holz, P. Möller, Oberwemmer (77. Jocham), Grotherr, Zimmer, Reining, Grandt (59. Dittmann), van Riesen, B. Möller (67. Schütt), Schramm.

TuS Nortorf: B. Maaß - Kortum, Doege, Jenert, Schuster - Butenschön (73. Klotzbücher), Lampe, Reuter, Hülsen (46. Henack), Arndt - Struve (53. Struve).

SR: Rabe (Pönitz). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 Grandt (17.), 2:0 Schramm (28.), 3:0 Grotherr (55.), 4:0 Dittmann (66.), 5:0 Schramm (90.). – Nächster Nortorf-Gegner: FC Reher/Puls (A/Mittwoch, 27. August, 19 Uhr).

Duplizität der Ereignisse für Nortorf: Wie schon in der abgelaufenen Saison, unterlagen die Schützlinge von Trainer Thomas Arndt bei Todesfelde II mit 0:5. Eine gute Viertelstunde machten die Gäste ihre Sache ordentlich und wussten die zumeist langen und hohen Bälle der Hausherren trotz des Ausfalls von Innenverteidiger Jan Stolley zu verteidigen. Mit dem ersten Gegentreffer durch einen Kopfball des kleinsten Todesfelders, Konstantin Grandt, brachen dann aber die blau-weiß-roten Dämme (17.). Kevin Schramm nutzte in der 28. Minute einen schlampigen Fehler von Tim Reuter im Spielaufbau zum 2:0, und spätestens nach dem 3:0 durch Rico Grotherr, der im zweiten Versuch Nortorfs Schlussmann Bjarne Maaß düpierte (55.), war die Messe gelesen. Philipp Dittmann per Kopf (66.) und eine Co-Produktion von Nortorfs Tristan Doege und abermals Schramm in der Schlussminute erhöhten das Resultat auf 5:0 für die Gastgeber. „Als Trainer bist du in einer solchen Partie die ärmste Sau. Wir wollten alles besser machen. Das ist uns nicht gelungen“, erkannte Arndt auch die Höhe der Pleite an. Morgen um 14 Uhr kann der TuS in einer Testpartie beim West-Kreisligisten VfL Kellinghusen seine Wunden lecken, denn das nächste Punktspiel steht für die Mittelholsteiner erst am kommenden Mittwoch an.

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