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Handball-Kreisligen NMS/RD-ECK : Tungendorf gewinnt im Doppelpack

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SVT-Männer siegen zwei Mal innerhalb von nur drei Tagen. Neumünsters Frauenteams erleben einen erfolgreichen Spieltag.

Nach der kurzen Handball-Saisonpause, bedingt durch die Herbstferien, ging es jetzt auch in den Kreisligen munter weiter. Im Derby der Frauen zwischen der HSG WaBo 2011 II und der Bramstedter TS gab es ein 11:11, während die HSG 91 Nortorf II und der TSV Wattenbek II gegen Mannschaften des Kreishandballverbandes Rendsburg-Eckernförde doppelt punkteten.

Bei den Männern schaffte von den Neumünsteraner Clubs lediglich der SV Tungendorf einen doppelten Punktgewinn – und das sogar im Doppelpack. Denn nicht nur das Spiel bei der HSG Fockbek/Nübbel gewann der SVT, sondern auch die Nachholpartie gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg IV. Damit liegen die Tungendorfer mit 8:2 Zählern auf Tabellenplatz 2 hinter dem TSV Owschlag II (8:0) in Lauerstellung. Die SG Wift IV holte sich eine deutliche 23:43-Niederlage bei der HSG Hamdorf/Breiholz II ab, und auch die anderen Teams des KHV Neumünster heimsten Minuspunkte ein. Dabei beklagten sowohl die HSG 91 Nortorf II als auch der SV Tungendorf II, dass die Benutzung des Haftmittels („Backe“) nicht einheitlich zwischen den Kreishandballverbänden geklärt ist und so für einige Schwierigkeiten sorgte.


Kreisliga Frauen


HSG 91 Nortorf II – HSG Hohn/Elsdorf II 21:19 (9:9). Die Partie gestaltete sich von Beginn an sehr ausgeglichen. Kein Team vermochte es, sich in der Anfangszeit entscheidend abzusetzen. Zwar führten die Nortorferinnen in der 23. Minute immerhin einmal mit zwei Toren (8:6), konnten diesen Vorsprung aber bis zur Halbzeit (9:9) weder ausbauen noch halten. Nach dem Wiederanpfiff gelang den Gästen der bessere Start. Über die Station 10:12 (38.) liefen die Nortorferinnen plötzlich einem 12:17 (46.) hinterher. Die Umstellung auf eine 5:1-Deckung aufseiten der Gastgeberinnen und den daraus resultierenden Tempogegenstößen führten letztlich zum Erfolg. Die Reserve der HSG 91 kam erst auf 14:17 heran (48.), glich dann zum 18:18 aus (54.) und siegte letztlich mit 21:19. Betreuer Jan Henrik Schafranski lobte daraufhin „die tolle Moral unserer Mannschaft“. Personalie am Rande: Cindy Förster (vormals SG Wift III) hat sich Nortorf II angeschlossen.

HSG 91 Nortorf II (Tore in Klammern): Paulsen, Küchenmeister - Bundtzen (2), M. Döring (2), J. Döring (4), Neumann (4), Schultz (1), Pflugradt, Förster (1), Kasch (1), S. Trede (3), Wriedt, Rathjen, Mittelstät (3).

HSG WaBo 2011 II – Bramstedter TS 11:11 (3:5). „Es war ein hart umkämpftes Remis. Unsere jungen Spielerinnen haben eine tolle Leistung gezeigt – besonders Leonie Henningsen, die als Hilfe aus der A-Jugend eine tolle Stütze war“, urteilte WaBo-Trainerin Martina Eggers-Stölting. Das Spiel selbst war von einer Tor-Armut geprägt. So fielen in der ersten Hälfte nur insgesamt acht Treffer. Viele „Hundertprozentige“ wurden hüben wie drüben verworfen, und so gingen die Gäste mit einer überschaubaren 5:3-Führung in die Halbzeit. Danach nahm die HSG WaBo II das Zepter in die Hand und lag sogar acht Minuten vor dem Ende mit 10:8 Die BT schlug jedoch zurück und nahm noch einen Zähler mit. Manuela Kossowski (HSG WaBo) sah in der 41. Minute eine aus Sicht der Einheimischen doch fragwürdige Rote Karte.

HSG WaBo 2011 II: Schröder, Saggau - Schweim (2), Bayer, Kölsch, Kugel (1), Kossowski (2), Wedemeyer (1), Wolfgramm, S. Henningsen, Schnoor (1), Oldekop, Stölting (1), L. Henningsen (3)
Bramstedter TS: Jantzen, Muschner - B. Lapöhn, Staschik (1), L. Maczeyzik (2), V. Wiese (4), Kruge, Floss, T. Lapöhn, Steinhauer, Poggensee (1), Mehrens (2).

TSV Wattenbek II – Büdelsdorfer TSV 22:12 (11:6). Die Wattenbekerinnen kamen besser ins Spiel und zogen bis zur 17. Minute auf 7:2 davon. „Von da an hatten wir das Spiel im Griff und gerieten nicht mehr in Gefahr“, resümierte Trainer Axel Reese zufrieden. Allerdings: Wieder einmal wurden viele Chancen herausgearbeitet, konnten aber nicht verwertet werden. Dennoch hieß es in der 50. Minute 20:9 und am Ende 22:12. „Die Deckungsarbeit war in Ordnung, nur im Angriff haperte es wieder einmal bei uns“, äußerte Reese leise Kritik.

TSV Wattenbek II: Bormann, Röscheisen - Schmidt (5), Meier-Mielke (2), Reese (2), Schoch, Ruske (8), Krüger (2), Müller (1), Naber (1), Schmahl, R. Schütt (1), J. Schütt.

Kreisliga Männer

HSG Hamdorf/Breiholz II – SG Wift IV 43:23 (21:11). Die Wittorfer hatten nichts zu lachen und liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher (2:7/8.). Bis zur Halbzeit bauten die Hausherren ihre Führung auf zehn Tore aus. .Dies verdankten die Hamdorfer vor allem den unkonzentrierten Gästen. „Wir haben zu schnell den Abschluss gesucht und unserem Kontrahenten somit etliche Chancen zum Tempogegenstoß geboten“, berichtete Trainer Florian Kramer. Über die Stationen 29:13 (40.) und 36:17 (50.) steuerten die Einheimischen ihrem 43:23-Erfolg entgegen.

SG Wift IV: Rohlf - Thaysen (1), Blöcker (8), Schillhorn (2), Krause, Neumann (4), Tanck (5), Kramer, Graas (3), Albrecht.

HSG Hamdorf/Breiholz – SV Tungendorf II 35:21 (15:14). Die Gäste hatten nicht nur mit Personalmangel zu kämpfen, sondern auch mit dem Haftmittel („Backe“), welches im Kreis Rendsburg-Eckernförde in den meisten Hallen erlaubt ist. Dennoch fuchsten sich die „alten Hasen“ des SVT II in der ersten Hälfte gut in die Partie hinein und agierten mit dem Gegner auf Augenhöhe. Als sich aber in der zehnten Minute Sven Holdorf verletzte, war klar, das es kräftemäßig mit lediglich noch einem Auswechselspieler schwierig werden würde. Zur Halbzeit stand es dennoch nur 15:14 für die Einheimischen. Hamdorf/Breiholz legte in der Folge jedoch einen Zahn zu, und die Ballproblematik sowie zu frühe Abschlüsse und auch das Wurfpech der Tungendorfer spielten den Gastgebern in die Karten. Alleine 16 Tore fielen aus dem Tempospiel heraus, die 21:35-Niederlage der SVT-Reserve war somit folgerichtig. „Ohne überheblich klingen zu wollen, glauben wir, dass im Rückspiel mit vollem Kader und ohne ,Backe’ mehr gehen wird“, schickte Gästetrainer Marco Thun eine erste Kampfansage los und ärgerte sich: „Es ist ein eindeutiger Kritikpunkt im Spielbetrieb der gemeinsamen Kreisliga, dass das Problem mit dem Haftmittel nicht einheitlich geregelt ist.“

SV Tungendorf II: Thun, Brandt - Dorband, Nagel (5), Sussek (3), Holdorf, Johannsen (3), Pommerenke (2), Tonn (8), Spethmann.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg IV – HSG 91 Nortorf II 24:20 (12:12). Anfänglich hatten die Gäste Schwierigkeiten und lagen mit 0:4 (7.) zurück. Fortan lief es besser – auch dank Torhüter Dennis Reese –, und zur Halbzeit gab es ein verdientes Unentschieden (12:12). Allerdings „harzten“ die Gastgeber den Ball daraufhin ordentlich ein, und die Nortorfer brauchten zehn Minuten, um wieder in die Begegnung hereinzukommen. Zudem suchten sie zu hastig ihre Chancen und waren im Angriff insgesamt zu passiv, um den 24:20-Sieg von Schülp IV noch gefährden zu können. Info am Rande: Der bisherige Spielertrainer der HSG 91 Nortorf II, Christian Delfs, legte seinen Job als Coach nieder und übergab Thorben Ellwardt die Zügel. Als Aktiver bleibt Delfs der Kreisoberligareserve jedoch erhalten.

HSG 91 Nortorf II (Torschützen wurden nicht übermittelt): Reese, Rousseau - Ulrich, Bodenbach, Hanisch, Fahrenbach, Röhl, Delfs, Stapelfeldt, Klindt, Hansemann, Krey.

SV Tungendorf – HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg IV 26:22 (14:10). Die Hausherren nahmen sofort das Zepter in die Hand (6:2/8.). Dabei lobte Trainer Lars Lemsky vor allem das sehr gute Tempospiel seiner jungen Truppe, welches meist durch die Torhüter Alexander Pollak und Marcel Lother eingeleitet wurden. Zwar vergaben die Tungendorfer auch etliche Chancen und schafften es nicht, sich deutlich weiter abzusetzen. „Dennoch hatte ich in diesem äußerst fairen Spiel nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten“, erklärte Lemsky.

SV Tungendorf: Pollak, Lother - Deutschmann (4), Henkel (3), Bottke, C. Schmidt-Holländer, Horst (1), M. Kraft (4), Beierke, P. Schmidt-Holländer (5), D. Kraft (4), Gass (2), N. Dose (2), Schwenk (1).

HSG Fockbek/Nübbel – SV Tungendorf 18:19 (8:13). Keine 48 Stunden nach dem Auftritt gegen Schülps „Vierte“ kam der SVT auch in Fockbek gut in die Partie (2:9/16.). Rundum lief es bis zur Pause für die Gäste besser als für Fockbek/Nübbel. Erst nach der 45. Minute (12:17) geriet die Führung plötzlich ins Wanken. Zu viele Fehler im SVT-Angriff stärkten das selbst ernannte „grün-weiße Ballett“, das seine Möglichkeiten nun besser ausschöpfte. Die Schlussphase gestaltete sich als Zitterpartie, in der Tungendorf die stärkeren Nerven bewies. „Und das, obwohl einige Schiedsrichterentscheidungen zum Ende hin fragwürdig waren“, berichtete Gästecoach Lemsky.

SV Tungendorf: Lother - Henkel (3), Deutschmann (3), Bottke (1), Meder (1), C. Schmidt-Holländer (1), Horst (2), M. Kraft (1), N. Dose (1), Beierke, P. Schmidt-Holländer (3), D. Kraft (3), Gass.

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erstellt am 31.Okt.2013 | 15:00 Uhr

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