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Fussball : TSV Gadeland bald nur noch Kreisligist

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner ziehen sich am Saisonende aus der Verbandsliga Süd-West zurück.

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2014 | 08:00 Uhr

Die Fußball-Verbandsliga Süd-West erlebt dieser Tage ein weiteres Kapitel erbärmlicher Sportgeschichte. Nach dem vorzeitigen Aus des TuS Krempe und des TS Einfeld erklärte nunmehr nach einem Vorstandsbeschluss auch der TSV Gadeland, aus finanziellen Gründen seinen Startplatz im Falle des sportlichen Klassenerhalts in der Saison 2014/15 nicht mehr zu beanspruchen und stattdessen klassentiefer in der Kreisliga zu melden – verbunden mit dem Zwangsabstieg der Reserve in die Kreisklasse A.

Für den scheidenden Trainer Marco Frauenstein ist diese Entscheidung „der Weg des geringsten Widerstandes“ (O-Ton). Denn bisher standen mit Idris Alioua (zum VfR?), Yannick Hamann, Christoph Maliszewski (beide zum Polizei-SV Union) und Sven Siegfried (SG Padenstedt) lediglich vier Abgänge im Sommer definitiv fest. Laut Frauenstein seien alle anderen Akteure des aktuellen Kaders für beide möglichen Lösungen (Verbands- oder Kreisliga) gesprächsbereit gewesen – und zwar auch unter den von Fußballobmann Andreas Hamann jüngst kolportierten finanziell limitierten Bedingungen. In Gadeland wolle man, so war es zu vernehmen, den Spielern die Taschen nicht mehr vollstopfen. Doch die eigens für diese Diskussion anberaumte Sitzung am Donnerstagabend wurde ad absurdum geführt, denn die Vereinsoberen informierten Frauenstein bereits am Dienstag und ferner folgend dann die Mannschaft über den bereits beschlossenen Rückzug. „Das ist ein Schuss vor den Bug“, konstatierte Frauenstein, der momentan ratlos ist, „wie wir die Motivation bis Saisonende hoch halten sollen“.

Von den verwelkenden „Kleeblättern“ profitiert übrigens nicht der aktuelle Tabellenletzte Rot-Weiß Kiebitzreihe. Die Steinburger würden dennoch absteigen, vielmehr gäbe es einen Neuling aus der Aufstiegsrunde der betreffenden Kreisligen mehr, wusste Staffelleiter Gerd Freisler zu bestätigen.

Derweil zeigte sich Nortorfs Trainer Thomas Arndt sehr verärgert über einen öffentlich gemachten Kontakt zwischen ihm und Gadeland. „Ich hatte im November des Vorjahres eine Anfrage Hamanns. Schon damals habe ich deutlich aufgezeigt, dass Nortorf mein erster Ansprechpartner ist, und auf Grund der dann folgenden Entwicklungen war Gadeland ohnehin kein Thema mehr für mich“, stellte Arndt klar und gab bekannt, dass er vielmehr seinen Vertrag am Heinkenborsteler Weg an der Seite seines Co-Trainers Thorsten Syben jüngst um ein weiteres Jahr verlängert hat.

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