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2. Basketball-Regionalliga Nord Herren : TSE bremst seine Talfahrt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einfeld zwingt im Kellerduell die BG Halstenbek/Pinneberg in die Knie.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2014 | 14:00 Uhr

Ein erster Rettungsschirm hat sich geöffnet: Mit einer starken Vorstellung stoppten die Basketballer des TS Einfeld, die sich zuletzt in der 2. Regionalliga Nord im freien Fall Richtung Abstieg befanden, ihre Talfahrt – zumindest vorerst. In eigener Halle bezwangen die „Riesen vom See“ die BG Halstenbek/Pinneberg mit 98:95 (49:54). Zwar bleiben die Einfelder dennoch Tabellenschlusslicht, zogen aber nach Punkten mit den „Hoppers“ gleich.

Im Vorlauf zu dem Kellerduell sprach TSE-Teammanager Helge Peters im englisch geprägten Basketball-Fachjargon vom ersten „Do-or-die“-Spiel der Saison, also einem ersten Abstiegsendspiel. Mit dieser Drucksituation im Nacken schickte Einfelds Trainer Jens Winter als Starting Five Michael Pieper, Marco Steenbock, Tobias Langtim, Torge Smyrek und Oliver Flöck aufs Parkett. Es entwickelte sich ein umkämpftes Kellerduell auf erstaunlich gutem Regionalliganiveau.

Nach ausgeglichenem Beginn (8:6/4.) legten die „Hoppers“ urplötzlich alle Hemmungen ab und trafen aus allen Lagen. Sogar ein Dreier von der Mittellinie fand über das Brett den Weg in den Einfelder Korb. Beim Stand von 13:29 (9.) schien der TSE früh auf die Verliererstraße abgebogen zu sein. Doch dann erwachte der Kampfgeist in den „Riesen“. Angetrieben von einem glänzend aufgelegten Felix Jankowiak, der nun fünf seiner insgesamt 18 Zähler erzielte, kamen die Schwarz-Weißen bis zum Viertelende wieder bis auf zehn Zähler heran (19:29).

Spätestens in der 13. Minute war die Partie wieder völlig offen, der TSE wieder dran (28:30). In der Folge setzte sich kein Team im zweiten Viertel mehr deutlich ab. Zur Halbzeitpause behaupteten die Gäste allerdings immer noch eine Fünf-Punkte-Führung (54:49).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es spannend. Mal lag Einfeld vorn, dann drehte die BG den Spieß wieder um. Tobias Langtim und Sinan Ibrahimi sorgten mit je einem Dreier für eine Einfelder 68:62-Führung (25.), doch prompt steigerten sich auch die Gäste wieder und glichen aus (68:68/28.). Ein weiterer Langtim-Dreier bescherte den Neumünsteranern immerhin ein knappes 74:73 zum Ende des dritten Durchgangs.

Die Auftaktphase des Schlussviertels gehörte den Einfeldern (78:73/33.), doch noch immer ließ sich Halstenbek/Pinneberg nicht abschütteln und glich wiederum aus (80:80/34.). Doch die Lage für die Schwarz-Weißen wurde noch bedrohlicher, denn wenig später behaupteten die „Hoppers“ ihrerseits eine Führung. Mit 84:89 lag der TSE im Hintertreffen (36.), dann übernahm Scharfschütze Ibrahimi den Taktstock und riss das Ruder mit zwei Distanzwürfen wieder herum (90:89/37.). Die BG traf einen Freiwurf zum 90:90, doch auf der Gegenseite ließen Langtim per Dreier und Oliver Flöck mit zwei verwandelten Freiwürfen aus dem Fünkchen Hoffnung auf den dritten Saisonsieg ein zartes Flämmchen werden (95:90/40.). Beim Stand von 95:92 für den TSE schickten die Gäste Torge Smyrek durch Fouls zu insgesamt vier Freiwürfen an die Linie. Smyrek verwandelte die Hälfte davon (97:92). Ein Dreier der „Hoppers“ fünf Sekunden vor der Schlusssirene ließ die Winter-Mannen noch einmal für einen kurzen Moment zittern. Erneut wurde Smyrek schnell gefoult, nutzte den zweiten der beiden Freiwürfe und sicherte dem TSE den eminent wichtigen Heimsieg, denn die Gäste hatten keine Antwort darauf mehr parat.

TSE-Coach Jens Winter lobte sein gesamtes Team, das „eine tolle Charakterleistung“ gezeigt habe: „Dass wir in unserer Situation und in solch einem wichtigen Spiel einen frühen 16-Punkte-Rückstand weggesteckt haben, zeigt, dass die Moral der Truppe intakt ist. Dieser Sieg gibt uns Mut für den weiteren Abstiegskampf.“

TS Einfeld (Punkte in Klammern): Smyrek (25), Jankowiak (18/1 Dreier), Steenbock (16/1), Ibrahimi (15/5), Langtim (10/2), Flöck (8), Pieper (4), Völzer (2), Beinke, J. Peters, Voß.

Nächster Gegner: EBC Rostock Talents (A/Sonnabend, 22. Februar, 13 Uhr).

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