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Handball-Oberliga HH/SH Männer : Torwartwechsel bringt Wift in die Spur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner siegen in Hürup nach einem 16:20-Halbzeitrückstand noch mit 39:31 und sind jetzt wieder Fünfter.

Unter fast identischen personellen Bedingungen wie zuvor, als die Oberliga-Handballer der SG Wift der HSG Ostsee N/G mit 26:33 unterlagen, punkteten die „Bären“ nun beim TSV Hürup überraschend gleich doppelt. Nach einem 16:20-Pausenrückstand gewannen die Neumünsteraner noch klar mit 39:31 und verdrängten ihre Gastgeber wieder vom fünften Platz.

Wift-Trainer Michael Haß konstatierte erfreut: „Angesichts von zuvor erst drei abgegebenen Punkten ist Hürup äußerst heimstark und präsentierte sich zudem gegen uns in Bestbesetzung. Ungeachtet unseres kleinen Kaders war die Vorgabe, über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo zu gehen – und das hat unsere Mannschaft letztlich wunderbar umgesetzt.“ Und dabei war es doch alles andere als verheißungsvoll losgegangen. Vor allem Ove Jensen bekamen die Gäste in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht in den Griff. Nachdem die Partie mit leichten Vorteilen aufseiten der Hausherren gestartet war, erzielte Hürups Rückraumspieler mit dem 14:11 (20.) seinen bis dahin bereits neunten Treffer. Erst mit der Manndeckung für Ove Jensen durch Thorben Plöhn im Wechsel mit Fridtjof Koslowski konnten die Blau-Weißen dessen Wirkungskreise eindämmen und schlossen gleichzeitig die Lücken gegen die Achse Niels Jensen, der an der Seite von Ove Jensen im Rückraum rotierte, und Philipp Hinrichsen am Kreis. Die 5:1-Deckungsvariante funktionierte ebenso gegen den wurfgewaltigen Julian Fintzen, sodass die Schwalestädter die Formation auch im zweiten Durchgang konsequent durchspielten. Mit dessen Anpfiff zahlte sich Wifts Torwartwechsel aus. Steffen Bahr läutete nicht nur mit seinen zehn Paraden, sondern auch mit seinem Treffer (!) in das verwaiste Hürup-Tor zum 21:19 (35.) erst die Aufholjagd und anschließend die Wende ein. Doch zuvor galt es aus Sicht der SG Wift, noch eine heikle Situation zu überstehen: die Disqualifikation von Christian Drecke im Anschluss an dessen dritte Zeitstrafe (37.). In der Defensive störte fortan Plöhn an der Spitze, dahinter verteidigten Thies-Jakob Volquardsen und Fridtjof Koslowski auf den Halbpositionen und Tim Kreft auf der Mitte das Remis auch in Unterzahl. Anschließend traf Volquardsen zum 25:24 für Wift (43.) und damit zur ersten Wittorfer Führung des Spiels. Kurz darauf stand Volquardsen erneut im Fokus. Dieses Mal allerdings, weil er sich nach einem Scharmützel mit Ove Jensen mit den Referees anlegte und deshalb im Gegensatz zu seinem Gegner gleich doppelt so lange auf die Bank geschickt wurde. Aber diese vierminütige Unterzahl entschied Plöhn per Doppelpack für seine Farben (29:27 aus Gästesicht/46.). „In den letzten Minuten haben wir von gegnerischen Ballverlusten profitiert, weshalb das Ergebnis so deutlich ausgefallen ist“, bilanzierte Michael Haß, dessen Team über eine 33:30-Führung (55.) zum 39:31-Erfolg kam, und resümierte weiter: „Wir haben es geschafft, das Tempo hoch zu halten. Die Umstellung auf die 5:1-Abwehrvariante hat funktioniert, und die daraus resultierende Sicherheit brachte uns in den entscheidenden Phasen das nötige Selbstvertrauen.“

Ungeachtet des Erfolgs ist Michael Haß von der anhaltend dünnen Personaldecke genervt: „Momentan stehen bei einigen berufliche Geschichten im Raum, die für eine überschaubare Trainingsbeteiligung sorgen. Zudem wird Bennet Kretschmer in Kürze am Knie operiert und fällt bis zum Saisonende aus. Deshalb müssen wir uns Gedanken machen, ob wir uns Unterstützung aus der eigenen ,Zweiten’ holen.“

SG Wift: Quednau, Titze, Bahr (1 Tor) - Plöhn (4), Kreft (8/2), Schmidtke (1), Stock (5), Volquardsen (5), Drecke (2), Lehmann, F. Koslowski (10/davon 4 Siebenmeter), Moritz Haß (3), M. Koslowski.

Schiedsrichter: Krüger/Schmidt (Büdelsdorf/Wanderup). – Zuschauer: 150. – Nächster Gegner: FC St. Pauli (H/Sonnabend, 19 Uhr).




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