Fussball : Torpedo startet ins Abenteuer

Blickt der Aufstiegsrunde optimistisch entgegen: Torpedo-Trainer Thomas Michalowski.
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Blickt der Aufstiegsrunde optimistisch entgegen: Torpedo-Trainer Thomas Michalowski.

Die Michalowski-Elf bestreitet heute in Kellinghusen ihr erstes Verbandsliga-Aufstiegsspiel.

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03. Juni 2014, 08:00 Uhr

Für das Überraschungsteam der Fußball-Kreisliga Neumünster gibt es eine Extraschicht. Denn dank seines Vizemeistertitels ist der FC Torpedo 76 für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd-West berechtigt. Dort geht es für die „Taubenträger“ heute um 19 Uhr zum VfL Kellinghusen, der am vergangenen Sonnabend dem dritten Teilnehmer im Bunde, dem Segeberger „Vize“ SV Wahlstedt, auswärts mit 0:1 unterlag. Mindestens einer aus diesem Konzert steigt auf. Sollte sich der FC Itzehoe, wie zuletzt kolportiert, aus der Verbandsliga zurückziehen, wären es sogar zwei.

Kellinghusen hat sich als Siebter der Kreisliga West, der gemeinsamen Staffel der Kreisfußballverbände Dithmarschen und Steinburg, für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Denn von den ersten sechs Teams im Endklassement 2013/14 kommt lediglich der Meister und damit der als direkter Aufsteiger in die Süd-West-Verbandsliga feststehende SV Alemannia Wilster aus Steinburg, sodass Kellinghusen praktisch als Vizemeister seines Kreises antritt. Davon, dass der Gegner „nur“ Rang 7 erreicht hat, will sich Torpedo-Coach Thomas Michalowski nicht blenden lassen: „Die Kellinghusener können Fußball spielen. Das haben sie offenbar auch im Spiel gegen Wahlstedt gezeigt.“ Der 50-Jährige konnte sich das Aufeinandertreffen urlaubsbedingt nicht anschauen. Doch seine gesamte Mannschaft inklusive Co-Trainer Christian Gosch war vor Ort und berichtete von einem athletischen, zweikampfstarken und in den Defensivreihen groß gewachsenen Kontrahenten. Michalowski geht aber sehr zuversichtlich in die Partie: „Ich bin guter Dinge, da ich weiß, dass sich meine Jungs mit dem Gegner steigern können. Das haben sie in der Punktrunde mehrfach bewiesen.“ Die Kreisligasaison offenbarte aber auch immer wieder einen gewissen Schlendrian, durch den die Konzentration bei den „76ern“ abfiel. Daher fordert Michalowski, der mit Ausnahme von Erkam Simsek (Gelb-Rot-Sperre) und Christoph Hein (beruflich verhindert) auf den gesamten Kader zurückgreifen kann, auch „höchste Konzentration über die volle Distanz“.

Der VfL Kellinghusen hat im Übrigen schon durchaus bessere Zeiten erlebt. So waren die Steinburger zwischen 1985 und 1987 in der damals höchsten Landesklasse (Verbandsliga) vertreten und bekamen es seinerzeit mit Teams wie dem VfB Lübeck, dem Itzehoer SV oder dem VfR Neumünster zu tun. Seither ist dem VfL eine Rückkehr auf eine ähnlich große Bühne nie wieder gelungen. Torpedo wiederum verzeichnet als bislang größten Erfolg seiner Historie den Aufstieg in die Bezirksklasse (Eiderstaffel). Und das ist mittlerweile auch schon 20 Jahre her.

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