Fussball : Torpedo oder Wahlstedt? Oder vielleicht sogar beide?

Mit einer ganz speziellen Choreographie feierten die Torpedo-Spieler am vergangenen Dienstag ihren vierten von insgesamt fünf Treffern in Kellinghusen. Mit von der Partie waren bei dieser Orgie Jan Henrik Grümmer, Jan Phillip Matthis (verdeckt), Yannik Gläske, Christoph Hein, Mirco Oelze, Frederick Borgert (verdeckt), Bennet Juckel, Daniel Eggers (im Hintergrund) und Florian Knoche (v. li.). Darf auch heute im oder gar nach dem Spiel gegen den SV Wahlstedt so gejubelt werden?
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Mit einer ganz speziellen Choreographie feierten die Torpedo-Spieler am vergangenen Dienstag ihren vierten von insgesamt fünf Treffern in Kellinghusen. Mit von der Partie waren bei dieser Orgie Jan Henrik Grümmer, Jan Phillip Matthis (verdeckt), Yannik Gläske, Christoph Hein, Mirco Oelze, Frederick Borgert (verdeckt), Bennet Juckel, Daniel Eggers (im Hintergrund) und Florian Knoche (v. li.). Darf auch heute im oder gar nach dem Spiel gegen den SV Wahlstedt so gejubelt werden?

Heute kommt es zum entscheidenden Spiel in der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd-West. Itzehoes Rolle ist weiter unklar.

shz.de von
07. Juni 2014, 13:00 Uhr

Fußball-Kreisligist FC Torpedo 76 ist nach dem 5:2-Erfolg am vergangenen Dienstag beim VfL Kellinghusen bereits sehr nah am Aufstieg in die Verbandsliga Süd-West. Doch um in der kommenden Saison sicher am Spielbetrieb der sechsten Liga teilzunehmen, benötigt der Neumünsteraner Kreisliga-Vizemeister in seiner zweiten und damit letzten Partie der Aufstiegsrunde noch ein Unentschieden. Gegner ist der Segeberger „Vize“ SV Wahlstedt, der heute um 17.30 Uhr im Städtischen Stadion an der Geerdtsstraße gastiert.

„Wir haben den Vorteil, nicht gewinnen zu müssen“, weiß Torpedo-Coach Thomas Michalowski um den Vorzug des besseren Torverhältnisses. Denn Wahlstedt gewann das Aufeinandertreffen mit Kellinghusen „nur“ mit 1:0 und benötigt daher einen Sieg, um Platz 1 in der Aufstiegsrunde, die mit drei Teams im Modus „jeder gegen jeden“ ausgespielt wird, zu erreichen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass sogar beide Teams aufsteigen, da der (Noch-)Verbandsligist FC Itzehoe allem Anschein nach nur für die Kreisliga West melden wird.

Darauf will man sich bei den „Taubenträgern“ jedoch vernünftigerweise nicht verlassen. So ähnlich verhält es sich mit dem Anstreben eines Unentschiedens. „Das können wir gar nicht“, meint Michalowski, der der Tatsache, dass Wahlstedt mehr unter Zugzwang steht, Positives abgewinnt: „Uns liegen Teams, die das Spiel selbst machen, eher. Wir haben schnelle Leute und können daher vielleicht den einen oder anderen erfolgreichen Konter fahren.“ Somit wäre ein möglicher Ausfall des schnellen Torpedo-Stürmers Enes Gülbay umso bedauerlicher. Doch hinter dem Einsatz des Leistungsträgers, der im Kellinghusen-Spiel mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste, steht ein Fragezeichen. Noch unwahrscheinlicher ist ein Mitwirken von Verteidiger Christoph Hein, der erneut beruflich eingebunden ist. Am Dienstag erschien er immerhin rechtzeitig zur zweiten Halbzeit und konnte noch 45 Minuten mitwirken. Vielleicht läuft es ja dieses Mal ähnlich.

Der SV Wahlstedt kommt mit der Empfehlung von 95 Toren in 30 Punktspielen nach Neumünster. In einem wahren Fotofinish sicherte sich der Ex-Verbandsligist in seiner Kreisliga hinter dem TuS Garbek (70 Punkte) mit 65 Zählern den zweiten Platz vor dem SSC Phönix Kisdorf und dem SC Rönnau 74 (je 64). Überragender Mann Wahlstedts ist Angreifer Sebastian Bossert, der in der Serie 2010/11 gemeinsam mit Oliver Zebold den SV Schackendorf in die Schleswig-Holstein-Liga schoss, ehe das geniale Duo gemeinsam zum SV Todesfelde wechselte. Bossert wurde in der abgelaufenen Saison im Wahlstedter Dress mit 36 Treffern Torschützenkönig der Kreisliga Segeberg.

Als Schiedsrichter des heutigen Aufstiegsspiels an der Geerdtsstraße fungiert Max Rosenthal (Phönix Lübeck).

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