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Fussball-SH-Liga : Todesfelde freut sich über die Geschenke des PSV

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner kassieren im letzten Heimspiel der Saison eine unnötige 1:2-Niederlage.

Am Ende waren sich die Beteiligten einig: Fußball-SH-Ligist Polizei-SV Union hat sich bei der 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den SV Todesfelde am 33. Spieltag zu einem großen Teil selbst geschlagen. 137 Zuschauer wurden an der Stettiner Straße Zeuge, wie sich einmal mehr bewahrheitete, dass es sich rächt, wenn ein Team seine Chancen nicht verwertet.

Dabei fing alles ganz anders an. Denn der PSV nutzte gleich seine erste Möglichkeit zur Führung, als Marinko Ruzic nach Vorarbeit von Patrick Fürst innerhalb des Fünfmeterraums nur noch einzuschieben brauchte (11.). Keine 60 Sekunden später war Issam Khemiri bereits an Gästetorhüter Timo Holst vorbei, doch sein Schussversuch von äußerer Position wurde durch SVT-Kapitän Dominik Lembke noch vor der Linie geklärt. Auf der Gegenseite zielte Todesfeldes Maurice Uhlenbrock nach einem Fehlpass von Yahya Sucu nur knapp daneben (16.), ehe PSV-Verteidiger Philip Schenzer einen weiten Uhlenbrock-Einwurf mit dem Hinterkopf so verlängerte, dass das Spielgerät nur knapp am langen Pfosten vorbeiging (23.). Nach einer lebhaften Anfangsphase holten beide Teams kurz Luft, ehe Fürst Mariusz Zmijak auf die Reise schickte, sich Letzterer aber auf dem Weg zum Tor zu viel Zeit ließ und noch von René Lübcke gestört wurde (34.). Kurz darauf scheiterte Fürst nach einem Eckball von Christoph Pfützenreuter und anschließender Verlängerung von Felix Schulz an Holst (37.). Das Auslassen dieser Möglichkeiten wurde auf dem Fuße bestraft, als der „Ordnungshüter“ Bastian Hasler eine zu kurz geratene Lübcke-Ecke nicht klärte, sondern dem Schützen wieder in die Füße spielte. Im zweiten Versuch fand Lübcke dann den völlig frei zum Kopfball kommenden Uhlenbrock, der aus wenigen Metern zum 1:1 einnickte (39.). Vor der Pause vergaben Lübcke für den SVT (41.) und Fürst für die Hausherren weitere Hochkaräter (44.).

Nach dem Seitenwechsel brauchten die „Polizisten“ einige Minuten, um wieder in die Partie zu kommen. Todesfelde nutzte die Konfusion zur Führung: Einen Freistoß von Jorrit Bernoth versuchte Hasler per „Flachköpper“ zu klären, doch der Ball geriet zu Lübcke, der den Hammer auspackte und PSV-Keeper Dennis Spantig aus rund 18 Metern keine Chance ließ (52.). In der Folge beschworen die Einheimischen immer wieder mit Chip-Bällen hinter die Gästeverteidigung Gefahr herauf. So tauchten etwa Fürst (55., vorbei) und Ruzic (61./pariert, 88./vorbei) frei vor dem gegnerischen Gehäuse auf, vergaben ihre Großchancen aber zum Teil kläglich. Ohne den stark mitspielenden SVT-Schlussmann Holst wäre es noch deutlich häufiger gefährlich geworden.

Für Unmut sorgte beim PSV der Umstand, dass Todesfeldes ansonsten stark aufspielender Lübcke, der in Folge eines taktischen Foulspiels bereits in der achten Minute mit der Gelben Karte verwarnt wurde, nach weiteren – zum Teil ähnlichen – Fouls nicht des Feldes verwiesen wurde. „Wenn wir nicht nach Regeln spielen, brauchen wir uns nicht zu treffen“, zürnte PSV-Trainer Patrick Nöhren. Grundsätzlich wusste der Coach aber, wo er die Schuld an der Niederlage zu suchen hatte: „Wir haben uns das selbst zuzuschreiben. Vorne hätten wir acht Stunden weiterspielen können und kein weiteres Tor gemacht. Hinten machen wir dem Gegner zudem zwei Geschenke.“ SVT-Übungsleiter Sascha Sievers wusste, dass die Partie auch einen anderen Ausgang hätte nehmen können, war aber dem Ergebnis entsprechend zufrieden: „Das ist schon ein etwas glücklicher Sieg. Wir können uns auch beim PSV bedanken, dass er nicht konsequent mit den Chancen umgegangen ist. Aber wir hatten ebenso gute Phasen im Spiel und haben das, gemessen an unserer personellen Situation, sehr anständig gemacht.“

PSV – SV Todesfelde 1:2 (1:1)

Polizei-SV Union Neumünster: Spantig - P. Schenzer (73. Scheinpflug), F. Schulz, Sucu, Bock - Hasler - Khemiri, Ruzic, Pfützenreuter, Zmijak (85. Tinney) - Fürst.

SV Todesfelde: Holst - Haldau, Petzold, Lembke, Hamann (59. Bruhn) - Lübcke (83. Jocham), Yavuz, Bernoth - Brumshagen, Studt, Uhlenbrock (76. Testa).

Beste Spieler: F. Schulz - Holst, Yavuz, Lübcke. – Schiedsrichter: Glowatzka (Schilksee). – Zuschauer: 137 zahlende. – Tore: 1:0 Ruzic (11.), 1:1 Uhlenbrock (39.), 1:2 Lübcke (52.). – Letzter PSV-Gegner 2013/2014: TuS Hartenholm (A/Sonnabend, 16 Uhr).

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