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Leichtathletik : Titelverteidiger demonstrieren ihre Klasse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Pascal Dethlefs und Natalie Jachmann gewinnen erneut den Köstenlauf. Mitfavorit Steffen Uliczka bleibt im Stau stecken.

Der 27. Köstenlauf ist Geschichte. Bei der gestrigen Veranstaltung waren es die Favoriten und Vorjahressieger Natalie Jachmann (LG Flensburg) und Pascal Dethlefs (o.t.n Lauflabor), die Tempo und Taktik im 10 km-Hauptlauf bestimmten. Während Dethlefs seinen Titel mit einer Zeit von 32:06 Min. verteidigte, blieben die Uhren für seine Lebensgefährtin Jachmann bei 36:27 Min. stehen.

„Ich war überrascht von den vielen Menschen und der Begeisterung an der Strecke. Gern habe ich so manchen Autogrammwunsch während des Laufs erfüllt, sonst wäre vielleicht noch eine bessere Zeit möglich gewesen“, erklärte ein grinsender Dethlefs, der sich zum siebten Mal als Gewinner in die Siegerliste des Köstenlaufs eintragen durfte. Ebenfalls ihren Titel verteidigte Sarah Dohse (USC Kiel) über die 5 km-Strecke. Im Männerfeld war über diese Distanz Paul Tarek Neuefeind von der SG Wasserratten Norderstedt der Schnellste.

Auf Grund eines Unfalls auf der A 7 musste der Olympia-Teilnehmer von 2012, Steffen Uliczka, seine Teilnahme kurzfristig absagen. Der Mann von der SG TSV Kronshagen/Kieler TB hätte Dethlefs gefährlich werden können, doch auf Grund des Pechs seines vermeintlich stärksten Konkurrenten konnte der Vorjahressieger seinen Stiefel herunterlaufen und souverän mit rund zwei Minuten Vorsprung gewinnen.

Bei besten Bedingungen gingen insgesamt 2934 Läuferinnen und Läufer an den Start – das waren fast 50 Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Allein 1020 Starter waren es im Hauptlauf.„Sportlich und organisatorisch darf man den 27. Köstenlauf als gelungen bezeichnen“, lautete ein erstes Fazit von Cheforganisator Hans-Dieter Höft (Polizei-SV Union).


Große Begeisterung bei den Handicap-Läufern


Der erste Startschuss fiel bereits um 15 Uhr mit dem Bambinolauf. Es war ein buntes Bild der Freude , das den Zuschauern von den knapp 300 Teilnehmern geboten wurde. Einige rannten gleich vorneweg, andere ließen sich tränenüberströmt von Mama oder Papa ins Ziel tragen. Sie waren von den Eindrücken auf und neben der Strecke überwältigt worden. Eine halbe Stunde später gingen die Teilnehmer des Handicap-Laufs auf ihre 1,4 km-Strecke. Kirsten Bruhn als Schirmherrin war wegen anderer Termine in Berlin verhindert, auch lag die Zahl der Finisher mit rund 30 hinter der Zahl der Meldungen zurück (42). Kurzfristig mussten einige der Athleten passen. Der Begeisterung beim Rest bei der Zielankunft tat dies aber keinen Abbruch. Gerade den Handicap-Läufern war die Freude gestern anzumerken. „Schaut man in die Gesichter der Teilnehmer, dann sieht man die Begeisterung unserer Teilnehmer“, sagte Kersten Andresen vom Verein Lichtblick.


Streckenrekorde bleiben bestehen


Großer Andrang herrschte bei den wieder einmal ausgebuchten Jugendläufen über 1,4 km. Allein beim Jahrgang 2008 gab es 274 Meldungen. Dankesworte für die tolle Organisation gab es von allen Sponsoren und den Teilnehmern. Bestand hat weiterhin der Uralt-Rekord aus dem Jahr 1992 (30:04 Min.) von Marco Kolmorgen. Auch die alte Bestzeit der Frauen – 35:30 Min. von Anke Tiedemann (SG TSV Kronshagen/Kieler TB), aufgestellt vor elf Jahren – blieb bei der 27. Auflage des Neumünsteraner Klassikers unangetastet. Moderator Hans-Erich Jungnickel sorgte derweil in fünf Stunden Köstenlauf für Informationen, Zahlen und Interessantes.

„Wir sind mit dem Ablauf sehr zufrieden. Nur einmal mussten wir ein Fahrzeug abschleppen lassen, das kurz vor dem ersten Startschuss die Bambinostrecke blockiert hatte“, erklärte Cheforganisator Höft.

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