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FUSSBALL-KREISLIGA NEUMÜNSTER : Titelaspirant VfR II neues Schlusslicht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Rasensport-Reserve verliert trotz prominenter Unterstützung in Tungendorf. Die SG Padenstedt deklassiert den SV Wasbek.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 14:00 Uhr

Auch wenn die Spielzeit in der Fußball-Kreisliga Neumünster noch sehr jung ist, scheint sich der vor Saisonbeginn hoch gehandelte VfR II bereits endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet zu haben. Denn trotz fünf mitwirkender Akteure aus dem Regionalligakader und einer über weite Strecken überlegenen Spielweise unterlag die „Veilchen“-Reserve beim Spitzenreiter SV Tungendorf mit 0:2 und liegt nun mit schon 16 Zählern Rückstand zur Spitze sogar auf dem letzten (!) Tabellenrang – im Übrigen mit einem positiven Torverhältnis (7:6). Derweil gaben sich die ärgsten Verfolger des SVT, die SG Padenstedt (9:0 beim SV Wasbek), der FC Torpedo 76 (6:0 gegen den SV Husberg) und der SV Boostedt (6:1 gegen den Ruthenberger SV), allesamt keine Blöße.

SV Wasbek – SG Padenstedt 0:9 (0:5)

SV Wasbek: M. Rüdiger - Dahmke, Zmijak, Döring, P. Rüdiger, von der Mehden (63. Gill), Slotosz (46. Packhäuser), Lenz, Wollny, Woldt, Sopjani (71. Braker).

SG Padenstedt: Stichert - Andres, Burow (71. Voels), Stöckhardt, C. Wilk, Barck, Breiholz, Gripp, Ma. Klein, Callsen (71. Hinz), Hartwich.

SR: Kurtoglu (Wittorf). – Zuschauer: 60. – Tore: 0:1 Stöckhardt (4.), 0:2 Gripp (9.), 0:3 Stöckhardt (28.), 0:4 Breiholz (33.), 0:5 Breiholz (40.), 0:6 Stöckhardt (60.), 0:7 Ma. Klein (77.), 0:8 Stöckhardt (86.), 0:9 Stöckhardt (89.).

Während es für den SV Wasbek nach dem ersten „Dreier“ der Saison (2:1 bei Ruthenberg) einen erneut sehr heftigen Dämpfer gab, kann die SGP bereits auf den sechsten Sieg im sechsten Spiel zurückblicken. Das Resultat spricht dabei Bände. „Es war die dem Ergebnis entsprechend klare Angelegenheit. Wir hatten Padenstedt nichts entgegenzusetzen“, gab Wasbeks spielender Ligaobmann Pasqual Rüdiger zu Protokoll und gestand dabei zudem ein, dass das Ergebnis auch höher hätte ausfallen können.



SV Tungendorf – VfR II 2:0 (1:0)

SV Tungendorf: Waldeck - Karagül, Schlotfeldt, Voss, A. Stölting, Möller (83. Sarau), C. Stölting, Czekay, Nupnau (88. Wuchinger), J.-J. Künstler, Beck.

VfR Neumünster II: Kassler - Ju, Seb. Fuhrmann, Okyne, Amoako (59. Yimele), Christophersen, Zschimmer, Gülbay (73. Dumitrica), Visan (59. Si. Fuhrmann), M. Schultz, Yilmaz.

SR: Daniel (Gut Heil). – Zuschauer: 75. – Tore: 1:0 J.-J. Künstler (18., Handelfmeter), 2:0 Czekay (52.). – Rote Karte: Zschimmer (VfR II/38., grobes Foulspiel).

„Wir haben schon damit gerechnet, dass der VfR II mit einer verstärkten Elf antreten würde. Ich kann vor meiner Mannschaft nur den Hut ziehen, denn sie hat in einem hochklassigen und temporeichen Spiel hinsichtlich des Teamworks eine Topleistung gezeigt“, war SVT-Trainer Torsten Sötje begeistert. Dem VfR II merkte man an, dass er mit aller Macht eine Trendwende herbeiführen möchte. Doch weder die fünffache Ligaunterstützung noch eine über weite Strecken überlegene Spielweise halfen. Es mangelte vor allem an der Kaltschnäuzigkeit und laut VfR II-Coach Matthias Hansen auch am Mann in Schwarz: „Es ist schon auffällig, dass die Unparteiischen immer gegen uns pfeifen. Für mich war die Rote Karte für Kevin Zschimmer nicht einmal eine Gelbe Karte wert.“

Boostedt – Ruthenberg 6:1 (2:0)

SV Boostedt: Gaycken - Apler, Krämer, Junkuhn (65. Lehmann), Kruse (46. Eckhardt), Lienhöft, Schröder, Tabert, Plath, Schramm, Wehde.

Ruthenberger SV: Westphal - Schilling, Beisel, Bröcker (60. Eitner), Schramm, Fischer (65. Pfeifer), Brunst, Rall, Sienknecht, Maier, Acar (46. Wilm).

SR: Tural (Einfeld). – Zuschauer: 40. – Tore: 1:0 Wehde (5.), 2:0 Plath (40.), 3:0 Tabert (63.), 4:0 Plath (72.), 4:1 Rall (75.), 5:1 Eckhardt (86.), 6:1 Lehmann (87.).


„Das Endergebnis ist eindeutig. Aber der Spielverlauf war es ganz und gar nicht, und der Sieg fiel zu hoch aus“, befand Boostedts Liga-Presseprecher Lars Kröger. Nach seiner Meinung hätte Ruthenberg schon nach drei Minuten einen Elfmeter zugesprochen bekommen können, als SVB-Akteur André Schröder einen „Textiltest“ am Jersey von Dieter Rall durchführte. Fast im Gegenzug traf Christian Wehde zur schmeichelhaften 1:0-Führung für die Gastgeber (5.). Der RSV war das spielbestimmende Team, konnte aber vor dem Tor keine Durchschlagskraft vorweisen. Auch das 2:0 fiel für Kröger „aus dem Nichts“. Erst nach dem 3:0 ließen die Gäste nach und mussten dem hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut zollen, während Boostedt seine Möglichkeiten nun eiskalt nutzte.

PSV II – TuS Nortorf II 1:1 (1:1)

Polizei-SV Union II: Seelow - Rantzsch (65. Schreiber), Zielinski, F. Schenzer, T. Valentin, Rehder, Haut (50. Mercan), Adrian, Hoffmann, Seipt, Topcu (65. Sachau).

TuS Nortorf II: Spilker - Bobsien, Steen, Grimm, Sielken, Dähn, Nitsch (68. Storm), Huneke, Schwartz, Hülsen, Thielbörger (56. Sierck).

SR: Maschewski (Gadeland). – Zuschauer: 70. – Tore: 1:0 Hoffmann (42.), 1:1 Steen (64.). – Bes. Vork.: 25-minütige Unterbrechung nach einer Verletzung von PSV II-Spieler Haut (50.).


In einem laut PSV II-Trainer Kay Valentin bis dahin „sehr schlechten Spiel“ geriet der Fußball kurz nach der Pause zur Nebensache, als PSV II-Kicker Stefan Haut mit seinem Teamkollegen Tim Valentin zusammenstieß und sich beim Aufprall auf den Boden einen offenen Bruch im Schulterbereich zuzog. „Wir haben zwar danach weitergespielt, doch uns wäre auch egal gewesen, wenn wir noch verloren hätten. Das Wichtigste ist, dass es bei Haut keine bleibenden Schäden gibt“, sagte der bestürzte Valentin, der der Meinung war, dass die Partie trotz Chancen auf beiden Seiten auch keinen Gewinner verdient gehabt hätte.

Türkspor – SC Gut Heil 3:1 (2:0)

Neumünster Türkspor: Ceylan - Yagmur, Erkam Simsek, Kuscu (72. Ensar Simsek), G. Aktas, Yurtseven (54. K. Korkmaz), Keser, Kan, Tas (72. Özdemir), Akyel, Aydin.

SC Gut Heil: Reimer - A. Xhemajli, Matthes, Grund, Rüschmann, G. Xhemajli, Szyszkowski, Hansen, Tosyali (67. Henning), Beha, Muxfeldt (46. Soldat).

SR: Lühr (Krogaspe). – Tore: 1:0 Yurtseven (20.), 2:0 Tas (32.), 3:0 Özdemir (80.), 3:1 G. Xhemajli (82., Foulelfmeter). – Gelb-Rote Karte: Szyszkowski (Gut Heil/85., Unsportlichkeit).

Wirklich zufrieden gestellt wurde Türkspors Übungsleiter Cetin Bay trotz des 3:1-Sieges seiner Equipe nicht: „Wir waren spielerisch und von der Konzentration her nicht so gut wie zuletzt, wenngleich wir trotzdem überlegen waren. Auch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.“ Die Tore – insbesondere der Freistoßtreffer des eingewechselten Youngsters Yasin Enes Özdemir zum zwischenzeitlichen 3:0 (80.) – seien aber sehenswert gewesen und „das Wichtigste sind ohnehin die drei Punkte“, wie Bay betonte.


FC Torpedo 76 – SV Husberg 6:0 (3:0)

FC Torpedo: Hagen - Harder, Hein, Knoche, Gülbay (68. Schümann), Borgert, Eggers (71. Uzun), Berisha, Baumann, Juckel, Gläske (60. Willers).

SV Bönebüttel-Husberg: Schmidt - Heinrich, Jeske, Siedler (70. Wöbcke), Buhrmester (26. Tas), Dittmer, Herbers, Golland, Stoffers (60. Fürst), Luth, von Ahrentschildt.

SR: Paetau (Bokhorst). – Zuschauer: 20. – Tore: 1:0 Gläske (12.), 2:0 Gülbay (38.), 3:0 Berisha (44.), 4:0 Eggers (59.), 5:0 Willers (67.), 6:0 Knoche (90./+3).

Nachdem Husberg die erste Viertelstunde verschlafen hatte und bereits mit 0:1 zurücklag, waren die Gäste laut „Bö-Hu“-Trainer Andreas Evers knappe 25 Minuten lang richtig stark, verpassten es bei vier „100-Prozentigen“ aber, den Ausgleich zu erzielen. Durch schön herausgespielte Kontertore bestraften dies die aufstrebenden „Taubenträger“ eiskalt und sorgten noch vor dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung. Auch nach der Pause bot sich praktisch das gleiche Bild: Torpedo nutzte seine Möglichkeiten, während das Tor für Husberg vernagelt schien. Für Torpedos Co-Trainer Frank Hein, der den abwesenden Thomas Michalowski an der Seitenlinie vertrat, hatte ein Akteur besonders großen Anteil an diesem Erfolg: „Ohne unseren Torwart Malte Hagen wären wir untergegangen. Husberg war in den ersten 35 Minuten klar besser, und Hagen hat uns da im Spiel gehalten.“

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