Fußball-Landesliga Holstein : SVT Neumünster macht in einer Viertelstunde kurzen Prozess

Gut gebrüllt, SVT: Tungendorfs Maurice Petersen (links) hat hier eine schmerzhafte Begegnung mit René Westphal und Maximilian Kokot (rechts) vom TuS Hartenholm.
Gut gebrüllt, SVT: Tungendorfs Maurice Petersen (links) hat hier eine schmerzhafte Begegnung mit René Westphal und Maximilian Kokot (rechts) vom TuS Hartenholm.

Ein 4:0 über Hartenholm ist höchster Saisonsieg Tungendorfs. Huber und Bente treffen doppelt. Aus Ceglarek wird Baier.

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22. September 2019, 17:49 Uhr

Eine ganz starke Viertelstunde reichte dem Fußball-Landesligisten SV Tungendorf, um am neunten Spieltag den bislang höchsten Saisonsieg einzufahren. Der Tabellenvorletzte TuS Hartenholm wurde vor 100 Zuschauern am Süderdorfkamp mit 4:0 (4:0) bezwungen. Mit nunmehr 13 Punkten kehrte der Neuling in die obere Tabellenhälfte zurück und vergrößerte sein ohnehin vorhandenes Polster auf die Abstiegsplätze noch weiter.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Gäste vergaben zu Beginn zwei dicke Chancen durch Maximilian Kokot (2./vorbei) sowie René Westphal (8./Pfosten) und bekamen dafür eine bittere Quittung, nachdem auf der Gegenseite ein Treffer von Lukas Bente wegen Foulspiels an Verteidiger Thilo Quinting keine Anerkennung gefunden und Julien Huber einen strammen Schuss von halb rechts knapp am Tor vorbeigesetzt hatte (12., 15.). Es schien, als habe der SVT Lunte gerochen. Denn nun ging das Feuerwerk richtig los. Huber verwertete per Flachschuss ins lange Eck eine schöne Vorlage von Dennis Buthmann zum 1:0 (18.), bevor Lukas Bente am zweiten Pfosten stehend nach einem Greier-Freistoß zum 2:0 einköpfte (21.). Fünf Minuten später war wieder Huber an der Reihe. Nach einem Traumpass von Yannick Greier – dieser Mann machte wieder richtig Spaß – tanzte Huber Hartenholms Alexander Vahl schwindelig und erhöhte abermals per Flachschuss auf 3:0. Da wollte sich dann auch Bente nicht lumpen lassen und legte einen erneuten Kopfballtreffer zum 4:0 nach. Der 20-Jährige rammte die Kugel regelrecht ins Tor, nachdem Greier einen Eckstoß in den Gästestrafraum getreten hatte (30.). Der SVT hatte damit sein Soll mehr als erfüllt und machte anschießend nur noch Dienst nach Vorschrift. Insbesondere nach dem Wiederbeginn rannte Hartenholm permanent an, wollte unbedingt den Spielstand korrigieren. Die Segeberger hatten dann auch noch vier Großchancen, ohne jedoch Linus Waldeck einmal überwinden zu können. Die viel versprechendste Gelegenheit besaß Kokot, der freistehend den Ball punktgenau in Waldecks auffangbereite Arme köpfte (84.).

„Anfangs hatten wir Glück, insgesamt hat meine Mannschaft das Ganze heute aber klasse gemacht“, urteilte SVT-Trainer Marco Frauenstein, der sich insbesondere über die „schönen Tore“ (O-Ton) und die eingehaltene Marschroute freute: „Zum einen hatten wir mit den für uns ungewohnten Diagonalbällen Erfolg, zum anderen hat meine Elf wie gewünscht mehr Intensität an den Tag gelegt.“ Gästecoach Essmet Omid, der neun Verletzte in seinen Reihen beklagte und ferner den beiden guten Möglichkeiten zu Spielbeginn nachtrauerte, konstatierte: „Meine Mannschaft hat zurzeit nicht die Mentalität, sich nach einem Rückstand schnell wieder aufzurichten. Bei mir spielen Schwiegermutters Lieblinge.“

Übrigens: Für Hartenholms Neuzugang Hogir Busali ist der Horst-Neidahl-Platz in Tungendorf endgültig ein Ort des Schreckens, hatte er doch bereits mit dem VfR beim SVT vier Gegentreffer hinnehmen müssen (1:4 am 7. August), ehe er kurz darauf zum TuS wechselte.

Personalie am Rande: Tungendorfs am Sonnabend nicht eingesetzter Steven Ceglarek hat bei seiner Hochzeit den Namen seiner Frau angenommen und wird nun auch im Spielberichtsbogen als Steven Baier gelistet.

SV Tungendorf – TuS Hartenholm 4:0 (4:0)

SV Tungendorf: Waldeck – Hoppe, Braasch, F. Nell, Beck – Greier (56. Stölting) – Huber, Petersen, Buthmann, Piaskowski (65. Nupnau) – Bente (69. Fuhrmann).

TuS Hartenholm: Ilse – Linek (46. A. Voigt), Quinting, Johannsson, Vahl (27. Oldenburg) – Busali, Reichow – Ollenschläger, Möller, Westphal – Kokot.

Schiedsrichter: Neumann (TSV Malente). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 Huber (18.), 2:0 Bente (21.), 3:0 Huber (26.), 4:0 Bente (30.). – Beste Spieler: Greier, Huber, Bente, Beck – Ollenschläger, Reichow. – Nächster SVT-Gegner: Heikendorfer SV (A/Sonntag, 29. September, 15 Uhr).

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