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Fussball-Kreisliga Neumünster : SVT hat im Topspiel den längeren Atem

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Tungendorf gewinnt gegen Torpedo nach einem 0:2-Rückstand noch mit 4:2 und verdrängt die Gäste somit von Platz 1.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2013 | 08:00 Uhr

Der SV Tungendorf ist wieder Spitze! Durch späte Tore, die zu einem 4:2-Erfolg führten, sicherten sich die Blau-Weiß-Roten am 13. Spieltag der Fußball-Kreisliga nicht nur drei Punkte im Kracher gegen den FC Torpedo 76, sondern eroberten damit auch die Tabellenspitze zurück. Nach einem 8:1-Kantersieg über den TuS Nortorf II behauptete der SV Boostedt den dritten Tabellenplatz, während die SG Padenstedt auf Grund einer 2:3-Pleite gegen den VfR II an Boden verlor.

SG Padenstedt – VfR II 2:3 (0:3)

SG Padenstedt: Stichert - Anlauf, A. Wilk (61. Barck), Burow (79. Andres), Stöckhardt, C. Wilk, Breiholz, Steggewentze, Ma. Klein (46. Callsen), Hartwich, Rückert.

VfR II: Amoako - Beckmann, Seb. Fuhrmann, Okyne, Akcicek, Ju, Hartmann (90./+3 Ergel), Wahl, Yimele (90. Berger), Hinrichsen, Prühs.

SR: Daniel (Gut Heil). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Okyne (11.), 0:2 Yimele (33.), 0:3 Hinrichsen (45.), 1:3 A. Wilk (49., Foulelfmeter), 2:3 A. Wilk (60., Foulelfmeter). – Gelb-Rote Karte: Hinrichsen (VfR II/89., Foulspiel).

Einmal mehr in der laufenden Spielzeit zeigte sich die eigentlich doch so gut in die Serie gestartete SGP nicht von ihrer besten Seite. Vor allem der erste Durchgang machte Obmann Hans-Georg Eckert fassungslos: „Dazu fällt mir nichts ein. VfR II war uns in allen Belangen überlegen, und wir haben alles Mögliche getan, nur keinen Fußball gespielt.“ So war der 0:3-Halbzeitstand auch hochverdient. Und wenngleich sich die „Orangen“ nach der Pause steigerten und Druck machten, sollten nicht mehr als zwei Elfmetertore herausspringen. „Wenn wir die Strafstöße nicht zugesprochen bekommen hätten, hätten wir wohl gar nicht getroffen, da wir vorne zu blöde waren und teilweise Pässe über fünf Meter nicht ankamen“, meinte Eckert.


SC Gut Heil – SV Bönebüttel-Husberg 1:0 (1:0)

SC Gut Heil: Reimer - A. Xhemajli, Matthes, Rüschmann, Babiak, G. Xhemajli, S. Bara, Hansen, Hyseni (87. Tosyali), Szyszkowski, Grund.

SV Bönebüttel-Husberg: Schmidt - Wöbcke (46. Lehnecke), Heinrich, Siedler, Marquart (68. Tas), Buhrmester, Fürst, Dittmer (80. Dena), Golland, F. Witt, Velovic.

SR: Lühr (Krogaspe). – Zuschauer: 80. – Tor: 1:0 Bara (36.). – Gelb-Rote Karte: Hansen (Gut Heil/82., Foulspiel).

„Es war kein schönes Spiel und eher ein dreckiger Sieg für uns. Doch auf Grund der Tatsache, dass wir die Mehrzahl an Chancen hatten, war der Erfolg verdient“, befand Gut Heils Obmann Dennis Keyser, der in der ersten Halbzeit Vorteile für seine „Rothosen“ sah, aber am Ende richtig zittern musste: „Husberg hat in der zweiten Halbzeit alles versucht. In der Schlussphase hatten wir dann auch etwas Glück, nicht den Ausgleich kassiert zu haben.“ Dass Gut Heil nicht schon vor der Pause oder auch bei einigen Kontermöglichkeiten nach dem Seitenwechsel das 2:0 herbeigeführt hatte, zerrte zudem an Keysers Nervenkostüm.



Tungendorf – FC Torpedo 4:2 (1:2)

SV Tungendorf: Pohnke - Karagül, Schlotfeldt (82. Feigel), Voss, A. Stölting, Beck, Möller (63. Sarau), C. Stölting (35. Tan), Nupnau, Czekay, J.-J. Künstler.

FC Torpedo 76: Hagen - Harder, Fund, Knoche, Borgert, Karatas (46. Uzun), Eggers, Berisha, Juckel, Gläske (63. Reichelt), Gülbay (75. Baumann).

SR: Gries (Aukrug). – Zuschauer: 190. – Tore: 0:1 Gülbay (31.), 0:2 Gläske (32.), 1:2 Beck (34.), 2:2 Czekay (67.), 3:2 Nupnau (85.), 4:2 Czekay (90./+1). – Rote Karte: Fund (Torpedo/80., Schiedsrichterbeleidigung).

Zunächst lief es nicht im Sinne des SV Tungendorf, der große Ungenauigkeiten im Passspiel offenbarte. So kamen die Gäste besser ins Spiel und gingen mittels Doppelschlag durch Enes Gülbay (31.) und Yannik Gläske (32.) verdientermaßen in Führung. „Da ging bei uns erst mal die Kinnlade runter“, schilderte SVT-Trainer Torsten Sötje, dass er durchaus geschockt war. Doch mit dem schnellen Anschlusstreffer von Dennis Beck (34.) neutralisierte sich das Geschehen zusehends. „Wir konnten aber dennoch bis etwa zur 55. Minute nicht unser Spiel aufziehen“, war Sötje noch lange nicht zufrieden. In der Schlussphase lief es dann gegen die „Taubenträger“, die zunächst den starken Gülbay, der unmittelbar vor dem Ausgleich das 1:3 verpasst hatte, verletzungsbedingt (75.) und anschließend Christoph Fund wegen einer Schiedsrichterbeleidigung (80.) verloren. „Das war dann für uns das Zeichen, noch einmal alles zu probieren“, verriet Sötje, dessen Team starken Druck aufbaute und schließlich dafür auch belohnt wurde.


Ruthenberg – Bokhorst 4:3 (2:0)

Ruthenberger SV: Westphal - Soybahceci (43. Pfeifer), Beisel, Acar, Schramm, Fischer (68. Heine), Brunst, Rall, Sienknecht, Maier, Bröcker (46. Eitner).

SV Bokhorst: Schnoor - Gressmann, Stange, Steinkamp, Reese, Ryll, Schliebitz, Quatfasel, Ingwersen, Schmohl (58. Danker), Möbius.

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 15. – Tore: 1:0 Rall (10.), 2:0 Schramm (32.), 2:1 Ryll (55., Foulelfmeter), 3:1 Rall (58.), 3:2 Schliebitz (60.), 3:3 Quatfasel (68.), 4:3 Brunst (79.).

Der Ruthenberger SV um seinen Vorsitzenden Helmut Röhrs war äußerst erleichtert, als Referee Stephan Ehlers endlich den Abpfiff ertönen ließ. „Das war ein Zitterspiel bis zur letzten Sekunde, aber wir haben endlich mal Glück gehabt“, berichtete Röhrs, der damit vor allem auf die 90. Minute anspielte. Da tauchte nämlich SVB-Kapitän René Schliebitz frei vor dem RSV-Tor auf und hätte das 4:4 für die mit Vollgas nach vorne spielenden Bokhorster herbeiführen können, schoss aber über das Tor. Röhrs konstatierte: „Nachdem wir nach dem 3:1 nicht gut ausgesehen haben, verdienten wir uns diesen Sieg durch kämpferischen Einsatz.“

PSV II – TSV Gadeland II 1:3 (0:1)

Polizei-SV Union II: Spantig - Adrian, K. Valentin, F. Schenzer, P. Schenzer, Rehder, Seipt, Nützel, Hoffmann, Zielinski, Topcu (83. Reichow).

TSV Gadeland II: Macher - A. Törper, Scholz, Hinrichsen, Dose, Lenz (90. L. Lembke), Hamann (78. Gräfe), Kullick, Begas, Wegener, Zibell.

SR: Yilmaz (Ruthenberg). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 Lenz (12.), 1:1 Hoffmann (74., Foulelfmeter), 1:2 Zibell (88., Foulelfmeter), 1:3 Zibell (90./+2).

Die schwache Partie zwischen den Reserven des PSV und von Gadeland hatte eigentlich keinen Sieger verdient. Weil sich die „Ordnungshüter“ aber in der Schlussphase „selten dämlich“ (O-Ton PSV II-Coach Kay Valentin) anstellten, reichte es für die Auswärtsmannschaft doch noch zu drei Zählern. Vor dem 1:2 vergab PSV II-Stürmer Thomas Nützel zunächst freistehend die Riesenmöglichkeit zum 2:1, ehe sein Teamkollege Philip Schenzer beim Gegenzug von Gadeland II zu lange damit wartete, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern und dann sogar noch Kevin Zibell von den Beinen holte. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte höchst selbst (88.), ehe er in der Nachspielzeit noch ein Fehlpass-Geschenk von Chris Zielinski dankend annahm und den 1:3-Endstand herbeiführte (90./+2).


Türkspor – TSV Aukrug 5:2 (4:2)

Neumünster Türkspor: Ceylan - A. Celik, Akyel, K. Aktas (86. Sari), Erkam Simsek, Ensar Simsek, Tas, G. Aktas, K. Korkmaz, Keser, Kan (62. Özdemir).

TSV Aukrug: Schmuck - Ralfs (77. S. Althaus), Erfurt, Tietz, H. Althaus, F. Jacobs, C. Jacobs, Bringmann (36. Hausberger), Braun, Baltruschat, Rickert.

SR: Kupka (Bokhorst). – Zuschauer: 20. – Tore: 0:1 C. Jacobs (12., Foulelfmeter), 0:2 C. Jacobs (15.), 1:2 G. Aktas (24.), 2:2 En. Simsek (25.), 3:2 Tas (35.), 4:2 Tas (42.), 5:2 Özdemir (90./+5). – Gelb-Rote Karte: K. Korkmaz (Türkspor, 90./+3, Unsportlichkeit).

Türkspor ließ sich vom Doppelschlag durch Aukrugs Christian Jacobs zum 0:2 nicht beirren und zog ein gutes Spiel auf. Noch vor dem Pausentee sorgten die „Halbmondträger“ für klare Verhältnisse (4:2). Dies ging allerdings auf Kosten der Qualität in der zweiten Hälfte, denn nun ruhte sich Türkspor aus und Aukrug wurde erst in der Schlussphase noch einmal gefährlich. Der Schlussmann der Gastgeber, Osman Ceylan, verstand es aber, mit starken Paraden die Blau-Weißen am Anschlusstreffer zu hindern. „Die erste Halbzeit war überzeugend, aber in der zweiten haben wir nicht gut, wenn auch trotzdem überlegen gespielt“, resümierte Türkspor-Trainer Cetin Bay.

Boostedt – Nortorf II 8:1 (2:1)

SV Boostedt: Gaycken - Kairies (68. Eckhardt) , Junkuhn, D. Fanasch (46. T. Fanasch), Krämer (46. Bohnhoff), Lienhöft, Schröder, Plath, Kruse, Wehde, Tabert.

TuS Nortorf II: Maaß - Sierck, Steen, Grimm, Sielken, Spilker, Schwartz, Sienknecht, Thielbörger, Heiden, Huneke.

SR: Paetau (Bokhorst). – Zuschauer: 30. – Tore: 1:0 Tabert (7.), 1:1 Heiden (9.), 2:1 Kruse (30.), 3:1 Tabert (54.), 4:1 Tabert (58.), 5:1 Tabert (66.), 6:1 Tabert (70.), 7:1 Wehde (76.), 8:1 Plath (90.).

In Handballmanier schnürte der SV Boostedt die Nortorfer Reserve über nahezu die gesamte Spieldauer in der eigenen Hälfte ein. Der personell arg gebeutelte Gast, der sich bei seinem einzigen Vorstoß auch gleich mit dem 1:1 erfolgreich zeichnete (9.), war bald entkräftet und konnte sich bei Torhüter Bjarne Maaß bedanken, dass die Pleite nicht deutlich höher ausfiel. Denn selbst Boostedts fünffacher Torschütze Dmitri Tabert „hat nur die Hälfte seiner Chancen genutzt“, meinte Boostedts Pressesprecher Lars Kröger.

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