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Fussball-Kreisliga Neumünster : SVT feiert Weihnachten an der Spitze

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Tungendorf geht als Tabellenführer in die Winterpause. Ein verspäteter Anpfiff sorgt für Ärger beim Spiel PSV II gegen Boostedt.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 14:00 Uhr

Dank eines klaren 6:0-Erfolges gegen den SC Gut Heil überwintert der SV Tungendorf auf dem ersten Platz der Fußball-Kreisliga Neumünster. Nach einem knappen 2:1-Sieg in der Topbegegnung des letzten kompletten Spieltags 2013 gegen die SG Padenstedt schob sich der FC Torpedo 76 wieder auf den „Vize“-Rang vor und profitierte dabei von der Punkteteilung des SV Boostedt beim PSV II (2:2). Allerdings sorgte dabei ein offenbar verfrüht erfolgter Schlusspfiff für Verärgerung aufseiten der Boostedter. Der spielfreie VfR II hat am kommenden Sonnabend noch die Möglichkeit, sich mit einem „Dreier“ im Nachholspiel gegen den TSV Gadeland II auf Rang 4 vorzuarbeiten.

FC Torpedo – Padenstedt 2:1 (1:1)

FC Torpedo 76: Hagen - Fund, Knoche, Harder, Gülbay, Borgert, Eggers (74. Ternes), Uzun, Berisha (46. Reichelt), Juckel, Willers.

SG Padenstedt: Stichert - Anlauf, Andres (46. Hartwich), Burow, C. Wilk, Barck, Breiholz, Hildebrandt, Steggewentze, Callsen (67. Mi. Klein), Rückert.

SR: Brandt (Wasbek). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 C. Wilk (18.), 1:1 Fund (32.), 2:1 Borgert (84., Foulelfmeter).

Ein für Torpedo-Trainer Thomas Michalowski nicht unbedingt nachvollziehbarer indirekter Freistoß, verwandelt von Christopher Wilk, brachte die SGP in Führung (18.). „Eher wurde unser Torhüter Malte Hagen im Fünfmeterraum gefoult, als dass wir mit einem zu hohen Bein zu Werke gegangen sind“, schilderte Michalowski seine Sicht der Dinge. Da es auf beiden Seiten aus dem Spiel heraus kaum Hochkaräter gab, musste ein Eckball herhalten, welchen Christoph Fund per Direktabnahme veredelte (1:1/32.), um Torpedo wieder ins Spiel zu bringen. Nach einem ungeschickten Einsteigen von Padenstedts Robert Anlauf gegen Gästeakteur Enes Gülbay zeigte Referee Steffen Brandt (Wasbek) zu Recht auf den Punkt, den fälligen Strafstoß verwandelte Fred Borgert Sieg bringend für seine „Taubenträger“ (84.). Michalowski, dessen 3-6-1-Taktik in einem intensiven, aber fußballerisch nicht immer hochklassigen Spiel aufgegangen war, resümierte: „Das war ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg.“


Gadeland II – Ruthenberg 3:0 (2:0)

TSV Gadeland II: Müller - Slotosz, Scholz, Hinrichsen, Dose, Lenz (69. C. Lemke), Begas, Schulz, Teegen, Schlüter, Zibell.

Ruthenberger SV: Westphal - Meyer, Beisel, Acar, Schramm (15. Neinstell), Akischkin, Eitner, Albin, Rall, Sienknecht, Maier.

SR: Sternberg (Wasbek). – Zuschauer: 30. – Tore: 1:0 Begas (9.), 2:0 Schulz (31.), 3:0 Zibell (46.).

Die Gadelander Reserve riss das Spiel schnell an sich, präsentierte sich über 90 Minuten engagiert und setzte Ruthenberg immer wieder unter Druck. Die Folge war, dass die „Kleeblätter“ mit dem 3:0 durch einen sehenswerten Treffer von Kevin Zibell in den Torwinkel (46.) bereits kurz nach dem Wiederbeginn alles klar machten. Auch danach ergaben sich für die Elf von der Dannenkoppel immer wieder Überzahlsituationen und daraus resultierend so manche Chance. „Wir hatten Möglichkeiten für drei Partien, haben die Situationen aber häufig nicht clever genug ausgespielt. Unterm Strich ist das ein in der Höhe verdienter Sieg“, befand Gadeland II-Coach Björn Sehm.


SV Tungendorf – Gut Heil 6:0 (5:0)

SV Tungendorf: Pohnke - Tan (46. Schmahl), Schlotfeldt, Voss, Beck, Feigel, Nupnau, Möller, Wuchinger (63. Christ), J.-J. Künstler, Czekay.

SC Gut Heil: Babiak - Matthes, Rüschmann, Esposito, Ergel, Grund, S. Bara, Studt, Hyseni, Szyszkowski, Wolf.

SR: Brauer (Boostedt). – Zuschauer: 35. – Tore: 1:0 Czekay (7.), 2:0 J.-J. Künstler (17.), 3:0 Tan (35.), 4:0 Czekay (37.), 5:0 Feigel (40.), 6:0 Schmahl (85.).

Als Schiedsrichter Ken Brauer den Pausenpfiff ertönen ließ, war der Sieger bereits in Stein gemeißelt. Denn Spitzenreiter Tungendorf ließ mit einem äußerst überlegenen Auftritt keinen Zweifel daran, wer der Herr im Hause beziehungsweise auf dem Horst-Neidahl-Platz ist, und lag dank einer konsequenten Chancenverwertung bereits mit 5:0 vorne. Im zweiten Durchgang blieb der SVT weiter dominant, war aber nicht mehr so zielstrebig, weshalb es bei einem halben Dutzend blieb. „Wir waren läuferisch und spielerisch klar überlegen, haben besonnen, aber in den entscheidenden Momenten auch mit dem richtigen Tempo gespielt“, lobte SVT-Trainer Torsten Sötje.


SV Wasbek – Türkspor 2:4 (0:3)

SV Wasbek: M. Rüdiger - Woldt (76. Sorge), Blunk, Sarikaya, P. Rüdiger, Sopjani, Büttner, Schmuck, Link, Schümann (46. Slotosz), Wollny (77. Metschkuev).

Neumünster Türkspor: Ceylan - A. Celik, Akyel, K. Aktas (62. Kuscu), Erkam Simsek, Tas (80. Ensar Simsek), Yagmur, G. Aktas, K. Korkmaz, Keser, Kan (46. Özdemir).

SR: Gries (Aukrug). – Zuschauer: 20. – Tore: 0:1 K. Korkmaz (14.), 0:2 Erkam Simsek (18.), 0:3 Tas (45.), 1:3 Büttner (53.), 2:3 P. Rüdiger (74.), 2:4 Keser (86.). – Gelb-Rote Karte: Link (Wasbek/79., Foulspiel).

„Es ist ärgerlich, dass wir die erste Halbzeit verschlafen und nicht zu unserem Spiel gefunden haben. Denn es wäre mehr drin gewesen, wenn wir von Beginn an so wie in den vergangenen Wochen gespielt hätten“, war Wasbeks spielender Ligaobmann Pasqual Rüdiger enttäuscht, dass die Schwarz-Weißen die Gäste in Ruhe gewähren und eine 3:0-Halbzeitführung herausschießen ließen. Nach dem Seitenwechsel bot sich dann ein umgekehrtes Bild, doch gerade als der SVW dran und drauf war, den Ausgleich zu erzielen, machte Fatih Keser mit einem Konter alles klar für die gastierenden „Halbmondträger“.


TSV Aukrug – SV B.-Husberg 1:2 (1:1)

TSV Aukrug: Schmuck - Rickert, Ralfs, Söth (90./+2 Kurth), Baltruschat, Tietz, Li. Hausberger, H. Althaus, Reinke-Allais, C. Jacobs, Müller.

SV Bönebüttel-Husberg: Schmidt - Jeske, Marquardt, Dena, Fürst, Kröger, Stoffers, F. Witt (88. Heinrich), Tas (83. Kagelmacher), Luth (77. Siedler), Müllenbach.

SR: Tural (Einfeld). – Zuschauer: 45. – Tore: 1:0 Müller (18.), 1:1 Müllenbach (42.), 1:2 Tas (65.). – Gelb-Rote Karte: C. Jacobs (Aukrug/nach Spielende, Unsportlichkeit).

Aukrugs Pressesprecher Michael Steuermann wollte kaum wahrhaben, dass sein TSV den Platz als Verlierer verließ: „Optisch hatte der Gast leichte Vorteile, aber wir hatten unglaublich viele Chancen und haben das Spiel völlig unverdient verloren.“ In der Abwehr stand die Elf des Trainerduos Klaus Tietz/Sebastian Althaus sicher, und vorne ergaben sich vor allem im zweiten Durchgang unzählige Hochkaräter. Doch schlussendlich brachte der Treffer von Yasin Tas (65.) den Husbergern die drei Punkte ein. „Das war ein völlig irreguläres Tor. Tas riss Carsten Rickert erst um und vollstreckte dann“, ärgerte sich Steuermann über die Entstehung des entscheidenden Treffers.


PSV II – SV Boostedt 2:2 (2:2)

Polizei-SV Union II: T. Valentin - Adrian, Wolter (61. Reichow), F. Schenzer, Meyer, Rehder, Bethke, Puphal, Seipt, Attard (79. Nützel), Zielinski.

SV Boostedt: Gaycken - Kairies (46. Kruse), Krämer, Lienhöft, Schröder, Plath, Wehde, Lehmann (46. Schümann), Junkuhn, Bohnhoff (80. Tabert), T. Fanasch.

SR: Daniel (Gut Heil). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Plath (25.), 0:2 Krämer (35.), 1:2 Puphal (37.), 2:2 Zielinski (41.). – Gelb-Rote Karte: Puphal (PSV II/75., Foulspiel). – Bes. Vork.: Das Spiel wird wegen einer Verspätung von Schiedsrichter Daniel etwa 50 Minuten später angepfiffen.

Weil Referee Dennis Daniel (Gut Heil) vergessen hatte, dass er für die Partie angesetzt war, musste er erst telefonisch informiert werden, ehe er mit rund einer Stunde Verspätung an der Stettiner Straße eintrudelte. Sportlich sah Boostedt nach dem 2:0 aus eigener Sicht schon Mitte der ersten Halbzeit wie der klare Sieger aus, schließlich präsentierten sich die Grün-Weiß-Roten deutlich besser als die PSV-Reserve, die aber begünstigt durch zwei Torwartfehler von SVB-Schlussmann Vincent Gaycken noch vor der Pause ausglich. Im Anschluss verflachte die Partie, und die wenigen Chancen blieben auf beiden Seiten ungenutzt, ehe Daniel das Spiel zu einem Zeitpunkt beendete, an dem man auf Grund der längst hereingebrochenen Dunkelheit kaum noch etwas sehen konnte. Das war offenbar aber immer noch zu früh. „Der Schiedsrichter hat die Begegnung schon nach 85 Minuten abgepfiffen. Inklusive fälliger Nachspielzeit hätten noch bis zu acht Minuten zu spielen gewesen sein müssen“, meinte Boostedts Pressesprecher Lars Kröger, der ankündigte, dass die Gäste Protest einlegen wollen. PSV II-Coach Kay Valentin bestätigte, dass verfrüht abgepfiffen wurde („Laut unserer Stoppuhr war es die 88. Minute.“), konnte die Aufregung der Gäste aber nur bedingt nachvollziehen: „Die Boostedter wollten unbedingt spielen, und man kann nicht sagen, dass sie näher am Siegtor waren, zumal wir in der Schlussphase eher Chancen als unsere Gäste besaßen.“


Nortorf II – Bokhorst 0:1 (0:0)

TuS Nortorf II: Maaß - Hellberg, Bobsien, Jensen, Klammer, Huneke, Grimm (82. Seefeldt), Nitsch, Schwartz, Reimers, von Rüschen (46. Thielbörger).

SV Bokhorst: Butenschön - Fisse, Stange, Arndt, Danker (74. Thiesfeld), Ryll, Schliebitz, Quatfasel, Ingwersen, Schmohl, Möbius (90. Wittwer).

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 40. – Tor: 0:1 Thiesfeld (83.).

„In den ersten 45 Minuten waren wir besser und hatten auch mehrere gute Chancen. Da wäre eine Führung verdient gewesen“, sah Bokhorsts Obmann Andreas Delfs klare Vorteile bei seinem Team, denn die Nortorfer Reserve wurde zunächst kaum gefährlich. Nach dem Pausentee war das Geschehen jedoch ausgeglichen und hielt für beide Teams einige Möglichkeiten parat. Allerdings zeichnete sich einzig der eingewechselte Gästeakteur Johannes Thiesfeld erfolgreich und machte mit seinem Treffer zum 0:1 den wertvollen Auswärtsdreier für den SVB im Kellerduell perfekt (83.).

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