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Fussball-Kreisliga Neumünster : SVT drückt Verfolger die Daumen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der souveräne Spitzenreiter Tungendorf möchte nicht an seinem spielfreien Wochenende Meister werden. Aukrug holt im Kellerderby Big Points.

Nun ist der Titelgewinn in der Fußball-Kreisliga für den SV Tungendorf wohl nur noch Formsache. Dank eines souveränen 5:0-Erfolges beim Schlusslicht TuS Nortorf II und des Patzers von Verfolger Torpedo, der überraschend mit 2:3 gegen den PSV II unterlag, fehlen der Elf vom Süderdorfkamp bei aktuell acht Punkten Vorsprung nur noch zwei, auf Grund des klar besseren Torverhältnisses eigentlich sogar nur ein Zähler zur Meisterschaft in Neumünsters Beletage. Im Tabellenkeller konnte sich der TSV Aukrug durch einen 3:2-Sieg im Nachbarschaftsderby gegen den SV Wasbek weitere Luft verschaffen.

FC Torpedo 76 – PSV II 2:3 (2:1)

FC Torpedo 76: Hagen - Harder, Fund, Knoche (65. Uzun), Matthis, Gülbay, Borgert, Rantzsch, Juckel, Willers (60. Oelze), Gläske.

Polizei-SV Union II: Spantig - Wolter, P. Schenzer, Meyer, F. Schenzer, Tinney, Seipt (65. Kuschick), T. Valentin (90./+2 Pupkulies), Zielinski, Waziri.

SR: Lorenz (Aukrug). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 Waziri (13.), 1:1 Gläske (31.), 2:1 Gülbay (33.), 2:2 Waziri (76.), 2:3 Fund (81., Eigentor).

Entsprechend der überraschenden Niederlage war 76-Trainer Thomas Michalowski enttäuscht: „Ein Remis wäre deswegen verdient gewesen, da wir zahlreiche gute Chancen hatten. Aber man kann vielleicht nicht erwarten, dass man etwas Zählbares holt, wenn man nur 20 Minuten vernünftig spielt.“ Die „Taubenträger“ kamen zunächst überhaupt nicht in die Partie und leisteten sich viele individuelle Fehler. Ab der 25. Minute boten sie dann aber guten Fußball und drehten die Begegnung verdientermaßen zu einem 2:1 zur Pause. Doch danach lud der FC die „Ordnungshüter“ mit seiner hektischen und fehlerhaften Spielweise wieder ein, die Partie nochmals umzubiegen. Bemerkenswert: Torpedo hatte zuvor alle Heimspiele dieser Saison gewonnen, während die PSV-Reserve jetzt schon seit zehn Partien ungeschlagen ist (aktuell sogar sechs Siege in Folge).

Padenstedt – Ruthenberg 3:2 (0:0)

SG Padenstedt: Stichert - Scheider, Anlauf, Andres (64. Mi. Klein), Burow, Stöckhardt, Breiholz, Steggewentze, Ma. Klein, Callsen (59. Hinz), Rückert.

Ruthenberger SV: Kirgil - Fischer, Scheer, Schramm (72. Beisel), Pfeifer, Brunst, Yilmaz, Stawecki (35. Munene), Maier, Uzun, Leinweber (89. Meyer).

SR: Kurnaz (Torpedo). – Zuschauer: 55. – Tore: 1:0 Scheider (59.), 2:0 Ma. Klein (65.), 2:1 Leinweber (80.), 3:1 Rückert (85.), 3:2 Brunst (89.).

Trotz überlegener Spielweise und mehrerer guter Möglichkeiten, darunter ein Pfostenschuss von Marc Stöckhardt (7.), kam die SG Padenstedt nicht über ein 0:0 zur Pause hinaus. „Wir haben phasenweise richtig gut gespielt, und Ruthenberg hatte dem nichts entgegenzusetzen“, berichtete SGP-Obmann Hans-Georg Eckert. Nach dem Seitenwechsel klappte es besser mit der Chancenverwertung, woraus eine 2:0-Führung resultierte. „Aber dann waren wir nicht mehr konsequent genug, wodurch sich Ruthenberg mit dem Anschlusstreffer ins Spiel zurückbringen konnte“, verriet Eckert, der aber zu seinem Glück die schnelle Antwort in Form des vorentscheidenden 3:1 von Danny Rückert sah (85.). Nach dem 3:2 durch Maik Brunst (89.) wurde es zwar noch einmal hektisch, aber nicht mehr brenzlig für die „Orangen“.

SV Bokhorst – Türkspor 0:0

SV Bokhorst: Butenschön - Stange, Blöcker, Gressmann, Quatfasel, Ryll, Reese, Arndt, Ingwersen (70. Schmohl), Möbius, Schliebitz.

Neumünster Türkspor: Ceylan - Yagmur, Karagül, Korkmaz, G. Aktas, Keser, Kan, Tosyali (60. Kuscu), Akyel, Tas, Idrizi.

SR: Sander (Padenstedt). – Zuschauer: 30. – Tore: Fehlanzeige.

Den Punkt gegen Türkspor dürfte man beim SV Bokhorst zwar vor der Partie kaum fest eingeplant haben, dennoch war Obmann Andreas Delfs nicht vollends zufrieden: „Für uns war deutlich mehr drin. Denn nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit haben wir nach der Pause fast nur noch auf das Türkspor-Tor gespielt.“ Während es in den ersten 45 Minuten noch auf beiden Seiten an Gelegenheiten mangelte, vergaben insbesondere die Bokhorster René Schliebitz, Henner Blöcker und Dennis Reese einige Hochkaräter. „Türkspor kam hingegen nur noch zu einer guten Möglichkeit. Daher hätten wir eigentlich drei Punkte holen müssen“, meinte Delfs abschließend, ohne jedoch zu vergessen, die Moral des SVB-Teams zu loben. Zudem strahlte Torben Butenschön zwischen den Pfosten der Hausherren über 90 Minuten die nötige Sicherheit aus.

SV Husberg – SV Boostedt 3:1 (2:1)

SV Bönebüttel-Husberg: Schmidt - Krüger, Stein, Jeske, Marquardt (70. Siedler), Buhrmester, Gerken, Greier (84. Luth), Casper, Stoffers, Velovic (63. Fürst).

SV Boostedt: Rousseau - Kairies, Krämer, Lienhöft, Eckhardt (60. Royla), Schröder, Schramm, Wehde, Junkuhn, D. Fanasch (39. Vogler), Wziontek (46. Lehmann).

SR: L. Polomski (Schönberg). – Zuschauer: 52 zahlende. – Tore: 1:0 Buhrmester (16.), 2:0 Buhrmester (21.), 2:1 Krämer (43.), 3:1 Stein (49.).

Beim SV Husberg wurde das Projekt „Jugend forscht“ erfolgreich über die Bühne gebracht. Mit gleich vier A-Jugendlichen in der Startformation lieferten die „Blauen“ über 90 Minuten eine starke Partie ab. „Wir haben den Nachwuchskräften die Chance gegeben, mal reinzuschnuppern. Dabei haben sie nicht nur ihren Mann gestanden, sondern hatten auch großen Anteil an diesem verdienten Sieg. Und mit ihrem Elan haben sie die Motivation der etablierten Akteure gekitzelt“, freute sich „Bö-Hu“-Coach Andreas Evers. Von der Bewegung her zeigten die Husberger laut Evers sogar das beste Spiel der Saison, weshalb der 3:1-Endstand für ihn auch absolut rechtens war. Ein Sonderlob gab es auch für Referee Lars Polomski vom TSV Schönberg, welcher die Partie „sehr souverän geleitet hat“.

VfR II – SC Gut Heil 5:3 (4:0)

VfR Neumünster II: Gabrielides - Amoako, Schmidt (58. Arslan), Gülbay, M. Hansen (58. Rushiti), Si. Fuhrmann, Kuscu, Bogun, Hartmann, Hinrichsen, Prühs.

SC Gut Heil: Reimer - Studt, Rüschmann, von Rüschen, Malchau, G. Xhemajli, Szyszkowski, Reimers, Hyseni, N. Hansen, Keyser.

SR: Paetau (Bokhorst). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Kuscu (5.), 2:0 Hartmann (22.), 3:0 M. Hansen (23.), 4:0 Kuscu (42.), 5:0 M. Hansen (46.), 5:1 N. Hansen (65.), 5:2 Hyseni (77.), 5:3 Reimers (80.).

Beim Aufeinandertreffen zweier personell sehr dünn besetzter Teams gab es für den VfR II-Trainer und -Doppeltorschütze Matthias Hansen einen absolut verdienten Sieger: „Bis zur 65. Minute waren wir klar überlegen und haben sogar noch gute Möglichkeiten ausgelassen. Dann sind wir konditionell etwas eingebrochen, aber der Sieg geriet überhaupt nicht mehr in Gefahr.“ Er ließ gar die Meinung durchblicken, dass bei einer normalen Besetzung seiner Mannschaft ein zweistelliger Erfolg für die Hausherren möglich gewesen wäre.

TSV Aukrug – SV Wasbek 3:2 (1:1)

TSV Aukrug: Unrath - Schlichting, Erfurt, Sievers (46. Reinke-Allais), Michalke, Tietz, H. Althaus, S. Althaus, S. Müller (74. A. Müller), Bringmann, Hausberger.

SV Wasbek: M. Rüdiger - Lenz, Sarikaya, Gill, Stephan, Holk, Schmuck, Wendt, Lehnert (74. Krawtzow), Koch (35. Link), Schümann (56. Büttner).

SR: Kupka (Bokhorst). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Holk (27.), 1:1 H. Althaus (45.), 2:1 Hausberger (65.), 3:1 A. Müller (81.), 3:2 Lenz (88., Handelfmeter).

Nach dem 3:2-Erfolg im Kellerduell gegen den benachbarten SV Wasbek war Aukrugs Spielertrainer Klaus Tietz die Erleichterung anzumerken: „Das ist die erste Mini-Serie mit zwei Siegen hintereinander seit gefühlten 100 Jahren und der erste Derbysieg seit gefühlten 500 Jahren.“ In der ausgeglichenen Partie wollten beide Teams unbedingt gewinnen. Da es trotz der fünf Treffer insgesamt nur wenig Torraumszenen gab, setzte sich laut Tietz am Ende schlicht „das effektivere Team“ durch.

Nortorf II – Tungendorf 0:5 (0:2)

TuS Nortorf II: Spilker - Lang, Sierck, Wagner (70. Sommerfeldt), Klammer, K. Hülsen, Steen, Nitsch, Klinker, Sadowski (70. L. Hülsen), Arndt.

SV Tungendorf: Pohnke - Krauel, Voss, A. Stölting, Beck, C. Stölting, Schlotfeldt, Sarau (73. S. Künstler), Nupnau (70. Tan), J. Künstler (78. Möller), Czekay.

SR: Uzun (Ruthenberg). – Zuschauer: 60. – Tore: 0:1 Czekay (4.), 0:2 Krauel (32.), 0:3 Czekay (60.), 0:4 Czekay (63.), 0:5 Voss (67.).

Die Marschroute beim Tabellenletzten war von Beginn an klar. „Wir haben uns den kleinsten und grottigsten Platz in Nortorf ausgesucht, denn unsere Personalsituation ließ nichts anderes als Schadensbegrenzung zu“, erklärte TuS-Trainer Sven Bannach. Die Partie verlief schließlich dennoch erwartungsgemäß. Der gastierende Ligaprimus war in allen Belangen überlegen und spielte seine Tore schön heraus. Tungendorfs Co-Trainer Jens Mester, der den privat verhinderten Chefcoach Torsten Sötje vertrat, fand die Vorgehensweise des Gegners legitim: „Der Platz war nicht nur klein, sondern auch nicht gemäht. Aber es ist okay, dass sich die Nortorfer auf Schadensbegrenzung beschränkt haben.“ Da der SVT am kommenden Wochenende spielfrei ist, hofft Mester auf einen Sieg von Torpedo beim TSV Gadeland II. „Es wäre schade, wenn wir Meister werden, ohne selbst gespielt zu haben. Schöner wäre es, wenn es am darauf folgenden Spieltag zu einem Endspiel mit Torpedo kommt“, sagte Mester.

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