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Fussball-Kreisliga Neumünster : SV Tungendorf setzt das i-Tüpfelchen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der souveräne Spitzenreiter steht nach einem 2:1 beim Zweiten FC Torpedo vorzeitig als Meister fest. Eine beinahe makellose Rückrunde wird belohnt.

Der Titelkampf in der Fußball-Kreisliga Neumünster ist endgültig entschieden. Der SV Tungendorf hat am 28. Spieltag die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga Süd-West mit einem 2:1-Sieg im „Matchball-Spiel“ beim ärgsten Verfolger FC Torpedo 76 perfekt gemacht. Während beim neuen Meister die Erfolgsserie mit dem elften „Dreier“ hintereinander anhielt, endete die Siegesserie des PSV II nach zuvor sieben „Dreiern“ in Folge mit einer 1:3-Pleite beim TSV Gadeland II. Unterdessen teilten der SV Bokhorst und der Ruthenberger SV sowie der TSV Aukrug und Türkspor (jeweils 2:2) ebenso die Punkte wie der SV Bönebüttel-Husberg und der SC Gut Heil (1:1).

Die beiden übrigen Partien sind ausgefallen. Der VfR II trat zu seinem Heimspiel gegen die SG Padenstedt mangels Personals nicht an und kassierte damit eine 0:5-Niederlage am grünen Tisch. Derweil ist die Begegnung zwischen dem TuS Nortorf II und dem SV Boostedt dem Regenwetter zum Opfer gefallen und wird am Mittwoch, 21. Mai, um 19 Uhr nachgeholt.

SV Husberg – SC Gut Heil 1:1 (0:0)

SV Bönebüttel-Husberg: Schmidt - Jeske, Siedler, Marquardt, Gerken, Fürst, Kröger, Golland, Stoffers, Luth (76. Müllenbach), Velovic (85. Lehnecke).
SC Gut Heil: Reimer - Berger, Matthes, Ergel (80. Rüschmann), Malchau, G. Xhemajli, Bara, Esposito (46. A. Xhemajli), Hyseni, Saliuki, Szyszkowski.

SR: Aydin (Wasbek). – Zuschauer: 55. – Tore: 1:0 Marquardt (57.), 1:1 Szyszkowski (81.).

Husbergs Übungsleiter Andreas Evers konnte sich mit der Punkteteilung nicht wirklich anfreunden: „Ich hatte mir mehr erhofft; vor allem deswegen, da wir in der Tabelle an Türkspor hätten vorbeiziehen können.“ Zwar waren seine „Blauen“ personell nicht ganz so hervorragend aufgestellt wie zuletzt. Aber die Akteure auf dem Feld hätten laut Evers genügend Erfahrung, um gegen einen schwachen SC Gut Heil die drei Punkte einzufahren. Insbesondere nach dem von Christian Marquardt erzwungenen 1:0 (57.) gab es reichlich Gelegenheiten, um den Vorsprung zu erhöhen. „Aber wir haben diese guten Möglichkeiten zum Teil kläglich vergeben“, ärgerte sich Evers, der nach dem 1:1 sogar noch um das Remis bangen musste. Schließlich agierten die gastierenden „Rothosen“ plötzlich druckvoll und besaßen noch gute Chancen zum Siegtor.

TSV Aukrug – Türkspor 2:2 (1:0)

TSV Aukrug: Unrath - Schlichting, Erfurt (67. A. Müller), Michalke (46. Anczykowski), Tietz, H. Althaus, S. Althaus (67. Sievers), S. Müller, Bringmann, Baltruschat, Rickert.

Neumünster Türkspor: Soyubelli - Yagmur, En. Simsek, K. Korkmaz, Bay, Kuscu, G. Aktas, Keser, Kan, Akyel, Tas.

SR: Paetau (Bokhorst). – Zuschauer: 35. – Tore: 1:0 S. Althaus (33.), 1:1 En. Simsek (62.), 2:1 H. Althaus (70.), 2:2 K. Korkmaz (82.).

„Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an“, war Aukrugs Spielertrainer Klaus Tietz enttäuscht. Dieses Empfinden hatte er vor allem deswegen, weil sein Team ausreichend Möglichkeiten hatte, um die „Halbmondträger“ deutlich zu distanzieren. „Türkspor hätte sich nicht beschweren können, wenn wir zur Halbzeit schon 3:0 oder 4:0 geführt hätten“, meinte Tietz. Nach dem 2:2-Ausgleich für die Gäste (82.) spielten beide Teams auf Sieg und taten alles in ihrer Macht stehende, um noch einen „Lucky Punch“ zu landen. Dieser blieb jedoch hüben wie drüben aus.

FC Torpedo – Tungendorf 1:2 (0:0)

FC Torpedo 76: Hagen - Fund, Knoche, Matthis, Gülbay, Rantzsch, Eggers (46. Hein), Baumann (66. Oelze), Simsek, Juckel, Gläske.

SV Tungendorf: Pohnke - Feigel (58. Sarau), Schlotfeldt (76. Tan), Krauel, Voss, A. Stölting, C. Stölting, Czekay (83. Möller), Nupnau, J. Künstler, Ahlert.

SR: Gastrock (Gut Heil). – Zuschauer: 120. – Tore: 0:1 Sarau (67.), 0:2 Nupnau (88.), 1:2 Gülbay (90./+2).

Es ist vollbracht: Der Kreismeister der Saison 2013/14 heißt SV Tungendorf. Der Jubel bei den Kickern vom Süderdorfkamp war entsprechend groß, im Anschluss an die Partie wurde ausgelassen gefeiert. Doch zunächst lag ein hartes Stück Arbeit vor den Blau-Weiß-Roten, denn Torpedo gestaltete das Geschehen im ersten Durchgang ausgeglichen. Erst nach dem Wechsel wurde der SVT überlegener. „Da haben wir dann dominiert und Torpedo in die eigene Hälfte gedrückt. Auch nach unserem 1:0 haben wir weiter nach vorne gespielt und uns dann auch mit dem zweiten Treffer belohnt“, berichtete Meistertrainer Torsten Sötje. Auch Torpedo-Coach Thomas Michalowski erkannte an: „In der zweiten Halbzeit war uns Tungendorf einfach überlegen. Bei uns fehlte durch die Ausfälle von Fred Borgert und Jan Henrik Grümmer ein wenig die Spielkultur.“ Und so hatte der 50-Jährige auch keine Probleme, seine Glückwünsche an den Titelträger zu richten: „Bei uns kommt kein Neid auf. Wir gönnen es dem SVT und wissen, dass er es verdient hat“, sagte Michalowski, der zudem die Leistung von Referee Aslan Gastrock (Gut Heil) lobte. Dass es Tungendorf absolut verdient hat, spiegelt sich in der jüngsten Statistik wider. So spielte die Sötje-Elf mit elf Siegen in zwölf Partien bislang nicht nur eine fast makellose Rückrunde, der späte 1:2-Anschlusstreffer von Torpedos Enes Gülbay (90./+2) war auch der erste Gegentreffer nach zuvor gleich sieben Begegnungen ohne jedes Gegentor.

TSV Gadeland II – PSV II 3:1 (1:0)

TSV Gadeland II: Macher - Christophersen, A. Törper, Knust (75. Hinrichsen), Dose, Röder, Rychlowski, Schönhoff, Lemke (80. Müller), Schlüter, Zibell.

Polizei-SV Union II: Seelow - Bethke, Wolter (80. Wutzke), Meyer, Nützel, F. Schenzer, Waziri (82. Pupkulies), Zielinski, Seipt, T. Valentin, Reichow (46. Attard).

SR: Sander (Padenstedt). – Zuschauer: 30. – Tore: 1:0 Zibell (36.), 1:1 T. Valentin (55.), 2:1 Röder (62.), 3:1 Zibell (83.).

In einem guten Spiel war zunächst die PSV-Reserve etwas besser und verzeichnete durch Florian Seipt auch die erste Großchance (10./Pfosten). „Ab dieser Szene waren wir dann hellwach“, erzählte Gadeland II-Trainer Björn Sehm, der fortan einige gute Möglichkeiten für seine Elf notierte. In der 36. Minute wurden die Bemühungen erstmals von Erfolg gekrönt, als Kevin Zibell eine Flanke von Dennis Röder verwertete. Der PSV II steckte nicht auf, bot im zweiten Durchgang weiter Paroli, „und zusätzlich haben wir um den Ausgleich gebettelt“, befand Sehm. Als dieser dann gefallen war, spielten beide Teams auf Sieg, den schließlich die „Kleebläter“ einfuhren. „Und das ist auch okay. Selbst wenn wir vielleicht um ein Tor zu hoch gewonnen haben“, resümierte Sehm.


Bokhorst – Ruthenberg 2:2 (0:1)

SV Bokhorst: Butenschön - Stange, Blöcker, Gressmann, Quatfasel, Ryll, Reese (80. Danker), Arndt, Schliebitz, Möbius, Eckmann (64. Schmohl).

Ruthenberger SV: Kirgil - Meyer (58. Munene), Schramm (82. Albin), Pfeifer (77. Deniz), Brunst, Yilmaz, Sienknecht, Stawecki, Maier, Uzun, Leinweber.

SR: Schubring (Bad Segeberg). – Zuschauer: 30.
– Tore: 0:1 Stawecki (29.), 0:2 Brunst (66.), 1:2 Schliebitz (80.), 2:2 Stange (90.). – Bes. Vork.: Meyer (Ruthenberg) schießt Foulelfmeter übers Tor (35.).

Da der Ruthenberger SV in der ersten Halbzeit das dominierende Team war, führte die Equipe von Trainer Hans-Jürgen Bröcker auch völlig zu Recht mit 1:0 zur Pause. „Wir haben in der zweiten Halbzeit gekämpft und geackert, dann aber leider zunächst das 0:2 kassiert“, berichtete Bokhorsts Obmann Andreas Delfs, der sich am Ende aber doch darüber freuen durfte, dass seine Grün-Weißen noch zwei Tore gemacht und so immerhin einen Zähler geholt hatte. „Auf Grund der kämpferischen Einstellung haben wir uns das Unentschieden verdient. Nach dem Ausgleich hatten wir durch einen Kopfball von René Schliebitz sogar noch die Riesenchance zum Siegtreffer. Das wäre aber wohl des Guten zu viel gewesen“, bekannte Delfs.

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