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Deelegiertenversammlung : SV Tungendorf schnallt den Gürtel enger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters größter Sportverein sortiert seine „Karteileichen“ aus und beklagt ferner ein Haushaltsdefizit.

Weniger um Lob denn um Mutmachen ging es bei Ute Freunds Grußworten an den SV Tungendorf auf dessen Delegiertenversammlung. „Gerade dieser Verein hat sich auf den Weg gemacht und blickt in Richtung Zukunft“, betonte die Vorsitzende des Kreissportverbandes (KSV) vor 71 anwesenden Delegierten und 16 Gästen am Süderdorfkamp.

SVT-Vorstandsvorsitzender Christoph Blöh erklärte vor der Versammlung: „Der Sportentwicklungsplan zwingt uns zum Sparen.“ Doch man wolle den Plan eben nicht als Sparkonzept verstehen. Um den Verein entsprechend der Idee des Sportentwicklungsplans weiter zukunftsfähig zu machen, setzt man in Tungendorf auf vier neue Kooperationen. Herausragend ist dabei die Brustkrebsnachsorge, die in Zusammenarbeit mit dem FEK die Betroffenen „zurück ins Leben holen“ soll, wie Blöh es formulierte. Neben Angeboten und Aktionen zusammen mit dem Golfpark Krogaspe und der Einrichtung „Die Brücke“ wird durch eine Kooperation mit der Hockeyabteilung des THC Neumünster für SVT-Angehörige kein zweiter Mitgliedsbeitrag notwendig. Angesichts der neuen Strukturen seien nun aber die Mitgliederbeiträge zu überarbeiten. Eine Beitragserhöhung gibt es dabei erst einmal nicht. „Das Verhalten der Mitglieder ändert sich durch die Anzahl der Angebote. Mit nur einem Jahresbeitrag kann man bei uns mehreren Sportarten nachgehen. Da kann es im Verein schon einmal zu einer finanziellen Schieflage kommen“, erklärte der Vorstand Finanzen des SVT, Robert Höche. Man brauche ein Beitragskonzept, das auf das vielfältige Angebot reagiert. Eine Arbeitsgruppe werde nun ergebnisoffen an einem gerechten Modell arbeiten, verkündete Blöh später.

Der SV Tungendorf als der mit Abstand größte Neumünsteraner Sportverein hat seine Mitgliederdatenbank aufgeräumt und „Karteileichen“ gelöscht. Waren es im Vorjahr 4029 Vereinsangehörige, sind es per 31. Dezember 2013 „nur“ noch 3772. „Wir brauchen mehr Mitglieder, dann brauchen wir keine Beitragserhöhung“, betonte Blöh. So wirkt sich die neue Mitgliederzahl auch auf den Haushalt aus: Während 408 100 Euro an Beiträgen geplant waren, betrugen die Einnahmen in diesem Bereich 2013 „nur“ 388 289 Euro. „Der Trend ist, dass die Leute lieber hohe Kursusgebühren zahlen, als sich an einen Verein zu binden“, erklärte Höche. Da auch die Einnahmen des Stocksee-Zeltlagers und die Spenden hinter den Erwartungen zurückblieben, wurden 23 340 Euro weniger Einnahmen verzeichnet als geplant. Am 1. November 2013 gab es einen Haushaltsstopp für bestimmte Ausgaben. Es ergab sich für das Vorjahr ein Minus im Rechnungsergebnis in Höhe von 53 323 Euro. Die Ursachen liegen auch im Ausfall des Blockheizkraftwerkes begründet. Die Mehrkosten der Reparatur und Auswirkungen des Ausfalls in Höhe von 44 000 Euro wurden durch ein Darlehen der SVT-Stiftung in Höhe von 40 000 Euro kompensiert.

Wahlen beim SV Tungendorf (alle Neuwahl): Jugendwart: bleibt vakant; Mitglieder des Ehrenausschusses (für zwei Jahre): Dieter Kolthoff, Klaus Heinki, Gerhard Ott; Kassenprüfer (drei Jahre): Burkhard Röhse; Wahlausschussmitglied (zwei Jahre): Stefan Voß.


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