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Wassersport : Stürmischer Wind beim Segelclub Neumünster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der langjährige Spitzensportler Wolfgang Tamm moniert Sachverhalte im Verein. Markus Fehrs und Wolfgang Saß kontern die Aussagen.

Beim Segelclub Neumünster schlagen die Wellen hoch – ausnahmsweise mal nicht auf dem Wasser, sondern hinter den Kulissen. Der langjährige Spitzensportler Wolfgang Tamm monierte, dass im Zuge des Commodore-Fehrs-Cups einige Sachverhalte nicht richtig dargestelllt wurden. Tamm und Peter Schneider gewannen alle drei Wettfahrten bei der FAM-Regatta im Rahmen der SCN-Traditionsveranstaltung, wurden jedoch nicht als Sieger gekürt. Begründung: Tamm sei nicht mehr Mitglied der entsprechenden Klassenvereinigung. „Diese Mitgliedschaft ist weder von mir noch seitens der Vereinigung gekündigt worden. Alle anders lautenden Aussagen sind frei erfunden“, kann Tamm die Vorgehensweise von Regattaleiter Wolfgang Saß nicht nachvollziehen. Der wiederum widerspricht in seiner gleichzeitig ausgeübten Funktion als Regattaleiter der FAM-Klassenvereinigung dem siegreichen Segler. „Auf Grund zweier ausstehender Jahresbeiträge wurde gegen Tamm per 1. Januar 2015 eine Zwangskündigung ausgesprochen. Er hatte uns zunächst zwei Mal eine falsche Kontonummer mitgeteilt. In einem Telefonat mit der ehemaligen Kassenwartin der Klassenvereinigung, Felizitas Mischer, wurde sich dann auf eine Überweisung der ausstehenden Beiträge geeinigt. Dieses Geld haben wir bis heute nicht erhalten“, erklärt Saß. Damit konfrontiert, zuckt Tamm mit den Schultern: „Von einer Kündigung seitens des Verbandes weiß ich nichts. Und schriftlich liegt mir schon mal gar nichts vor.“

Zweiter Streitpunkt ist die Wertung der FAM-Regatta. Die zu „Deutschen Meistern“ erklärten Henning Duggen und Hans-Jürgen Duggen seien als solche laut Tamm nicht ansatzweise zu bezeichnen. „Das ist im besten Fall eine Vereinsregatta“, meint er süffisant im Hinblick darauf, dass nur acht Boote teilnahmen, von denen lediglich eines nicht zum SCN zählte. Saß räumt ein: „Den Begriff ,Deutscher Meister’ sollte man tatsächlich in An- und Abführung setzen. Offiziell ist das eine Bestenermittlung.“ Auch das will Tamm nicht stehen lassen. „Stimmt nicht. Ich habe diesen Fehler in der Ausschreibung bereits beim Deutschen Segler-Verband angezeigt.“

Die größte Unstimmigkeit bezieht sich auf die Hauptversammlungen des Clubs. Die erste fand auf Grund eines Formfehlers (die Einladung war nicht fristgemäß erfolgt) erst gar nicht statt, die zweite am 3. Juni wurde nach tumultartigen Szenen abgebrochen, noch bevor es zu den angesetzten Wahlen kam. Diese fielen also ins Wasser. Nun reibt sich Tamm daran, dass Clubboss Markus Fehrs, der eigentlich hätte gewählt werden müssen, weiterhin als SCN-Vorsitzender gilt. So ist es beispielsweise der Homepage des Clubs zu entnehmen. „Der ist nur noch ein ganz normales Mitglied. Das habe ich anwaltlich prüfen lassen. In einem solchen Fall verlängert sich die Amtszeit nicht automatisch. Sie ist definitiv abgelaufen. Die Amtsgeschäfte müsste also der 2. Vorsitzende Hans Woelke führen“, sagt Tamm. Fehrs nimmt das gelassen. „Quatsch“, meint er. „Warum sollte ich nicht weiterhin Vorsitzender sein? Ich gehe fest davon aus, dass ich weiterhin dem SCN vorstehe. Schließlich sind wir bei Abarbeitung der Tagesordnung gar nicht bis zu den Wahlen gekommen.“ Er lasse das gerade juristisch prüfen, verrät der Architekt.

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erstellt am 22.Aug.2015 | 12:00 Uhr

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