Leichtathletik : Stark in Baku: Jetzt nimmt Hannemann Kurs auf China

Toller Erfolg: Henrik Hannemann von der LG Neumünster hat sich für die Olympischen Jugendspiele in China qualifiziert.
Toller Erfolg: Henrik Hannemann von der LG Neumünster hat sich für die Olympischen Jugendspiele in China qualifiziert.

Neumünsters großes Leichtathletiktalent qualifiziert sich in Aserbaidschan für die Olympischen Jugendspiele.

shz.de von
02. Juni 2014, 13:00 Uhr

Leichtathlet Henrik Hannemann (LG Neumünster) hat sich gestern über 110 Meter Hürden für die Olympischen Jugendspiele vom 16. bis zum 28. August in Nanjing (China) qualifiziert. Bei den U 18-Olympia-Trials in Baku (Aserbaidschan), der Kontinentalausscheidung, erreichte der 16-jährige Neumünsteraner das große Ziel dieses Jahres. Dabei löste der Hürdensprinter eine der schwierigsten Aufgaben. Denn über 110 Meter Hürden standen nur zwei Quotenplätze zur Verfügung.

„Ein Traum geht in Erfüllung“, zeigte Hannemann sich gestern unmittelbar nach dem Lauf überwältigt. „Mit dem Lauf an sich bin ich nicht ganz zufrieden“, gab Hannemann zu. Die Zeit von 13,59 Sekunden in Aserbaidschan ist aber dennoch eine neue Bestleistung und reichte zu Platz 2. „Hinten raus wurde es eher ein Kampf, aber das Ziel war ein Platz unter den ersten beiden – und das habe ich erreicht“, resümierte das große LGN-Talent. Am Sonnabend hatte der Immanuel-Kant-Schüler im Vorlauf in 13,66 Sek. als insgesamt Drittschnellster den direkten Finaleinzug geschafft. Nachdem Hannemann im Vorlauf einen schlechten Start erwischt hatte und in Baku viel zu nah an die Hürden herangekommen war, machte sich dann seine gute Form bemerkbar.

Bundestrainer Jörg Peter war begeistert: „Wir haben insgesamt 13 von 15 möglichen Quotenplätzen erreicht. Das ist eine mehr als hervorragende Ausbeute. Die Athleten waren auf den Punkt fit.“

Die Talente, die sich jetzt für Nanjing empfohlen haben, werden vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für die Olympischen Jugendspiele vorgeschlagen. Die Nominierung nimmt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) dann am 4. Juli vor. Dies ist die letzte Hürde, die Hannemann noch nehmen muss. Sein Heimtrainer Peter Malinowski wertet dies als Formalakt. „Ich gehe zu 100 Prozent davon aus, dass Henrik im August nach China fliegen wird“, sagte der Coach dem Courier. „Das ist der verdiente Lohn für eine insgesamt dreijährige Vorbereitungszeit“, ergänzte Malinowski.

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