zur Navigation springen

Wassersport : Stand Up Paddling auch in Neumünster angesagt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Thomas Wendt und Co. forcieren ihre trendige Sportart auf dem Einfelder See.

Stand Up Paddling ist ein „junger alter“ Sport. Ehemals war er auf Hawaii der Sport der Könige, denn nur Auserwählte durften sich außer ihnen auf Flößen stehend fortbewegen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Stehpaddeln auf den Pazifik-Inseln als eine komfortable Fortbewegungsart für Surflehrer, die so schneller vom Ufer zu den wellenbrechenden Riffen gelangen konnten. Erst seit einigen Jahren wird Stand Up Paddlung (kurz SUP) zusätzlich zum Windsurfen und Wellenreiten als eigenständige Wassersportart betrieben, da sie auch ohne Wind und Wellen möglich ist. Und nun breitet sich SUP rasant auf der ganzen Welt aus.

Für manchen Betrachter sieht es schon etwas ungewohnt aus, wenn Sportler auf einem Surfbrett stehen und sich mit Hilfe eines Stechpaddels vorwärtsbewegen. Aber die Sportart bietet mehr als nur Lifestyle. „SUP ist nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ein effektives Ganzkörpertraining, es fördert zusätzlich Koordination und den Gleichgewichtssinn. Auch Anfänger haben recht schnell Erfolgserlebnisse. Man kann SUP durchaus an einem Tag erlernen. Und es ist wenig verletzungsanfällig“, meint Thomas Wendt, einer der Protagonisten dieses Sports in Neumünster. Zusammen mit dem Sportmediziner Dr. Philip Michel und dem Sportwissenschaftler Klaas Voget hat der Kommunikations-Designer Wendt „SUP-Teamsport“ gegründet; eine Vereinigung, die Betrieben, Organisationen, Schulen, Vereinen und Privatgruppen gesundheitsfördernde und teambildende Maßnahmen mit Brett und Paddel anbietet: Tages-Events, ein- bis mehrwöchige Trainingseinheiten, aber auch Exkursionen, zum Beispiel auf der Schwentine.

Standorte hat „SUP-Teamsport“ in Kiel, Hamburg, Rostock, Berlin und Neumünster, wo Wendt und Co. in Kooperation mit dem Kreissportverband und der Humboldt-Schule im Wassersportzentrum der Schulen am Einfelder See agieren. „In Hamburg ist bei gutem Wetter die Alster voll mit Stand Up Paddlern. Bei uns in Neumünster sind wir noch nicht so weit“, erklärt Wendt.

Auch als Wettkampfsport ist SUP übrigens auf dem Vormarsch. Ein gutes Beispiel dafür ist Wendt selbst. Der vielseitige Sportler („Ich mache alles, was Spaß bringt: Schwimmen, Thai-Boxen, Radfahren …“) ist nach eigenen Angaben „schon ewig“ als Wellenreiter und Windsurfer unterwegs. So gewann er 2013 auf dem Rhein bei Köln den deutschen Vizemeistertitel auf der Langstrecke über 4 km. In der German SUP-Challenge, einer Serie über vier Rennen, wurde er Dritter. Und diese Leistungen kamen nicht von ungefähr. Der Einfelder trainiert in der Saison vier Mal in der Woche und legt dabei rund 50 km zurück. Nun hofft er, andere in seiner Heimatstadt mit dem „Virus SUP“ infizieren zu können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen