zur Navigation springen

Squash : Squash auch 2020 nicht olympisch: „Das ist eine Schande“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters englischer Zweitligaspieler Adam Murrills bezieht im Interview Stellung. Am Sonnabend startet sein Team in die neue Saison.

Er steht bereits im zweiten Jahr im Zweitligakader des Squashvereins Neumünster: Adam Murrills. Der 23-jährige Engländer wird am Sonnabend bei der Saisonpremiere 2013/14 in Bremen zum Racket greifen. Der Courier hat mit ihm gesprochen.

 

Was sind Ihre Erwartungen für die neue Zweitligasaison, und was denken Sie über die SVN-Mannschaft?

Murrills: Ich freue mich sehr auf die anstehende Saison. Wir verstehen uns alle super, und daher stimmt auch der Teamspirit bei uns, was sicher ein Vorteil bei uns ist. Toll ist, dass nun bereits zum zweiten Mal Anfang Oktober ein Teil des Teams nach England zum Training kommen wird. Ich mache das sehr gerne. Ferner hoffe ich, dass wir trotz Felix Auers Abgang eine noch bessere Platzierung als den fünften Rang aus dem Vorjahr erzielen können.

 

Wie lauten Ihre persönlichen Ziele für die anstehende Saison?

Nach einer längeren Verletzungspause möchte ich das erste Mal unter die Top 100 der Welt. Momentan stehe ich auf Platz 139. Auch möchte ich kommende Saison mein erstes Weltranglistenturnier gewinnen.

 

Sind Sie nach Ihrer Pause wieder voll belastbar?

Ich habe einige Tage in Spanien bei einem guten Freund verbracht und mich dort erholen können. Nach vier Monaten Pause bin ich wieder 100-prozentig fit und spiele bereits meine ersten Turniere.

 

Was sagen Sie zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees, dass Squash es in der finalen Abstimmung für eine Teilnahme an Olympia im Jahr 2020 ganz knapp nicht geschafft hat?

Das ist eine Schande. Denn: Erst wählt das IOC im Februar Ringen aus dem Programm, um es nun bei der finalen Präsentation wieder hereinzuwählen. Außerdem sollte ein neuer Sport hinzukommen, und das ist ausschließlich Squash. Denn Ringen und Softball waren bereits olympisch. Dies hat das IOC aber, wie eigentlich angekündigt, nicht eingehalten.

 

Nehmen Sie an der Einzel-WM in Ihrer Heimat Manchester Ende Oktober/Anfang November teil?

Leider nein. Ich werde zu diesem Zeitpunkt drei kleinere Turniere in Australien spielen. Ich werde die WM-Spiele per Internet verfolgen.

 

Wie oft trainieren Sie pro Woche?

Elf Mal. Montags bis freitags bin ich jeweils zwei Mal unterwegs, sonnabends einmal, sonntags ist Ruhetag. Dazwischen spiele ich in den lokalen Mannschaften. Der größte Trainingsanteil findet auf dem Court mit meinem Coach statt. Aber auch Fitness-, Beweglichkeits- und Intervalltraining gehört dazu.

 

Arbeiten Sie auch selbst als Coach?

Ja. Ich gebe etwa sechs Stunden Training pro Woche als Level-2-Coach des englischen Squash-Verbandes.

zur Startseite

von
erstellt am 26.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen