FUSSBALL-VERBANDSLIGA SÜD-WEST : Spitzenspiel hält nicht, was es verspricht

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Der TuS Nortorf und SV Todesfelde lassen einige Wünsche offen. Schlusslicht TS Einfeld verliert mit 1:5 beim MTSV Olympia.

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23. September 2013, 16:00 Uhr

Wenig zu holen gab es für Neumünsters Clubs am achten Spieltag der Fußball-Verbandsliga Süd-West: Während der TSV Wankendorf nach einem müden Kick beim Aufsteiger Rot-Weiß Kiebitzreihe wenigstens einen Punkt mit nach Hause nahm (1:1), unterlag der TSV Gadeland dem FC Itzehoe deutlich mit 0:5. Auch der Höhenflug des TuS Nortorf scheint endgültig beendet: Im Spitzenspiel gegen den SV Todesfelde II setzte es eine 2:4-Heimniederlage. Als einziger Neumünsteraner Vertreter verließ der MTSV Olympia den Platz als Sieger. Das Derby gegen den TS Einfeld, der weiterhin mit negativem Punktekonto das Tabellenende ziert, war früh entschieden.



MTSV Olympia – TS Einfeld 5:1 (3:0)

MTSV Olympia Neumünster: Wendt - Mester, Jablonski (46. Kost), Granzow - Hanka, S. Reichow – Weidemann, Jace (72. Khomkhonsu), Muhs - T. Alioua, Barck (65. M. Reichow).
TS Einfeld: Wilhelmsen - Biedermann (86. Reinecke), Hinz, D. Tegge - Yildirim, Robold - Peters, M. Milbradt, Hnida (59. Hoeck) - Jörs, Scheel (46. Mömmert).
SR: Jochimsen (Glückstadt). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 Weidemann (3.), 2:0 T. Alioua (6.), 3:0 Barck (12.), 3:1 Hoeck (69.), 4:1 S. Reichow (73.), 5:1 M. Reichow (87.). – Nächster Olympia-Gegner: SV Henstedt-Ulzburg (A/Sonntag, 15 Uhr). – Nächster Einfeld-Gegner: SV Todesfelde II (A/Freitag, 20 Uhr).

Viel vorgenommen hatte sich das Tabellenschlusslicht TSE für das Derby beim Aufsteiger Olympia. Doch nach einer knappen Viertelstunde war die Stimmung der Gäste nach drei Gegentreffern bereits wieder am Nullpunkt angelangt. Olympia ruhte sich im Anschluss arg sorglos auf der Drei-Tore-Führung aus und überließ vor lediglich 50 Besuchern dem TSE die Initiative. Timo Scheel verpasste für die Gäste mehrfach den Anschlusstreffer. So musste Einfeld sich bis zur 69. Minute gedulden – dann sorgte der eingewechselte Björn Hoeck mit dem 3:1 für ein wenig Hoffnung. Doch die sollte schnell wieder schwinden: Nur wenige Minuten nach dem Einfelder Treffer fiel das 4:1 durch einen von Sascha Reichow schlitzohrig schnell ausgeführten Freistoß aus 18 Metern – die Entscheidung. Der eingewechselte Marco Reichow setzte mit dem 5:1 kurz vor dem Ende den Schlusspunkt. „Wir machen einfach zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung. Und im Abschluss fehlt uns zudem das Glück“, klagte Einfelds neuer Trainer „Hansi“ Neelsen nach der siebten Niederlage im siebten Spiel. Olympias spielender Teammanager „Hansi“ Mergel zog mit gemischten Gefühlen Bilanz: „Nur mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein. Nach dem 3:0 haben wir das Fußballspielen eingestellt.“

RW Kiebitzreihe – TSV Wankendorf 1:1 (1:1)

RW Kiebitzreihe: Niebuhr - Balfanz, Jermies, Horn (85. Ploog), Guelck, Blume (62. S. Duwensee), Clasen, Scheppmann, Griehl, Hansen, Strauer.
TSV Wankendorf: Ebsen - Weick, Bobzien, Jantzen, Hübner - Gerndt, Block (78. Latendorf) - M. Schiffer, D. Schiffer (83. Willhöft) - Dittkuhn, Schnoor (78. Müller).
SR: Schenke (Ahrensbök). – Zuschauer: 100. – Tore: 1:0 Strauer (36.), 1:1 Dittkuhn (45.). – Nächster Wankendorf-Gegner: TSV Gadeland (H/Sonntag, 15 Uhr).


Nicht in optimaler Verfassung präsentierte sich der TSV Wankendorf beim 1:1 gegen Aufsteiger Kiebitzreihe. „Uns beschleicht bei weiten Auswärtsfahrten immer wieder eine gewisse Müdigkeit – so auch diesmal“, stellte Wankendorfs Trainer Henning Theen fest, der mit Alexander Usbek, Arne Duggen und Bastian Heinrich zudem wichtige Kicker zu ersetzen hatte und so auf einige unerfahrene A-Jugendspieler zurückgreifen musste. In einer zerfahrenen Partie brachte Marko Strauer die Heimelf mit einem Kopfballtreffer nach einem Freistoß in Führung. Überhaupt brannte es nach Standardsituationen immer wieder lichterloh im Gästestrafraum. Kurz vor der Pause allerdings gelang Philipp Dittkuhn nach einem sehenswerten Solo der Ausgleich, der bei den Wankendorfern wieder Hoffnungen auf einen Auswärtssieg schürte. Im zweiten Durchgang aber gelang keinem Team ein weiterer Treffer. „Nach dem Seitenwechsel lief es ein wenig besser bei uns, am Ende ging das 1:1 jedoch völlig in Ordnung“, resümierte Theen.


TuS Nortorf – SV Todesfelde II 2:4 (2:2)

TuS Nortorf: Maaß - Reuter, Doege, Döring, Kortum - Hülsen, L. Redmann (65. Arndt), Butenschön, Klotzbücher (70. Huneke) - Viergutz, Struve (74. Schlotfeldt).
SV Todesfelde II: Reimers - Broers, Evers, Holz, Zimmer - Reining (74. Diercks), Uhlenbrock - Behrens (78. Kröger), Grotherr - Grandt (58. Martin Rückert), Heß.
SR: Olimsky (Ostrohe). – Zuschauer: 100. – Tore: 0:1 Behrens (16.), 1:1 Viergutz (24.), 2:1 Struve (25.), 2:2 Reining (39.), 2:3 Grotherr (49.), 2:4 Grotherr (70.). – Gelb-Rote Karte: Diercks (Todesfelde II/90., wiederholtes Foulspiel). – Nächster Nortorf-Gegner: Rot-Weiß Kiebitzreihe (H/Sonnabend, 15 Uhr).


In einer äußerst schwachen Partie, die kaum einmal Verbandsliganiveau erreichte, ergriff die Reserve des SV Todesfelde als erstes Team die Initiative und ging folgerichtig in Führung. Zwar drehte der TuS das Spiel durch einen Doppelschlag von Florian Viergutz und Bennit Struve Mitte des ersten Durchgangs, doch Todesfelde II gelang durch Kay Reining noch vor der Pause der Ausgleich. Gästekicker Rico Grotherr sorgte mit zwei Treffern nach dem Seitenwechsel schließlich für die Entscheidung. „Die Todesfelder waren nicht unbedingt besser als wir, aber sie haben ihre Chancen genutzt“, musste TuS-Coach Thomas Arndt gestehen, dass der Sieg der Gäste aufgrund der größeren Cleverness vor dem Tor in Ordnung ging. Todesfeldes Sportlicher Leiter Michael Steenbock unterstrich die unterdurchschnittliche Darbietung beider Teams: „Das sah über weite Strecken eher nach einem Duell zwischen dem Kreisliga-Siebten und dem Kreisliga-Achten aus.“


TSV Gadeland – FC Itzehoe 0:5 (0:3)

TSV Gadeland: Holstein - Tomaschewski, Tambalque, Hamann, Christophersen - Rychlowski, Grümmer (46. Hildebrandt) - Siegfried, Maliszewski (46. Röder), I. Alioua - Siegel (80. Neumann).

FC Itzehoe: Chionidis - Pahl, Günaydin, Bara (46. Inci), P. Griesbach, Straub, Aydogan, Bektas, Leskien, Mercan (62. Evert), Matz.

SR: Drever (Schlutup). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 Bektas (14.), 0:2 Matz (37.), 0:3 Bara (40., Foulelfmeter), 0:4 Bektas (75.), 0:5 Günaydin (87., Foulelfmeter). – Nächster Gadeland-Gegner: TSV Wankendorf (A/Sonntag, 15 Uhr).

In einer ausgeglichenen Anfangsphase setzte Itzehoes Wiegand Leskien mit einem Schlenzer auf die Latte des Gadelander Tores die erste Duftmarke (7.). Auf der anderen Seite scheiterte Sven Siegfried mit einem Lupfer am gut parierenden FCI-Keeper Matteo Chionidis (10.). Ein Zufallsprodukt brachte die Gäste in Führung: Nach einem Freistoß von Hasan Mercan sprang der Ball Onur Bektas vor die Füße, der ohne größere Mühe zum 0:1 traf. Das Tor verlieh den Gästen, Sicherheit, der FCI hatte nun klare Vorteile. Torben Matz, von Adem Aydocan bedient, erhöhte auf 0:2, ehe der Ex-Gadelander Blerim Bara bei einem Konter der Gäste von Holstein im Strafraum zu Fall gebracht wurde und den fälligen Elfmeter selbst verwandelte. „Für die zweite Halbzeit hatten wir uns viel vorgenommen“, berichtete Gadelands Coach Marco Frauenstein, dessen Team angesichts weiterer guter Möglichkeiten für Siegfried (30./38./41.) vor der Pause keineswegs chancenlos gewesen war. Doch Itzehoe gab die Kontrolle über die Partie nicht mehr aus der Hand. Bektas, der den Ball nach einem Freistoß unter die Torlatte drosch, und der starke Mustafa Günaydin, der nach einem Foul von Yannik Hamann einen weiteren Foulelfmeter verwandelte, stellten den Endstand her. „Der Sieg des FC Itzehoe geht völlig in Ordnung, ist aber am Ende ein wenig zu hoch ausgefallen“, sagte Frauenstein.

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