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Fussball-Kreisliga : Spitzenquartett marschiert vorneweg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die vier Top-Teams fahren allesamt Siege ein. Das 3:3 im Kellerduell hilft weder dem SV Wasbek noch dem TSV Aukrug so richtig weiter. Türkspor bleibt zu Hause eine Macht.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2013 | 13:15 Uhr

Ohne großartige Überraschungen ging der elfte Spieltag der Fußball-Kreisliga Neumünster über die Bühne. Das Spitzenquartett – Tungendorf (4:1 gegen Nortorf II), Torpedo (5:2 beim PSV II), Padenstedt (2:0 bei Ruthenberg) und Boostedt (2:1 gegen Husberg) – holte geschlossen jeweils drei Punkte und setzte sich damit ein wenig von den Verfolgern ab. Zu den Schergen zählt nun auch der VfR II, der bei Gut Heil 4:1 gewann. Auch Türkspor könnte Ambitionen anmelden, wenn es auch mal auswärts Zähler einfahren würde. Das aber scheint nur zu Hause zu klappen. Gegen den SV Bokhorst gab es ein 3:0. Im „Kellerduell“ trennten sich Wasbek und Aukrug derweil mit 3:3.

SV Wasbek – TSV Aukrug 3:3 (1:2)

SV Wasbek: M. Rüdiger – Dahmke, Woldt, Gill, Holk, Lenz, Sopjani, Link, Büttner (46. P. Rüdiger), Lehnert (83. Slotosz), Wollny (46. Schümann).

TSV Aukrug: Schmuck – Michalke (74. Braun), Tietz, H. Althaus, F. Jacobs, S. Althaus, C. Jacobs, Bringmann, Baltruschat, Rickert, Reinke-Allais.

SR: Ehlers (Boostedt). – Zuschauer: 60. – Tore: 1:0 Sopjani (2.), 1:1 H. Althaus (17.), 1:2 F. Jacobs (24.), 1:3 F. Jacobs (50.), 2:3 Holk (54.), 3:3 Lenz (69., FE).

„Nach dem 1:0 haben wir trotz einiger Chancen nicht nachgelegt und nach 15 Minuten das Fußballspielen sogar ganz eingestellt“, ärgerte sich SVW-Ligaobmann Pasqual Rüdiger, dass sich die Schwarz-Weißen keine bessere Ausgangsposition verschafften. Die Aukruger Halbzeitführung ging für ihn dann auch in Ordnung. Nach der Pause wachte Wasbek aber wieder auf und kam zum verdienten Ausgleich. „Anschließend waren wir dem vierten Tor näher, aber insgesamt ist das Remis gerecht“, resümierte Rüdiger.

PSV II – FC Torpedo 2:5 (0:2)

Polizei-SV Union II: M. Schulz – Rehder, Adrian (76. Nützel), F. Schenzer, Will (86. Pupkulis), P. Schenzer, Seipt (46. Topcu), Zielinski, Witt, Hoffmann, Puphal.

FC Torpedo: Diehlmann – Harder, Hein, Borgert, Karatas, Eggers (52. Reichelt), Berisha, Baumann (60. Matthis), Juckel, Willers, Gläske (76. Schümann).

SR: Lühr (Krogaspe). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 Baumann (42.), 0:2 Hein (44.), 0:3 Baumann (50.), 1:3 Puphal (55.), 2:3 Witt (57.), 2:4 Karatas (67.), 2:5 Karatas (85.).

„Das Ergebnis fällt deutlicher aus, als es auf dem Platz aussah“, konstatierte PSV II-Coach Kay Valentin, der die Leistung seiner Equipe als „eigentlich ganz gut“ bezeichnete und sich über jede Menge vergebener Gelegenheiten echauffierte. Bei Torpedo war nach Valentins Angaben dagegen im Stile einer Spitzenmannschaft fast jeder Schuss ein Treffer, wodurch die „Taubenträger“ die Leichtfertigkeit der „Ordnungshüter“ bestraften.

Ruthenberger SV – SG Padenstedt 0:2 (0:1)

Ruthenberger SV: Westphal – Akischkin (67. Neinstell), Acar, Schramm, Rall, Fischer, Pfeifer (57. Brunst), Sienknecht, Clement (17. Richardt), Maier, Bröcker.

SG Padenstedt: Stichert – Scheider, Andres, A. Wilk (82. C. Wilk), Burow, Stöckhardt, Barck, Ma. Klein, Callsen (82. Breiholz), Hartwich, Rückert.

SR: Sternberg (Wasbek). – Zuschauer: 40. – Tore: 0:1 A. Wilk (37.), 0:2 A. Wilk (77.).

Weil Ruthenberg zunächst eine Vielzahl guter Gelegenheiten ausließ und dann auch noch in Rückstand geriet, war der RSV-Vorsitzende Helmut Röhrs reichlich angesäuert: „Wir haben uns zu dumm angestellt und hätten unsere Chancen nutzen müssen. Dann hat uns die SG Padenstedt auch noch bei ihrer einzigen richtigen Möglichkeit in der ersten Halbzeit bestraft.“ Da sich die Gastgeber aber nicht aufgaben, hätte Röhrs zumindest einen Punkt als verdient angesehen, wenngleich der Widerstand nach dem 0:2 (77.) gebrochen war. Ein Sonderlob gab es von ihm für Referee Torsten Sternberg (Wasbek), der „jederzeit Herr der Lage“ war.

Neumünster Türkspor – SV Bokhorst 3:0 (0:0)

Neumünster Türkspor: Soyubelli – A. Celik, Akyel, Güngörenler, Erkam Simsek, Sari (46. Yagmur), Tas, G. Aktas (63. K. Korkmaz), Kuscu (63. Yurtseven), Keser, Kan.

SV Bokhorst: Schnoor – Gressmann, Stange, Blöcker, Danker (86. Wittwer), Ryll, Schliebitz (77. Steinkamp), Quatfasel, Ingwersen (59. Arndt), Reese, Möbius.

SR: Uzun (Ruthenberg). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 G. Aktas (47.), 2:0 Yagmur (84.), 3:0 Korkmaz (89.).

Trotz der Tatsache, dass bei Türkspor mehrere Akteure mit Trainingsrückstand oder Blessuren mitwirkten, präsentierte sich die Heimelf über 90 Minuten überlegen. Einzig das Toreschießen sollte im ersten Abschnitt noch nicht klappen, obwohl ausreichend Chancen vorhanden waren. Direkt nach dem Wiederbeginn funktionierte es aber, als Kapitän Gökhan Aktas den Bann mit dem 1:0 brach (47.). „Das Ergebnis hätte höher ausfallen können, aber wichtig sind die drei Punkte“, sagte Türkspor-Trainer Cetin Bay, dessen Team damit zu Hause saisonübergreifend zum zehnten Mal in Serie ungeschlagen blieb.

SV Tungendorf – TuS Nortorf II 4:1 (2:1)

SV Tungendorf: Pohnke – Karagül, Sarau, Voss (37. Holzner), A. Stölting, Möller, C. Stölting, Czekay (86. Piaskowski), Nupnau, Tan (79. Wuchinger), Beck.

TuS Nortorf II: Fischer – Jensen, Bobsien, Grimm, Doege, Dähn, Klucke, Huneke, Struve, Hülsen, Schwartz (64. Storm).

SR: Maschewski (Gadeland). – Zuschauer: 45. – Tore: 1:0 Tan (11.), 1:1 Hülsen (42.), 2:1 Möller (45.), 3:1 Czekay (65.), 4:1 Nupnau (71.).

Nachdem Tungendorf gut begonnen hatte und zu Recht in Führung gegangen war, hielt der mit zahlreichen Ligaspielern verstärkte TuS Nortorf II besser dagegen und gestaltete das Geschehen ausgeglichen. Den verdienten Ausgleich durch Lars Hülsen (42.) konnte der SVT aber noch vor Pause mit dem 2:1 durch Meiko Möller (45.) kontern. „In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel dann wieder im Griff und haben uns jede Menge Möglichkeiten erspielt, sodass der Sieg auch höher hätte ausfallen können“, befand SVT-Trainer Torsten Sötje.

SC Gut Heil – VfR Neumünster II 1:4 (1:0)

SC Gut Heil: Reimer – A. Xhemajli, Matthes, Rüschmann, Babiak, G. Xhemajli, S. Bara, Hansen, Hyseni (52. Ergel), Beha, Szyszkowski (69. Soldat).

VfR Neumünster II: Amoako – Michalowski (46. Okyne), Seb. Fuhrmann, Bönigk, Gülbay, Zschimmer (46. Yimele), Si. Fuhrmann, Yilmaz, M. Schultz, Wahl (58. Hartmann).

SR: Z. Kurtoglu (Wittorf). – Zuschauer: 60. – Tore: 1:0 Hansen (30.), 1:1 Yilmaz (66.), 1:2 Bönigk (68.), 1:3 M. Schultz (80.), 1:4 Yilmaz (85., FE). – Gelb-Rote Karte: Beha (Gut Heil/42., Unsportlichkeit).

„Der Sieg für den VfR II ist unterm Strich verdient“, gestand Gut Heils Obmann Dennis Keyser nach Spielende ein. Doch so schlecht hatten sich seine „Rothosen“ zuvor nicht angestellt, die erste Hälfte ausgeglichen gestaltetet und waren durch Nico Hansen sogar in Führung (30.) gegangen. Nach der Ampelkarte für Alban Beha (42.) beschränkte sich Gut Heil dann aber auf die Defensive und konnte dem Ansturm der mit einigen Regionalliga-Kickern gespickten „Veilchen“-Reserve bis rund 25 Minuten vor Schluss standhalten. Erst dann glich der VfR II aus und schraubte das Ergebnis anschließend in die Höhe.

SV Boostedt – SV Husberg 2:1 (0:1)

SV Boostedt: Gaycken – Krämer (48. Lehmann), Kluge, Lienhöft, Eckhardt, Tabert, Plath, Kruse, Wehde, Junkuhn, T. Fanasch.

SV Husberg: Cakar – Heinrich, Marquardt, Fürst, Golland, Lehnecke (60. Dittmer), Stoffers (75. Jeske), F. Witt, Tas, Velovic, von Ahrentschildt.

SR: Sander (Padenstedt). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 Velovic (44.), 1:1 Eckhardt (83.), 2:1 Tabert (86.).

Boostedt war zunächst spielbestimmend und hätte laut Pressesprecher Lars Kröger auch zumindest das 1:0 machen müssen. Doch das tat die Waldstadion-Elf nicht und ließ Husberg stattdessen nach einer halben Stunde besser ins Spiel sowie zum 0:1 durch Adzi Velovic (44.) kommen. Nach der Pause zog Boostedt alle Register, bot drei Stürmer auf und drängte auf den Ausgleich, hatte aber bei einigen Husberger Kontern auch Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten. Zwei Treffer in der Schlussphase wendeten das Blatt dann tatsächlich noch zu Gunsten der Gastgeber. Doch Kröger gestand ein: „Beim 1:1 stand Torschütze Julian Eckhardt wohl im Abseits.“ Nichtsdestotrotz war der spät eingefahrene Sieg für ihn „das Glück des Tüchtigen, weil wir viel investiert haben“.

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