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Fussball-Regionalliga Nord : Später Ausgleich beschert VfR einen wichtigen Punkt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Rasensportler erzielen gegen den Angstgegner SV Meppen in der 88. Minute das 1:1.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Mit dem nötigen Quäntchen Glück, das in den vergangenen Wochen mehr als einmal gefehlt hatte, erkämpfte sich Fußball-Regionalligist VfR Neumünster gestern einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Gegen den SV Meppen sorgte erst ein Tor kurz vor Schluss für den Ausgleich zum 1:1 (0:0), der insbesondere für die Moral sehr wichtig war. Allerdings bleiben nach Cloppenburg auch die Emsländer ein Angstgegner für Rasensport. In nun zehn Pflichtspielduellen mit Meppen gab es keinen einzigen Sieg für die Lila-Weißen (fünf Unentschieden, fünf Niederlagen). Zudem bedeuteten nur 429 Zuschauer einen Regionalliga-Minusrekord des VfR nach dem Aufstieg 2012.

VfR-Trainer Ervin Lamce hatte mit einigen Personalsorgen zu kämpfen. Neben Michél Harrer, der mit Kreuzband- und Außenmeniskusriss monatelang fehlen wird, musste er kurzfristig auch Amando Aust (Oberschenkelzerrung) und den beim Aufwärmen verletzten Kevin Schulz (Ziehen im Oberschenkel) ersetzen. Zudem rückte Ermir Zekjiri im Vergleich zum 1:3 in Cloppenburg auf die Bank. Patrick Nagel, Christian Rave und Christopher Kramer kehrten zurück. Zudem stand Marco Schultz erstmals in dieser Saison in der Startelf und bildete mit Rave eine Art flexible Doppelspitze in einem 4-4-2. Bei Meppen nahm Trainer Christian Neidhart eine Änderung (Timo Scherping für Hiromu Watahiki) in der Elf vor, die zuletzt 2:2 gegen Rehden gespielt hatte.

Das Spiel begann furios. Beide Mannschaften legten sofort die Scheuklappen ab und suchten den Weg nach vorn. Meppens Johan Wigger gab den ersten Warnschuss ab (3., knapp vorbei). Zwei Minuten später probierte es Nagel, dessen Schuss noch knapp neben das Tor abgefälscht wurde (5.). Kurz darauf kombinierte sich der VfR über Finn Thomas und Jakob Olthoff vor das Tor, doch Rave wurde wenige Meter vor dem Tor noch bedrängt, sodass nur eine Ecke heraussprang. Die wurde von Nagel hereingebracht, doch Gommert war zur Stelle, um den Kopfball von Gentian Durak zu parieren (7.). Wiederum nur eine Minute später setzte Martin Wagner frei vor dem VfR-Tor zum Fallrückzieher an und verfehlte es nur um Zentimeter (8.). Nach dieser ereignisreichen Startphase kehrte etwas mehr Ruhe vor den beiden Toren ein – es blieb jedoch ein umkämpftes Spiel. Die beiden besten Torszenen hatte noch der VfR. Erst zog Rave nach einer Linksflanke von Kramer aus der Drehung ab (36., vorbei). Fünf Minuten später leitete Rave selbst einen Angriff ein. Durak bediente Olthoff, dessen 17-Meter-Schuss der Ex-Lübecker Gommert mit den Fäusten parierte.

In der zweiten Hälfte änderte sich das Bild. Die Emsländer waren nun deutlich präsenter, traten in den Zweikämpfen aggressiver auf. Zudem machte sich eine taktische Umstellung bezahlt, die SVM-Trainer Neidhart in der Pause vorgenommen hatte. Jens Robben (kam für Innenverteidiger Twyrdy) besetzte fortan die rechte Seite im nun offensiver ausgerichteten Mittelfeld und sorgte für Schwung. Über diese Seite fiel dann auch das Führungstor für die Gäste. Sergej Schmik setzte sich gut durch, brachte den Ball flach nach innen, wo Wagner direkt abzog und Marc Aaron Kassler mit seinem scharfen Schuss keine Chance ließ (55.). Vom VfR, der oft ins Abseits lief, kam in der Offensive kaum noch etwas. Bezeichnend war, dass mit Unterstützung des böigen Windes zwei Distanzschüsse die besten Torszenen bildeten. Yannik Jakubowski probierte es aus 40 (!) Metern (53.). Mit Kevin Ingresos versuch aus 30 Metern hatte Gommert dann schon etwas mehr Mühe (74.). Meppen hätte dagegen erhöhen können, doch Timo Scherping scheiterte nach Robben-Pass an Kassler (65.). Außerdem hatte der VfR Riesenglück, dass Joker Ramiz Pasiov nach einem Kremer-Pass frei vor dem VfR-Tor nur die Unterkante des Quergestänges traf (87.). Und so kam der VfR zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Ausgerechnet der in dieser Saison bislang glücklose Marco Schultz erzielte nach einem Eckball von Nagel per Kopf das umjubelte 1:1 (88.). Doch auch danach benötigte der VfR noch einmal Glück, als Kassler mit dem Fuß gegen den freien Kremer parierte (90./+1).

VfR – SV Meppen 1:1 (0:0)


VfR Neumünster: Kassler - Durak (82. Zschimmer), Jakubowski, Schäfke, Nagel - Thomas, Olthoff (67. Zekjiri), Ingreso (85. Bönigk), Kramer - Rave, M. Schultz.

SV Meppen: Gommert - Schmik, Twyrdy (46. Robben), Meier, Schepers - Latkowski, Wigger, Hahn, Kremer - Wagner, Scherping (79. Pasiov).

Beste Spieler: Schäfke, M. Schultz, Kassler - Robben, Kremer, Schmik. – Schiedsrichter: Riehl (Bremen). – Zuschauer: 429 – Tore: 0:1 Wagner (55.), 1:1 M. Schultz (88.). – Gelbe Karten: Thomas (42., Foulspiel), Schäfke (58., Foulspiel), Rave (69., Foulspiel), Ingreso (77. Handspiel), Durak (80., Unsportlichkeit), Nagel (83., Foulspiel) - Twyrdy (28., Foulspiel), Schepers (37., Foulspiel), Meier (57., Foulspiel). – Spielwertung: ausreichend. – Nächster VfR-Gegner: VfL Wolfsburg II (A/Sonntag, 14 Uhr).

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