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Handball-Landesligen Mitte : SGBB-Teams marschieren im Gleichschritt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bordesholm mischt mit seinen Mannschaften oben mit. Auch die beiden Wift-Vertreter bewegen sich auf einem Level.

Die Reserve der SG Bordesholm/Brügge befindet sich in der Männerhandball-Landesliga weiter auf Kurs und setzt sich mit 7:3 Punkten im oberen Drittel fest. Die gleichklassigen Frauen der SGBB stehen der zweiten Männermannschaft in nichts nach. Nach ihrem vierten Saisonsieg sind sie Dritter. Parallelitäten gibt es auch bei den Männern und Frauen aus Wittorf. Beide scheitern wieder knapp beim Vorhaben, die dringend benötigten Punkte zu holen, um sich im Mittelfeld zu etablieren. Schlimmer als die beiden Wift-Landesligateams hat es den Aufsteiger HSG 91 erwischt. Mit 0:10 Punkten befinden sich die Nortorferinnen auf dem letzten Tabellenplatz, und eine Verbesserung ist bei ihnen nicht wirklich in Sicht.

Landesliga Frauen

HSG Mönkeberg/Schönkirchen – SG Wittorf/FTN 30:27 (15:13). Die Gastgeberinnen überraschten mit einer sehr variantenreichen Abwehr und stellten die Wittorferinnen immer wieder vor neue Aufgaben, auf die die Gäste im Angriff zwar die richtigen Lösungen parat hatten (9:9/16.), aber in der eigenen Deckung gegen den HSG-Rückraum nicht gut standen. Dadurch erarbeiteten sich die Einheimischen ein kleines Plus zur Pause (15:13). Pech im Abschluss bei Wift und Treffsicherheit bei der HSG ließen den Vorsprung nach dem Wiederanpfiff wachsen (20:14/38.). Doch die Gäste um Trainer Thorsten Möller gaben sich nicht auf und kamen in den letzten Minuten noch auf einen Treffer heran (26:25/54.). Nach einem erneuten Ballgewinn trafen die Gäste aber nicht zum Ausgleich, sondern nur an den Pfosten. Mönkeberg nutzte dies und sackte die beiden Zähler ein. Möller sah trotz der Niederlage eine Weiterentwicklung innerhalb seiner Mannschaft: „Wir haben unsere technischen Fehler deutlich reduziert, ferner sind unsere jungen Spielerinnen im Team angekommen.“

SG Wittorf/FTN (Tore in Klammern): Voigt, Grabowski - Redmer (1), Hein (5/davon 4 Siebenmeter), Meyer (3), Mundt, Goniwiecha (5), Schulz-Hildebrandt, N. Langowski (6/2), Haberland (4), J. Langowski (3).

Nächster Gegner: TSV Alt Duvenstedt (H/Sonnabend, 17 Uhr).

SG Bordesholm/Brügge – HSG Kremperheide/Münsterdorf 24:22 (13:12). „Die HSG ist mit nur sechs Feldspielerinnen angetreten, aber diese hatten es in sich“, beschrieb SGBB-Coach Eike Rix das Szenario und bedankte sich explizit dafür, dass Kremperheide/Münsterdorf trotz seiner Personalnot angetreten ist. Die Rückraumlinke der Gäste zwang die Bordesholmer 6:0-Abwehr, offensiv gegen sie herauszutreten. Dadurch entstanden immer wieder Lücken, die die wendigen Spielerinnen der HSG nutzen konnten (5:7/12.). Auch wenn die Abwehr der Einheimischen nicht immer die richtige Zuordnung hatte, auf die Torhüterinnen war in den entscheidenden Situationen Verlass (11:10/20.). Seinen konditionellen Vorteil konnte das Team der SGBB nicht wirkungsvoll genug umsetzen. Viele Gegenstöße und zweite Wellen wurden durch technische Fehler und falsche Entscheidungen liegen gelassen. Zusätzlich machte sich Bordesholm auf Grund einer mageren Wurfausbeute das Leben selbst schwer. Das galt aber nicht für alle. So hatte Flügelflitzerin Stine Petersen einen treffsicheren Tag erwischt. Sie war acht Mal erfolgreich. Über komfortable Fünf-Tore-Führungen (18:13/40., 24:19/50.) verbuchten die Gastgeberinnen schließlich die zwei Punkte.

SG Bordesholm/Brügge: Kern, Saamen - Schwardt, Sinn, Klinke (1), Haß (8), Reinert (4), Petersen (8), Miskic, Elwardt , Wurr (3), Lütt, Bülck.

Nächster Gegner: SG Lütjenburg/Dannau (A/Sonntag, 15 Uhr).

HSG 91 Nortorf – SG Lütjenburg/Dannau 17:30 (8:19). „Wir spielen ohne Emotionen und Temperament. Es werden fast sämtliche Vorgaben nicht umgesetzt“, ärgerte sich HSG-Trainer Jochen Uhlemann. Nortorf agierte in der Abwehr zu ängstlich und nahm den Körperkontakt nicht an. „Dieses passive Verhalten wird automatisch mit in den Angriff übernommen“, erklärte Uhlemann den deutlichen Zwischenstand zur Pause (8:19). Nachdem der Zug schon fast abgefahren schien, versuchten es die Gastgeberinnen ab Mitte der zweiten Hälfte mit einer 5:1-Deckung. Die fruchtete für zehn Minuten. Mit ungewohntem Tempo erzielte Nortorf drei schnelle Tore, doch dann war der Zauber wieder verflogen. Einzig Swantje Delfs rackerte vorne wie hinten und versuchte so, die Fehler anderer auszubügeln. „Wenn sich nicht alle Spielerinnen kurzfristig umstellen und sich der vorbildlichen Leistung von Delfs anpassen, wird sich in den weiteren Begegnungen nichts ändern“, lautete das klare Statement des schockierten Uhlemann.

HSG 91 Nortorf: Strebelow, Bruhn - Böhmfeldt (2), Wittmaack, Albrecht (3), K. Fock (1), N. Fock, Reese (3/2), Delfs (5/2), Clausen, Voß, Stoffers (1), Hildebrandt (2), Hoffmann.

Nächster Gegner: TSV Owschlag II (A/Sonntag, 14 Uhr).

Landesliga Männer

SG Bordesholm/Brügge II – HSG Eider Harde II 30:27 (17:14). Zu Beginn lief in der Abwehr der Hausherren nicht viel zusammen. Durch die herrschende Unordnung kam die HSG Eider Harde II zu einfachen Toren (10:10/15.). Bis zur Pause konnte die SGBB-Reserve ihre Deckung stabilisieren und setzte sich mit drei Treffern ab. Danach waren die Gastgeber besser im Spiel und legten nach. Zehn Minuten vor dem Abpfiff schien der dritte Sieg geschafft (28:23/50.). Aber fünf torlose Minuten luden die Gäste ein, am Ergebnis zu schrauben und auf ein Tor zu verkürzen (28:27/55.). In dieser heißen Phase der Begegnung konnte sich das Bordesholmer Team auf seinen Schlussmann Jan Sternberg verlassen. Er verbarrikadierte seinen Kasten und bewahrte seine Mannschaft mit seinen Glanztaten vor einer möglichen Punkteteilung oder noch Schlimmerem. Vorne schaltete der Aufsteiger einen Gang höher und belohnte sich mit zwei Punkten. „Für uns war das wie ein Vier-Punkte-Spiel. Wir freuen uns, dass sich unsere harte Arbeit auszahlt“, erklärte ein zufriedener SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann.

SG Bordesholm/Brügge II: Kühtz, Sternberg, Schrammböhmer - Glumm (1), Molzow (6), Riefel (1), Roßmann (2), Schaumann, Zittlau (15/4), Stange (1), Reese, Soboll (4), Welz, Tewes.

Nächster Gegner: SG Wittorf/FTN II (A/Sonnabend, 19 Uhr).

Wellingdorfer TV – SG Wittorf/FTN II 28:27 (15:14). „Wir konnten Wellingdorf, das zum erweiterten Favoritenkreis zählt, einiges abverlangen“, berichtete Wittorfs Trainer Martin Glaubitz und ärgerte sich, dass dabei nichts Zählbares hängen geblieben war. Es war eine enge Kiste: Die Gäste lagen in der ersten Hälfte immer wieder eine Nasenlänge vorn (9:8 für Wift II/17.). Dann ereignete sich der erste Aufreger: Die Schiedsrichter (15:14) und der Sekretär (14:14) hatten unterschiedliche Halbzeitstände. Es gilt jedoch, was auf der Karte des Unparteiischen steht. Die Blau-Weißen kamen etwas besser aus der Kabine und übernahmen die Führung (20:21/48.). Aber eine erneute strittige Entscheidung führte zur Disqualifikation von Kostja Wilken in der 48. Minute zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt aus Sicht der Gäste. Daraus zogen die Hausherren ihren Vorteil (28:24/57.). Der wäre aber dank eines 3:0-Laufs der SG Wift II fast verflogen. 15 Sekunden vor dem Ende hatte sie den Ball erobert und die Chance auf den Ausgleich, doch der Freiwurf wurde zurückgepfiffen und musste wiederholt werden. Zum Torerfolg reichte es nicht.

SG Wittorf/FTN II: Hübner, Mittendorfer - Hoops, Wilken (3), Woop, Schilling, Steffen (3/1), Koop (4), Schmidtke (7/2), Aust (4), Pohl (6/2), Korten, Schulz-Hildebrandt.

Nächster Gegner: SG Bordesholm/Brügge II (H/Sonnabend, 19 Uhr).

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erstellt am 08.Okt.2014 | 13:30 Uhr

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