Handball-Landesligen Mitte : SGBB II wird vorgeführt

Tor für die SG Bordesholm/Brügge: Annkatrin Lütt (blaues Trikot) steigt hoch und trifft in dieser Szene an den Nortorferinnen Kim Hildebrandt (Nr. 10) und Andrea Voß vorbei zum 10:5.
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Tor für die SG Bordesholm/Brügge: Annkatrin Lütt (blaues Trikot) steigt hoch und trifft in dieser Szene an den Nortorferinnen Kim Hildebrandt (Nr. 10) und Andrea Voß vorbei zum 10:5.

Bordesholmer Männer-Reserve präsentiert sich außer Tritt. Die Wift-Frauen beklagen gegnerische Härte.

shz.de von
20. Januar 2015, 12:00 Uhr

Weil den Landesligahandballerinnen der SG Wift 40 starke Minuten nicht für einen Sieg über den Spitzenreiter reichten, lauert die SG Bordesholm/Brügge nach ihrem 30:19-Erfolg über die HSG 91 Nortorf weiter auf einen Fehltritt der HSG Fockbek/Nübbel. Bei den Männern unterlag mit der SG Bordesholm/Brügge II auch der zweite Vertreter des Kreises Neumünster dem THW Kiel III. In der Woche zuvor hatte die Reserve der SG Wift gegen die „Zebras“ den Kürzeren gezogen. Krankheitsbedingt war Wift II nicht im Einsatz, die Partie beim TSV Altenholz II wurde verlegt (Termin noch offen). Am kommenden Donnerstag um 20.30 Uhr muss die „Zweite“ von Wittorf/FTN bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II ran.

Landesliga Frauen

SG Wittorf/FTN – HSG Fockbek/Nübbel 20:28 (12:12). Obwohl die erste Hälfte „eine der stärksten Halbzeiten der bisherigen Saison“ war, wie Wift-Trainer Thorsten Möller anmerkte, musste sich die SG am Ende dem Tabellenführer beugen. Die Einheimischen waren von Anfang an gut eingestellt (6:3/8.), und die Gäste brauchten einige Minuten, um ein passendes Mittel zu finden (6:6/12.). Fortan war das Spiel hart umkämpft, keine der beiden Mannschaften konnte sich einen dauerhaften Vorsprung erarbeiten (10:10/24.). Durch eine defensive und gut verschiebende 6:0-Deckung unterband Wift die gegnerischen Kreisanspiele (15:14/36.). Jedoch ließ zusehends die Konzentration im Abschluss nach, das Spiel fing an zu kippen (16:17/40). „Die gegnerische Abwehr definierte sich besonders über die Härte, die nicht entsprechend geahndet wurde“, beschrieb Möller die folgenden torlosen Minuten (16:22/46.). In der letzten Viertelstunde nutzten die Gäste effektiv ihre Chancen, sodass Wift nicht mehr herankommen konnte und über die Station 18:24 (52.) mit 20:28 verlor.

SG Wittorf/FTN: Voigt, Grabowski - Voßbeck (1 Tor), Goniwiecha (1), Bermbach, Ca. Hoffmann, Redmer, Rostock, Meyer, N. Langowski (3/davon 2 Siebenmeter), Haberland (3), J. Langowski (5), Ce. Hoffmann (5), Hein (2/1).

Nächster Gegner: Preetzer TSV (A/Sonnabend, 17 Uhr).

SG Bordesholm/Brügge – HSG 91 Nortorf 30:19 (12:6). In der Anfangsphase passten sich die Bordesholmerinnen dem Spiel der HSG an (3:3/11.). Fortan agierte Nortorf zunehmend nervöser und beging wieder alte Fehler im Angriff. Das bestrafte die stabile Deckung der Gastgeberinnen sofort mit Tempogegenstößen, und so setzte sich die SGBB Schritt für Schritt ab. „Uns fehlt einfach die Ruhe, um unsere Trainingsleistungen umzusetzen“, stellte HSG-Coach Mario Schlüter fest. Zumindest war er mit der Abwehrleistung gegen den Positionsangriff der Einheimischen bis zur Pause zufrieden. Im zweiten Durchgang kamen die Nortorferinnen wacher aus der Kabine und verkürzten den Abstand (14:11/38.), ehe SGBB-Trainer Torge Haß seine Frauen im Team-Time-Out daran erinnerte, dass die Aufgabe nicht im Schongang zu bewältigen sei. Die besseren Individualistinnen aufseiten Bordesholms ließen in den folgenden Minuten immer wieder die gegnerische Abwehr stehen (24:14/50.). „Plötzlich löste sich unsere Deckung auf, wir haben viele einfache Tore kassiert“, ärgerte sich Schlüter und fügte anschließend hinzu: „Die SGBB ist nicht der Gegner, mit dem wir uns messen wollen. Daher geht eine Niederlage dort in Ordnung.“ Sein Pendant Haß attestierte den Gästen „eine gute kämpferische Leistung“ und sagte über sein Team: „Es war solide. Wir haben in den letzten 20 Minuten unseren Stiefel heruntergespielt.“

SG Bordesholm/Brügge: Saamen, Kern - Möller (5), Schwardt (4), Sinn, Klinke (3), Haß (1), Reinert (3/3), Petersen, Bruhn (1), Miskic (3), Bülck (2), Elwardt (6), Lütt (2).

HSG 91 Nortorf: Strebelow - Böhmfeldt, Albrecht (7), K. Fock (1), N. Fock, Stoffers (3), Wittmaack, Hildebrandt (3), Voß (2), Reese (1), Wettzel (2).

Nächster SGBB-Gegner: Wellingdorfer TV (A/Sonnabend, 15 Uhr). – Nächster HSG 91-Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf (H/Sonntag, 17.30 Uhr).

Landesliga Männer

THW Kiel III – SGBB II 40:27 (22:12). „So viele Gegentore hatten wir noch nie“, sagte der niedergeschlagene SGBB II-Pressesprecher Hendrik Roßmann nach der deutlichen Pleite. Nach zehn Spielminuten auf Augenhöhe (5:5/10.) schalteten die Bordesholmer in den Sparmodus. Der Standhandball der Gäste gepaart mit kopflosen Kreisanspielen und einem schlechten Rückzugsverhalten wurde von den Kielern allein in der ersten Hälfte mit zehn Gegenstößen bestraft. Auch in der Deckung war die SGBB nicht präsent und ließ ihre Torhüter im Stich. Der THW III kam deswegen besonders über die Außen und den Kreis zu einfachen Toren. Mit dem Wiederanpfiff verbesserte sich zu spät die Angriffsleistung der Gäste. Durch die Kieler 5:1-Deckung gegen den Bordesholmer Haupttorschüten Yannick Zittlau hatten die Gäste viel Platz. Roßmann war dennoch bedient: „Wir wollen uns nie wieder so vorführen lassen. Der Gegner war in allen Belangen überlegen und hat zu keiner Zeit Tempo oder Konzentration aus dem Spiel genommen.“

SG Bordesholm/Brügge II: Kühtz, Schrammböhmer - Zittlau (12), Molzow (4), Glumm, Roßmann, Reese (1), Brunkhorst (2), Stange (2), Schaumann (1), Riefel (3), Welz (1), Röscheisen (1).

Nächster Gegner: TSV Altenholz II (H/Sonntag, 17 Uhr).

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