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Handball-Landesligen Mitte : SGBB II: Harte Arbeit zahlt sich aus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Aufsteiger aus Bordesholm schlägt sich wacker, die Wift-Teams bleiben am jüngsten Spieltag punktlos. Eine klare Derbypleite gibt es für Nortorf.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 09:00 Uhr

Einen richtig guten Saisonstart verzeichnet Aufsteiger SG Bordesholm/Brügge II in der Männerhandball-Landesliga. Mit einem 29:26 gegen die „Dritte“ des THW Kiel wurde die Bilanz auf 5:1 Punkte ausgebaut. Deutlich schwerer tut sich Neuling HSG 91 bei den Frauen. Die Nortorferinnen zogen im Kreisderby gegen Bordesholm/Brügge klar mit 11:24 den Kürzeren. Niederlagen setzte es auch für die Wift-Frauen sowie die zweite Männermannschaft der SG Wift.

Landesliga Männer

SG Bordesholm/Brügge II – THW Kiel III 29:26 (17:12). In Bordesholm war diese Partie im Vorwege als erster richtiger Härtetest bewertet worden. Diesen hat die Reserve der SGBB bravourös bestanden. „Wir haben das Spiel über weite Strecken bestimmt“, berichtete Pressesprecher Hendrik Roßmann. Die Hausherren waren auf die bekannt körperbetonte Spielweise des THW III eingestellt. „Sobald unsere Abwehr nicht hochkonzentriert war, kamen die Kieler immer wieder zu Toren“, stellte Roßmann fest. Trotz frühzeitiger Manndeckung knackte Yannick Zittlau erneut die Zehn-Tore-Marke (24:19/45.). Doch wie zuvor in Westerrönfeld, erlaubten sich die Bordesholmer eine Schwächephase in der zweiten Halbzeit. Dieses Mal aber zeigten sie auch nach fünf vergebenen Großchancen Nervenstärke und ließen den THW III nie dichter als auf zwei Treffer herankommen. „Das ist kein Zufallsprodukt mehr, sondern das Ergebnis harter Arbeit und mannschaftlicher Geschlossenheit“, freute sich Roßmann.

SG Bordesholm/Brügge II (Tore in Klammern): Kühtz, Sternberg - Glumm, Freese (2), Molzow (1), Pohl, Riefel (4), Roßmann (1), Schaumann (1), Soboll (8), Zittlau (11/davon 3 Siebenmeter), Welz (1), Brunkhorst, Reese.

Nächster Gegner: TSV Altenholz II (A/Sonnabend, 19 Uhr).

SG Wittorf/FTN II – TSV Altenholz II 25:27 (14:16). „Wir haben es den Altenholzern sehr schwer gemacht, aber uns fehlt einfach noch ein Quäntchen“, kommentierte Wift II-Coach Martin Glaubitz. Trotz der anfänglichen Führung (3:1/5.) und eines Pascal Feldmann mit 22 Paraden in seinem ersten Spiel im Wittorfer Tor nahm die Partie einen unglücklichen Ausgang. Den „Wölfen“ gelang es, den „Bären“ den Rang in der Nahrungskette abzunehmen (7:12/23.). „Danach haben wir noch mal Blut geleckt und uns bis zur Pause herangekämpft“, berichtete Glaubitz. Auch nach dem Wechsel war Wift II präsent (21:24/47.) und schaffte kurz vor Toreschluss den Ausgleich (24:24/57.). Doch anstatt das Ruder herumzureißen, trafen die Wittorfer die falschen Entscheidungen und ließen Altenholz II davonsegeln. „Die Niederlage war unglücklich und unnötig“, lautete das Fazit von Glaubitz.

SG Wittorf/FTN II: Feldmann, Wegner, Mittendorfer - Hoops, Glaubitz, Wilken (7), Woop (1), Schilling(2), Steffen (10/6), Koop (2), Schmidtke (2), Aust (1), Ehlers, Korten.

Nächster Gegner: HSG Eider Harde II (A/Sonnabend, 19.15 Uhr).

Landesliga Frauen

HSG Fockbek/Nübbel – SG Wittorf/FTN 27:22 (9:9). Mit einer dezimierten Truppe fuhr Wift zum Spiel beim Tabellenführer. SG-Trainer Thorsten Möller hatte sein Team auf eine 6:0-Abwehr eingestellt, die ihre Wirkung zeigte. „Beide Mannschaften haben sich in der ersten Hälfte nahezu neutralisiert“, berichtete Möller. Deshalb und wegen einiger Aluminiumtreffer gestaltete sich die erste Halbzeit recht torarm (4:5/19., 9:9/30.). Auch nach dem Wiederanpfiff lag der Fokus beider Teams auf der Deckung, und es wurde wenig auf Gegenstöße gespielt. Bis zur 49. Minute bewegten sich die Kontrahentinnen auf einer Ebene (19:19/49.). „Dann lösten wir vorne etliche Fahrkarten und lockerten hinten den 6:0-Verband“, beschrieb Möller die letzte Phase des Spiels, in der die HSG immer wieder den erfolgreichen Abschluss über den Kreis fand und damit das Spiel gewann. „Du musst halt über volle 60 Minuten konzentriert spielen, um zu gewinnen“, kommentierte Möller.

SG Wittorf/FTN: Voigt, Grabowski - Hack, Bermbach, Hoffmann (3), Redmer, Meyer (2), Rostock (1), Goniwiecha (6), N. Langowski (7/3), J. Langowski (3).

Nächster Gegner: Preetzer TSV (H/Sonntag, 17 Uhr).

HSG 91 Nortorf – SG Bordesholm/Brügge 11:24 (8:12). Die Nortorferinnen sahen sich von Beginn an im Hintertreffen (3:5/10.), gestalteten die ersten 30 Minuten aber einigermaßen ausgeglichen. Die HSG 91 konnte ihrer aggressiven Deckung vertrauen, auch agierte die SGBB zunächst nicht mit letzter Konsequenz. „Dann haben wir jedoch unsere handballerischen Fähigkeiten in der Kabine gelassen“, verwies HSG-Co-Trainer Marcel Rousseau auf die folgende Halbzeit. Er managte für den verhinderten Coach Jochen Uhlemann von der Nortorfer Bank aus. Das bekannte Problem nahm wieder Gestalt an, und das bemerkte auch SGBB-Trainer Eike Rix: „Die HSG war in der zweiten Hälfte ohne Durchschlagskraft im Angriff.“ Die Nortorferinnen erzielte bis zur 40. Minute nur einen einzigen Treffer, und im Schnitt mit nur einem Tor alle zehn Minuten ging es bis zum Abpfiff weiter. Die Folge war ein klarer Derbysieg für die Gäste. „Wir haben im Angriff ideenlos agiert“, sah Rousseau in seinen Reihen kein Landesliganiveau.

HSG 91 Nortorf: Strebelow - Böhmfeldt (4), Wittmaack (1), Albrecht, Wettzel (1), K. Fock, Reese (1/1), Delfs (1), Clausen, Voss (1), Uhlemann (1), Stoffers, Hildebrandt (1), Hoffmann.

SG Bordesholm/Brügge: Kern, Saamen - Möller (1), Haß (2), Reinert (3), Petersen (3), Bruhn (1), Wurr, Miskic (5), Elwardt (4), Schwardt (1), Bülck (2), Sinn (1), Klinke (1).

Nächster Nortorf-Gegner: HSG Kremperheide/Münsterdorf (A/Sonnabend, 19.30 Uhr). – Nächster SGBB-Gegner: Wellingdorfer TV (H/Sonnabend, 18 Uhr).

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